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Türkheim feiert 350 Jahre Corpus-Christi-Bruderschaft mit einem Ehrengast

Türkheim

Türkheim feiert 350 Jahre Corpus-Christi-Bruderschaft

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    Türkheim feiert das 350-jährige Jubiläum der Bruderschaft mit einem Gottesdienst und einer Prozession.
    Türkheim feiert das 350-jährige Jubiläum der Bruderschaft mit einem Gottesdienst und einer Prozession. Foto: Franz Issing

    Das 350-jährige Jubiläum der Corpus-Christi-Bruderschaft in Türkheim feierte der Wertachmarkt gebührend – und zwar gemeinsam mit einem Ehrengast. Die Mitglieder der Bruderschaft mit den Mantelherren sowie zahlreiche Gläubige fanden sich in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ ein, wo Weihbischof Florian Wörner eine festliche Messe zelebrierte. Dem Oberhirten standen am Altar Pfarrer Martin Skalitzky und Diakon Gerhard Rummel zur Seite. Musikalisch begleitete den Gottesdienst der Kirchenchor.

    Die eucharistische Anbetung und der Umgang mit ihr sei auch heute noch hochaktuell und keineswegs aus der Zeit gefallen, machte der Bischof in seiner Predigt deutlich. Er unterstrich, mit der Gründung der Bruderschaft 1676 habe Herzog Maximilian Philipp den Grundstein für die ewige Anbetung und die besondere Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes in Türkheim gelegt. Der Leib Christi, so der Weihbischof weiter, stille den Hunger der Seele. So sei auch Jesus immer up to date.

    Türkheim feierte die Bruderschaft mit Gottesdienst und Prozession

    Der Gottesdienst endete mit dem sakramentalen Segen und mit einer von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine begleiteten Prozession um die Kirche. Auch diese Tradition geht auf Herzog Maximilian Philipp zurück, der von Fronleichnam so begeistert war, dass er sich die Erlaubnis geben ließ, dieses Fest zweimal feiern zu dürfen.

    Eine Aufgabe der Corpus-Christi-Bruderschaft war es, für das Seelenheil des Herzogs und seiner Gattin Mauritia Febronia zu beten. Desweiteren trugen die Bruderschaften in früheren Zeiten auch Verantwortung für das religiöse und soziale Leben. Im 18. Jahrhundert waren es ebenfalls oft die Bruderschaften, die Geld vor allem an Handwerker verliehen, die beim Materialkauf in Vorleistung treten mussten. Die Entstehung eines Zentrums für schwäbische Baukunst in Türkheim wäre ohne die Bruderschaften nicht möglich gewesen.

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