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Neu-Ulm: Warum tut sich nichts an der Renftle-Ruine in Neu-Ulm?

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Warum tut sich nichts an der Renftle-Ruine in Neu-Ulm?

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    Die Renftle-Ruine steht unverändert am Petrusplatz in Neu-Ulm, denn der Rettungserwerb durch die Sparkasse Ulm verzögert sich.
    Die Renftle-Ruine steht unverändert am Petrusplatz in Neu-Ulm, denn der Rettungserwerb durch die Sparkasse Ulm verzögert sich. Foto: Alexander Kaya

    Seit mehr als eineinhalb Jahren steht das ehemalige Bettenhaus Renftle als Bauruine am Petrusplatz. An dem trostlosen Anblick hat sich seither nichts geändert, außer dass das Gebäude mit einem Netz eingehüllt wurde.

    Dabei hätte sich auf der Baustelle in der Neu-Ulmer Innenstadt längst etwas tun sollen, denn die Sparkasse Ulm will das Grundstück samt Bauruine kaufen und den Schandfleck beseitigen. Der Abriss war bereits für vorigen Herbst angekündigt, lässt aber weiter auf sich warten.

    Das Vorzeigeprojekt "P3" trieb die Baufirma Steinle in den Ruin

    Bereits im Dezember 2018 hatte die Sparkasse bekannt gegeben, dass sie das Bauprojekt „P3“ als Hauptgläubiger der insolventen Wohnbaufirma Steinle erwerben werde, um den entstandenen Schaden zumindest in Grenzen zu halten. Der voriges Jahr verstorbene Bauunternehmer Günter Steinle hatte das frühere Renftle-Gebäude kernsanieren und daraus „P3 – Wohnen und Arbeiten am Petrusplatz“ machen wollen. Doch das Vorzeigeprojekt mit Luxuswohnungen trieb die Firma in den Ruin. Ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet.

    Sparkasse Ulm musste sich mit den Käufern einigen

    Die Sparkasse Ulm bot den Rettungserwerb an. Zuvor standen komplizierte Verhandlungen mit den Käufern der Eigentumswohnungen an. Es ging darum, wie viel von den geleisteten Anzahlungen erstattet werden soll. Dazu wurden Gutachten in Auftrag gegeben. Im Sommer vorigen Jahres wurde eine Einigung erzielt. Es werde zu einer Auszahlung in voller Höhe kommen, kündigte damals der Insolvenzverwalter Martin Hörmann an.

    Wohnungen kosteten zwischen 300 000 und 1,1 Millionen Euro

    Zehn Käufer hatten sich insgesamt 13 Wohnungen in „P3“ gesichert, die zwischen 300000 und 1,1 Millionen Euro kosteten. Nicht alle hatten aber bereits Anzahlungen geleistet. „Alle Käufer, die an einer Einigung mitgewirkt haben, haben den von ihnen bezahlten Kaufpreis in voller Höhe über den Insolvenzverwalter zurückerhalten“, sagte Sparkassen-Sprecher Boris Fazzini auf Nachfrage unserer Redaktion zum aktuellen Stand. Wie hoch die Summe ist, sagte er nicht. „Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zeit Eigentümer werden können.“

    Voran der Rettungserwerb jetzt noch hakt

    Bevor es so weit ist, müssen alle Käufer zum Notar und eine Abwicklungserklärung abgeben. Dann kann die Sparkasse Ulm den Rettungserwerb beginnen. Dem Vernehmen nach hängt der Vollzug an einem Käufer, der die notwendigen Formalitäten noch nicht vollständig veranlasst hat. Sollte diese letzte Hürde genommen werden, kann die Bauruine abgerissen und an der Stelle neu gebaut werden. Denkbar ist auch, dass die bereits für das „P3“ hergestellten Teile wie Treppenaufgänge oder Wände in den Neubau integriert werden.

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