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Kommentar: Infopolitik zu Corona und Impfen: Vertrauen ins Landratsamt Landsberg muss her

Kommentar

Infopolitik zu Corona und Impfen: Vertrauen ins Landratsamt Landsberg muss her

Dominic Wimmer
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    Im ehemaligen Towergebäude auf dem Penzinger Fliegerhorst ist das Impfzentrum des Landkreises Landsberg untergebracht.
    Im ehemaligen Towergebäude auf dem Penzinger Fliegerhorst ist das Impfzentrum des Landkreises Landsberg untergebracht. Foto: Julian Leitenstorfer

    Die Nerven von uns allen sind zum Teil zum Reißen angespannt. Seit einem Jahr hält uns die Corona-Pandemie in Atem. Das Leben zwischen Lech und Ammersee ist im zweiten Lockdown nicht einfach, gerade jetzt, wo der Frühling kommt.

    Viele von uns wollen raus, in der Sonne Kaffee und Bier trinken, Freunde treffen, Sport machen, anstatt mit Maske zum Einkaufen zu gehen und zu Hause rumzusitzen. Viele Menschen waren erkrankt oder in Quarantäne oder haben einen lieben Menschen durch das neuartige Virus verloren. Die meisten von uns hoffen darauf, bald gegen Covid-19 geimpft zu werden, damit dieser Albtraum ein Ende hat. Bei vielen Menschen schlägt dieses Warten in Wut, Verzweiflung und Unverständnis um. Es ist unbestritten, dass die Bundesregierung mit der Wahl der europäischen Lösung bei der Impfstoffbeschaffung einen der schlimmsten Fehler der vergangenen Jahrzehnte begangen hat. Die Folgen des politischen Geplänkels spürt man nicht in Brüssel, sondern in der Landsberger Altstadt und am Ammersee. Ausgebadet werden müssen sie vor Ort.

    Die Infopolitik des Landratsamtes muss in einigen Punkten besser und schneller werden

    Wer detailliert mit den Verantwortlichen des Penzinger Impfzentrums spricht, erkennt schnell, dass die Kreisbehörden das ausbaden müssen, was die große Politik verbockt hat und Ministerien dann mit kurzen Anweisungen anordnen. So wird verlangt, dass die Kapazität in den nächsten vier Wochen im Impfzentrum um rund ein Drittel aufgestockt wird – egal wie. Das ist eine Mammutaufgabe.

    Nichtsdestotrotz ist es in Zeiten wie diesen unerlässlich, dass eine Behörde wie das Landratsamt eine transparente Infopolitik betreibt: nach Gemeinden aufgeschlüsselte Infektionszahlen, (fast) tägliche Zwischenstände bei den Impfungen und mehr. Das schafft bei den Bürgern, die viel mitmachen müssen durch die ganzen Einschränkungen, auch Vertrauen. Natürlich bedeutet das Arbeit und nicht immer sind die technischen Voraussetzungen gegeben. Aber so verhindert man auch leichter Gerüchte, dass angeblich Impfstoff vernichtet wird. Das war übrigens der Fall: Ein Fläschchen war kaputt und eine Mini-Charge fehlerhaft.

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