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Mindelheim: Lesespaß in der Stadtbücherei wird etwas teurer

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Lesespaß in der Stadtbücherei wird etwas teurer

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    Der Mindelheimer Stadtrat hat die Jahresgebühr für die Nutzung der Mindelheimer Stadtbücherei zum kommenden Jahr angehoben.
    Der Mindelheimer Stadtrat hat die Jahresgebühr für die Nutzung der Mindelheimer Stadtbücherei zum kommenden Jahr angehoben. Foto: Johann Stoll (Archivbild)

    Begeisterte Leserinnen und Leser, die gerne das Angebot der Mindelheimer Stadtbücherei nutzen, müssen für ihren Lesespaß ab dem kommenden Jahr ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen: Der Stadtrat hat beschlossen, die Gebühren nach 20 Jahren zu erhöhen – allerdings sozialverträglich, wie Bürgermeister Stephan Winter in der Sitzung betonte. Denn zum einen steigen die Gebühren in überschaubarem Rahmen und zum anderen gibt es eine ganze Reihe von Personen, die das Angebot künftig kostenlos nutzen können.

    Die Gebührensatzung wurde seit 2004 nicht mehr verändert und sieht für einen Erwachsenen eine Jahresgebühr von acht Euro vor. „Das ist nicht mal ein Euro pro Monat“, verdeutlichte Winter, der zudem darauf hinwies, dass sich die Gebühren damit im regionalen Vergleich weit unter dem Durchschnitt bewegten: In Türkheim liege die Jahresgebühr für Erwachsene bei 17 Euro, in Buchloe und Krumbach bei 15 Euro, in Marktoberdorf bei 20,40 Euro und in Füssen bei 25 Euro.

    Kinder und Jugendliche können die Mindelheimer Stadtbücherei künftig kostenlos nutzen

    In Mindelheim soll die Gebühr deshalb ab dem kommenden Jahr für Erwachsene auf zwölf Euro steigen. Die Familiengebühr von bislang 15 Euro ist in der neuen Satzung nicht mehr vorgesehen, weil Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Sinne der Leseförderung das Angebot künftig kostenlos nutzen können. Deshalb entfällt auch der Beitrag für Alleinerziehende in Höhe von zehn Euro. Sorge, dass sich Erwachsene die eigene Jahresgebühr künftig sparen und die Bücher kostenlos von ihren Kindern ausleihen lassen könnten, hat Winter indes nicht. „Da setzen wir auf die Ehrlichkeit der Leute“, sagte er.

    Tafelberechtigte und Personen mit Ehrenamtskarte können sich die Bücher und Medien ebenfalls kostenlos ausleihen. Schüler, Auszubildende, Studenten, Personen im Bundes- oder Jugendfreiwilligendienst, schwerbehinderte und bedürftige Personen, Senioren ab dem vollendeten 65. Lebensjahr, Rentner und Pensionäre, Asylsuchende und Mitarbeiter der Stadt Mindelheim zahlen gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises wie bislang den halben Preis, also künftig sechs statt der bisher vier Euro pro Jahr.

    Nach der Sanierung der Stadtbibliothek könnten die Gebühren noch einmal steigen

    Auch die Einsparkommission, die die Stadt im vergangenen Jahr als Reaktion auf die angespanntere Haushaltslage der Stadt eingesetzt hatte, war auf die Leihgebühren aufmerksam geworden und hatte vorgeschlagen, sie zu überprüfen. Insgesamt hatte die Stadt im vergangenen Jahr rund 10.800 Euro an Jahresgebühren eingenommen, durch die höheren Gebühren werden es bei einer gleichbleibenden Anzahl von Leserinnen und Lesern 12.100 Euro sein. „Der Haushalt wird also nicht davon gesunden“, dämpfte Winter etwaige Erwartungen. Er sieht die höheren Gebühren jedoch auch als Ausdruck der Wertschätzung für das Angebot, das auch durch den vorübergehenden Umzug der Bücherei ins Museum ab voraussichtlich Januar 2025 nicht eingeschränkt werden soll.

    Nach der Sanierung der Stadtbücherei könnten die Gebühren dann noch einmal angehoben werden. Immerhin biete diese dann ein noch attraktiveres Angeobt, was eine erneute Anpassung rechtfertige, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Anhebung in zwei Schritten sei zudem sozialverträglicher als eine deutliche Gebührenerhöhung.

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