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Landsberg: Dieter Völkel erhält Bürgermedaille für jahrzehntelanges Engagement

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Oberbürgermeisterin: „Er war eine Institution, er wird fehlen“

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    Der langjährige Stadtrat Dieter Völkel wurde beim Festakt von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl mit der Bürgermedaille in Gold ausgezeichnet.
    Der langjährige Stadtrat Dieter Völkel wurde beim Festakt von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl mit der Bürgermedaille in Gold ausgezeichnet. Foto: Christian Rudnik

    Mit einem Ehrungsabend im Festsaal des Historischen Rathauses wurden die ausscheidenden Stadtratsmitglieder verabschiedet. Auch Langgediente waren dabei, wie Barbara Juchem und Dieter Völkel, die dem Stadtrat 24 beziehungsweise 36 Jahre angehörten. Dieter Völkel erhielt die Bürgermedaille in Gold.

    Die Bürgermedaille in Gold ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt zu vergeben hat. Erst fünfmal wurde sie bislang verliehen – und nun ging sie an Dieter Völkel. Der 83-Jährige gehörte dem Stadtrat 36 Jahre an. „Er hat die kommunalpolitische Arbeit ehrenamtlich und parallel zu seinem Beruf und Privatleben ausgeübt, das ist außergewöhnlich“, sagte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl in ihrer Laudatio. Völkel war Richter am Amtsgericht Landsberg.

    Neben vielen weiteren Ämtern gehörte er durchgehend dem Bauplanungs- und Umweltausschuss an und war Mitglied im Ältestenrat. Besonders die bauliche Entwicklung der Stadt lag ihm am Herzen. „Er wollte, dass Landsberg gut aussieht“, so Baumgartl, die bei den Stadtratskollegen einige Beschreibungen Völkels gesammelt hatte, wie „zutiefst menschlich“ und „versöhnlich“. „Jeder hat ihn respektiert, er war eine Institution, er wird fehlen“, sagte Baumgartl.

    Sie erinnerte auch an die Jahresgedichte, mit denen Völkel stets im Dezember das Stadtratsjahr in Verse fasste. Es ist nicht die erste Auszeichnung für Dieter Völkel, er erhielt bereits den Goldenen Ehrenring der Stadt sowie die Bayerische Verdienstmedaille. Völkel wünschte dem Stadtrat und der neuen Landrätin Daniela Groß „viel Glück und eine besonders glückliche Hand bei den Entscheidungen, die jetzt anstehen.“

    Bildergalerie: Verabschiedung langjähriger Stadträte

    Barbara Juchem (li), Doris Baumgartl / Verabschiedung langjähriger Stadträte / Festsaal Historisches Rathaus Landsberg
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    58 Bilder
    Ein Festakt zu Ehren der ausscheidenden Stadträte fand im Historischen Rathaus in Landsberg statt.

    Mit 24 Jahren im Stadtrat blickt auch Barbara Juchem (76) auf eine lange Zeit in der Kommunalpolitik zurück. „Sie hatte ein echtes Interesse an den Menschen und ihren Anliegen, war die gute Seele des Stadtrats und immer auf Ausgleich bedacht“, lobte Baumgartl die Verdienste von Juchem, die sich vor allem für die Jugend, Senioren und Menschen mit Behinderung einsetzte. Zudem war sie über die Jahre in fast allen Ausschüssen vertreten. Barbara Juchem durfte sich über ein besonderes Geschenk freuen: Ein Originalgemälde, das der Landsberger Maler Hans Dietrich eigens für sie anfertigte und das die Wahrzeichen der Stadt zeigt. „Es tut weh, aber irgendwann muss Schluss sein“, sagte Juchem zum Abschied.

    Barbara Juchem war 24 Jahre Mitglied des Landsberger Stadtrats. Beim Festakt im Historischen Rathaus wurde sie von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl verabschiedet.
    Barbara Juchem war 24 Jahre Mitglied des Landsberger Stadtrats. Beim Festakt im Historischen Rathaus wurde sie von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl verabschiedet. Foto: Christian Rudnik

    Zahlreiche Ehrenringträger der Stadt, die ehemaligen Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Mathias Neuner sowie Alt-Oberbürgermeister Franz-Xaver Rößle waren zum Ehrenabend gekommen, ebenso Stadträte und die Geistlichkeit, vertreten durch Schwester Antonia von den Dominikanerinnen und Pfarrer Thomas Lichteneber. Kurzweilig sorgte ein Quartett der Stadtkapelle für die musikalische Untermalung der Ehrungen.

    Zu den Geehrten zählte auch Jost Handtrack, der den Stadtrat bereits 2020 verlassen hat, dessen Engagement jedoch über seine Amtszeit hinausgehe, so die Oberbürgermeisterin. Handtrack engagiert sich in den Bereichen Asyl und Integration sowie für den fairen Handel. „Er stärkt damit das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit“, sagte Baumgartl.

    Daniela Groß wurde zur Landrätin gewählt und kann das Mandat nicht antreten

    Für sechs Jahre im Stadtrat wurden Dr. Georg Bayer sowie Daniela Groß geehrt und mit der Silbernen Stadtehrennadel ausgezeichnet. Groß wurde als Stadträtin erneut gewählt, jedoch auch als Landrätin, sodass sie dem Stadtrat nicht angehören kann. Dr. Georg Bayer habe gesunden Menschenverstand und seine Erfahrung als Unternehmer in den Stadtrat eingebracht, lobte Baumgartl den in Landsberg tätigen Zahnarzt und Implantologen. Zudem habe er die Sitzungen mit seiner guten Laune bereichert. Eine Kostprobe davon gab Bayer dann auch beim Ehrenabend. Er sei nicht der fleißigste Stadtrat gewesen, räumte er ein. Deshalb habe er das Resort Forst übernommen, „denn die Bäume wachsen auch ohne Dr. Bayer.“ Landsberg sei eine der erfolgreichsten Städte in Bayern mit der schönsten Oberbürgermeisterin, sparte er nicht an Komplimenten und beschied dem Stadtrat „Kollegialität über die Fraktionen hinweg“.

    Gewürdigt wurde auch der Einsatz von Heidi Reiser, die dem Stadtrat drei Jahre angehörte, sich insbesondere für ein Frauenhaus in Landsberg und Gewaltschutz starkmachte. Mit der roten Bank vor dem Historischen Rathaus wurde dafür ein sichtbares Zeichen gesetzt. Zu den Geehrten zählen weiterhin Stefan Meiser, Franz Daschner, Jennifer Lübcke, Karl Egger und Roger Mandel, die nicht anwesend waren.

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