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Windkraft-Verbot in der Kurstadt Bad Wörishofen: nicht kampflos hinnehmen

Bad Wörishofen

Windkraft-Verbot: So will Bad Wörishofen doch noch Windräder bauen

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    Bad Wörishofen will Windräder bauen - doch das wird schwierig, denn zulässig ist das derzeit nicht.
    Bad Wörishofen will Windräder bauen - doch das wird schwierig, denn zulässig ist das derzeit nicht. Foto: Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

    Die Stadt Bad Wörishofen, die Stadtwerke und auch der Umweltbeirat wollen das Windkraft-Verbot für Bad Wörishofen nicht hinnehmen. Bei der ersten Sitzung des Beirats nach der Vorstellung der neuen Vorranggebiete im Regionalverband Donau-Iller hieß es, man wolle das Feld nicht kampflos räumen. Das allerdings könnte schwierig werden, wie sich zeigt.

    Der derzeitige Staatsvertrag zwischen den Ländern Baden-Württemberg und Bayern schreibe dem Regionalverband Donau-Iller vor, dass für die Windenergie Vorranggebiete festgesetzt werden müssen und die übrigen Flächen als Ausschlussgebiet, schildert Verbandsdirektor Markus Riehte unserer Redaktion. „Somit schließt auch die derzeit laufenden Teilfortschreibung die Errichtung von Windenergieanlagen außerhalb der Vorranggebiete rechtlich aus.“ Aus einem Windpark bei Schlingen, der zuletzt vorangetrieben wurde, wird also nichts.

    Bad Wörishofen setzt bereits in vielen Bereichen auf erneuerbare Energien

    Bis zum 10. November können jedoch alle, die wollen, noch Kritik und Anregungen zum neuen Plan vorbringen. Das will auch Bad Wörishofen tun. „Wir setzen in Bad Wörishofen bereits auf erneuerbare Energien aus Photovoltaik - sowohl auf Dachflächen als auch auf Freiflächen - auf Energie aus Biogas und aus der Kraft des Wassers“, sagt Stadtwerke-Chef Peter Humboldt. „Eine ideale Ergänzung dieser bereits bestehenden Säulen ist die Windkraft, die aus unserer Sicht auch in Bad Wörishofen nachhaltig, umweltverträglich und wirtschaftlich realisiert und betrieben werden könnte.“ Dass in Bad Wörishofen nach Lage der Dinge nun doch keine Windräder stehen dürfen, erklärte Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) unlängst damit, dass die Höhen der neuen Anlagen offenbar das Radar der Bundeswehr störten. Bei Schlingen sei außerdem eine große Rotmilan-Population entdeckt worden.

    So könnten Windräder und Artenschutz in Bad Wörishofen funktionieren

    Humboldt hat aber eine Idee, wie es trotzdem funktionieren könnte. „Dem Konflikt mit dem Artenschutz könnte durch entsprechende Technik und durch eine Reduktion der Anlagenanzahl wirkungsvoll begegnet werden“, findet er. „Wir wollen dies in einer entsprechenden Stellungnahme an den Regionalen Planungsverband Donau-Iller kommunizieren.“ Allerdings sieht auch Humboldt die Grenzen. „Damit in Bad Wörishofen dann Anlagen entstehen könnten, müsste der regionale Planungsverband seine Planungen in unserem Gemeindegebiet nochmals entsprechend anpassen. Eine andere Möglichkeit sehen wir aktuell nicht.“

    Das sagt der Regionalverband zu den Windkraft-Gedankenspielen in Bad Wörishofen

    Es könnte aber sein, dass Bad Wörishofen die Tür erneut aufstoßen kann. „Neue Erkenntnisse durch die derzeitige öffentliche Anhörung zum Teilfortschreibungsentwurf können noch dazu führen, dass geplante Vorranggebiete gestrichen oder verkleinert oder auch neue Vorranggebiete aufgenommen werden“, erläutert Verbandsdirektor Riethe. Für Humboldt ist klar, dass man etwas tun muss. „Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist eine Aufgabe mit extrem hoher Bedeutung. Sie ist der Weg in eine klimaneutrale Zukunft und macht uns unabhängiger von Importen aus dem Ausland.“

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