200.000-Liter-Milchtank schwebt ein: Milchwerk Bad Wörishofen stößt an Kapazitätsgrenzen
Bad Wörishofen
Kommt ein 200.000-Liter-Milchtank geflogen – Allgäuer Milchwerk rüstet auf
Auch Bauern aus dem Schwarzwald liefern inzwischen ihre Milch nach Bad Wörishofen im Unterallgäu. Das Werk machte zuletzt 130 Millionen Euro Umsatz – und stockt jetzt auf.
Ein neuer Milchtank schwebte im Milchwerk Bad Wörishofen ein.Foto: Jörg van Loock
Im Milchwerk Bad Wörishofen brummt das Geschäft. „Wir sind jetzt an der Kapazitätsgrenze“, sagt Geschäftsführer Jörg van Loock. Für etwas mehr Platz sorgt nun ein neuer Milchtank, der publikumswirksam an einem Schwerlastkran einschwebte, direkt an einer der meistbefahrenen Zufahrten zur Innenstadt.
Der neue Tank fasst 200.000 Liter Milch und ersetzt ein kleineres Modell, in das 125.000 Liter passten. Das werde helfen, das gestiegene Aufkommen an Rohmilch zu verarbeiten, sagt van Loock. Das Milchwerke haben sich „hervorragend entwickelt“, der Umsatz lag im Jahr 2025 bei etwa 130 Millionen Euro.
Mehr als 19.000 Tonnen Emmentaler pro Jahr aus Bad Wörishofen
Er hat das Milchwerk mittlerweile großflächig modernisiert. Seit Juni beispielsweise ist der neue Milchanlieferungsbereich in Betrieb. Die Milch erhält das Werk von von etwa 300 Bauernfamilien direkt sowie über Verträge mit Liefergenossenschaften, Erzeugergemeinschaften und Milchhändlern. Jährlich entstehen in Bad Wörishofen mehr als 19.000 Tonnen Emmentaler, davon zehn Prozent in Bio-Qualität, dazu Rahm und Molke.
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