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Basketball: Fanclub der Scanplus-Baskets Elchingen macht einfach weiter

Basketball

Fanclub der Scanplus-Baskets Elchingen macht einfach weiter

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    Die Fans der Elche sind ligaweit berühmt für ihre lautstarke und kreative Unterstützung. Bei den Spielen in der Brühlhalle machen sie mächtig Radau.
    Die Fans der Elche sind ligaweit berühmt für ihre lautstarke und kreative Unterstützung. Bei den Spielen in der Brühlhalle machen sie mächtig Radau. Foto: Horst Hörger

    Noch vor einem Monat schien der Basketball in Elchingen mausetot zu sein. Nachdem der Hauptsponsor Scanplus Insolvenz angemeldet hatte, wurde zunächst die aktive Mannschaft vom Spielbetrieb in der Pro B abgemeldet. Einige der Profis haben nach Informationen unserer Zeitung inzwischen neue Arbeitgeber gefunden, andere sind noch auf der Suche. Wenig später wurde gemeldet, dass auch im Nachwuchs- und Amateurbereich der Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt wird. Auch hier hatte sich das IT-Unternehmen des Vereinschefs Andreas Werther stark engagiert. Doch inzwischen gibt der Elchinger Basketball wieder zaghafte Lebenszeichen von sich.

    Zunächst hatte sich ein kleiner Kreis von Idealisten zusammengetan, um wenigstens den Mädchen und Buben weiterhin die Ausübung ihres Lieblingssports weiterhin zu ermöglichen. Inzwischen läuft in einigen Altersklassen wieder das Training, geleitet wird es teilweise von Eltern. Anschließend meldete nach einer Vereinssitzung der überaus rührige Fanclub „Die Elche“, dass auch er weiter macht. Eine auf den ersten Blick überraschende Entscheidung. Wen will ein Fanclub unterstützen, wenn es keine Herrenmannschaft mehr gibt?

    Nico „Oka“ Lange sieht da keinen Widerspruch. Der Sprecher des Fanclubs sagt: „Wir werden jede Elchinger Mannschaft unterstützen, zum Beispiel auch eine U19. Wir packen auch gerne mit an, wo immer Hilfe gebraucht wird.“ Also bei Bedarf auch beim Auf- und Abbau, am Anschreibetisch, beim Verkauf von Speisen und Getränken. Der Fanclub hatte und hat immer noch rund 120 Mitglieder. Verabschiedet hat sich in der Krise niemand, um die Leute bei der Stange zu halten, wurden nach Auskunft von Lange zudem „die Beiträge angepasst“. Konkret: Es werden derzeit keine Beiträge erhoben, die wenigen laufenden Ausgaben bestreitet der Verein über das berühmte Festgeldkonto.

    „Die Elche“ sind in der ganzen Dritten Liga und in der Regionalliga sowieso berühmt für ihre lautstarke und kreative Unterstützung. Die Mitglieder sorgen mit ihren Trommeln bei Heimspielen in der Brühlhalle für mächtig Radau. Geradezu Kultstatus hat dieses Plakat, wonach eben nicht ganz Basketball-Schwaben orange ist, weil ein kleines schwäbisches Dorf Widerstand leistet. Ein Seitenhieb auf den übermächtigen Nachbarn, den Bundesligisten Ratiopharm Ulm.

    Diese Rivalität gab es tatsächlich einmal und sie wurde auf Augenhöhe ausgefochten. In den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts spielten beide Vereine in der Bundesliga, vorübergehend war Elchingen sogar erfolgreicher als Ulm. Pikanterie am Rande: Andreas Werther, Vorsitzender des SV Oberelchingen und Gründer des IT-Unternehmens Scanplus war nach dieser Zeit auch schon Manager in Ulm.

    Beim Fanclub ist man jedenfalls zuversichtlich, dass so viel Basketball-Tradition nicht wegen der Insolvenz des Hauptsponsors sterben wird. Lange sagt: „Es wird in der nächsten Saison eine erste Mannschaft geben, in welcher Liga auch immer.“ Nach dem sportlichen Aufstieg in die Pro B und den finanziellen Problemen geschuldeten Rückzug werden die Elche als erster Absteiger geführt, theoretisch dürften sie also künftig in der Regionalliga antreten. Aber auch dort kostet Basketball schon Geld. Ob Scanplus sich zeitnah erholt und wieder Unterstützung leisten kann, ob eventuell andere Sponsoren helfen und wer nach dem möglichen Rückzug von Werther von der Vereinsspitze die Verantwortung im Vorstand übernehmen könnte, das weiß natürlich auch im Fanclub noch niemand. „Das muss der SV Oberelchingen klären“, bekräftigt Lange: „Wir werden dazu das beitragen, was wir können.“

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