Nach dem Großbrand in Schemmerhofen im Landkreis Biberach am Montagabend ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Das hat das Polizeipräsidium Ulm am Dienstagmorgen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ravensburg bekannt gegeben. Demnach handelt es sich bei dem 34-jährigen Mann um einen Bewohner des Hauses. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilte, hätte nicht nur der Ausbruch des Brandes in seinen Räumlichkeiten den Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung auf ihn gelenkt. Der Mann hätte auch selbst Angaben gemacht, die darauf schließen lassen würden.
Großbrand in Schemmerhofen: Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Zu einem möglichen Motiv konnte der Staatsanwalt allerdings noch keine Auskünfte geben. Der Verdächtige wurde bei dem Brand selbst leicht verletzt. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer Klinik befindet er sich aktuell in einer Justizvollzugsanstalt. Einen entsprechenden Haftbefehl wegen versuchtem Mord, versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung erließ die zuständige Richterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg.
Abgesehen von dem 34-Jährigen wurden noch drei weitere Personen leicht verletzt: ein 28-Jähriger, ein 64-Jähriger sowie ein 27-Jähriger. Wie die dpa mit Verweis auf die Feuerwehr berichtet hatte, handelt es sich bei dem Mehrfamilienhaus um ein historisches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. 14 Personen sind in dem denkmalgeschützten Gebäude gemeldet. Die Behörden schätzen den Sachschaden auf circa eine Million Euro. Die Feuerwehr war bis in den Dienstagvormittag hinein mit den Löscharbeiten beschäftigt gewesen.
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