„Landwirt für einen Tag“ ist eine Aktion des Forums Moderne Landwirtschaft, mit dem Angebot, in einen echten landwirtschaftlichen Betrieb reinzuschnuppern und einen Landwirt oder eine Landwirtin kennenzulernen, die Fragen zur Landwirtschaft beantwortet. Dazu wurde auf den Viehweidhof bei Pfaffenhausen die Influencerin Steffi Hübner eingeladen. Sie hat auf Instagram knapp 44.000 Follower und auf TikTok 357.000 Follower.
Die junge Frau aus Franken möchte gern in Berlin leben
Beruflich ist sie bei der Agentur Campus Direkt tätig, die Hochschulwerbung und Hochschulmarketing an deutschen Universitäten, Hochschulen und Studentenwerken anbietet. „Ein 40-Stunden-Job“, wie sie erklärte. In Bamberg studierte sie zuvor Anglistik und Kommunikationswissenschaft. Heute lebt die 25-Jährige in Franken in der Nähe von Kulmbach. Am liebsten würde sie jedoch in Berlin leben, erzählt sie, und das gern auch vom Verdienst als Influencerin, aber das sei momentan leider noch nicht möglich.
Fremd ist Steffi Hübner das Landleben nicht, denn sie hat durchaus einen Bezug zur Landwirtschaft: Ihre Eltern haben einen traditionellen Bauernhof in Franken bei Bayreuth, früher auch mit Milchkühen. Allerdings war es nie ihr Wunsch, den Hof zu übernehmen. Früher auf dem Bauernhof geholfen habe auch meistens ihr Bruder, erzählte sie.
Das Forum Moderne Landwirtschaft (FML) ist ein deutscher Verein, in dem sich Verbände, Organisationen und Unternehmen der Agrarbranche zusammengeschlossen haben. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, über moderne Landwirtschaft zu informieren und den Dialog zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft zu stärken. Der Verein hatte Steffi Hübner für diesen Tag angeworben, und Stefan Luther vom FML begleitete sie bei den Aufnahmen. Für die war Kameramann Hauke Pflüger zuständig. Er wohnt tatsächlich in Berlin und arbeitet für das FML.
Stefan Luther hatte ein Skript mitgebracht und gab Anweisungen zu Szenen und Fragen. Da Johannes Kerler, der Gesprächspartner vom Viehweidhof, noch als Geburtshelfer bei einem Kalb gebunden war, fingen die anderen schon an und drehten die erste Szene im Milchviehstall. Mit rund 1000 Milchkühen und etwa 200 Kälbern zählt der Viehweidhof der Familie Kerler zu den größten der Region. Die Kühe wurden gerade mit Silage versorgt. Steffi stellte sich in der ersten Szene vor und beschrieb, wo sie sich befindet. Dann kam Johannes Kerler, Sohn des Geschäftsführers Alfons Kerler, dazu, und die Begrüßung war schnell gedreht.
Auf dem Viehweidhof wird Energie für die Nachbarschaft erzeugt
Weiter ging es mit einer Führung über den Hof, zu dem auch eine Biogasanlage und eine große PV-Anlage gehören. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften sollen schon bald mit dem Projekt Hofwärme versorgt werden, erfuhr Steffi Hübner. Diese Fernwärme stammt direkt vom Viehweidhof – mit Energie aus Abwärme, Biomasse und Photovoltaik. Betreiber der Anlage ist die Hofwärme Pfaffenhausen GmbH.
Steffi wurde zur Energiegewinnungsanlage geführt, sah die Biomethanhalle und auch die Hofwärmehalle. Sie stellte Fragen, Johannes Kerler antwortete, Hauke Pflüger filmte. Bei der letzten Station konnte sie zuschauen, wie siliert wurde, wobei hochwertiges Futter für die Milchkühe und Kälber entsteht. Abschließend meinte die Influencerin: „Ich fand's auf jeden Fall sehr cool. Natürlich kannte ich viele Sachen schon von zu Hause, aber eben nur grob und nicht so im Detail, wie es mir auf dem Hof erklärt wurde. Es war es sehr lehrreich!“
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