18 Jahre sind inzwischen vergangen, seit das Outlet-Shopping-Dorf Ingolstadt Village seine Pforten geöffnet hat. Richtig ist hier, wer Luxus-Marken zu vergünstigten Preisen sucht. Dass auf die Coronapandemie gleich eine Inflation folgte, scheint den Erfolg dieser Geschäftsidee nicht zu trüben. Wie Sanjiv Singh, Managing Director des Ingolstadt Village, mitteilt, hat das Jahr 2023 das bislang erfolgreichste Jahr 2019 noch übertroffen. Und auch das Angebot an Boutiquen entwickelt sich stetig weiter.
"2023 haben wir viele Neueröffnungen gefeiert", berichtet Singh. Unter anderem gibt es jetzt einen neuen größeren Burberry Store, außerdem Läden der Marken Etro, Balenciaga, Axel Arigato, Motel a Miio oder Handstich & Gössel. Die Anzahl der Mitglieder sei ebenfalls stark gewachsen, fährt Singh fort. Wer Mitglied des Ingolstadt Village wird, erhält zusätzliche Angebote sowie Einladungen zu Events, erklärt er und fügt hinzu: "Mitglied kann übrigens jeder werden."
Ingolstadt Village: Marken investieren in ihre Geschäfte
Das Luxus-Outlet im Ingolstädter Norden wächst und verändert sich fortwährend. "Im neuen Jahr werden wir einige neue Marken sowohl im Premium- als auch im Luxussegment begrüßen. Im Beauty-Bereich haben wir einige neue Marken hinzugewonnen und es stehen weitere Eröffnungen an", sagt der Manager. Konkret seien das zum Anfang des Jahres die Cosmetic Company, Olymp und Manesteen. Zudem würden die Marken immer mehr in ihre bereits bestehenden Boutiquen im Village investieren, zuletzt der luxuriöse Burberry Store, der neue Ba&sh Store und der zweite Sunglass Hut. Dies mache sich sowohl in der Shop-Ausstattung als auch in der Produktauswahl bemerkbar, erklärt Singh.
Besonders nachgefragt werden im Ingolstadt Village vor allem Produkte wie Luxus-Handtaschen und -Schuhe und zeitlose Klassiker wie Trenchcoats, sagt der Manager. Auch Hautpflegeprodukte würden immer beliebter.
Die Kunden, die ins Village kommen, stammen sowohl aus der Region als auch aus dem Ausland. Das Kundenverhalten habe sich nach der Pandemie allerdings ein wenig verändert, weiß Singh: "Unsere Kunden kommen vermehrt unter der Woche." Der Manager glaubt, dass die neuen Homeoffice Regeln ein Grund dafür seien, da sie mehr Flexibilität ermöglichen. Die Menschen können ihre Zeit freier einteilen. Auch die Inflation macht sich beim Einkaufsverhalten bemerkbar: "Die Kunden kaufen bewusster ein", sagt Singh.
2024 sollen noch mehr Menschen aus dem Ausland ins Ingolstadt Village kommen
Bei den Besuchen von Touristinnen und Touristen gebe es zurzeit aus verschiedenen Gründen Verschiebungen, berichtet der Manager. "Während hier insgesamt das Vor-Pandemie-Niveau noch nicht wieder erreicht wurde, sind doch aus einigen Regionen wie dem Mittleren Osten, Südostasien und Indien bereits jetzt wieder deutlich mehr Gäste in unserem Village zu zählen. Wir erwarten, dass spätestens 2024 die Touristenzahlen die Zahlen aus 2019 übertreffen." Einerseits, weil Ingolstadt ein starker Wirtschaftsstandort mit Sogwirkung sei, andererseits wegen des neuen Kongresszentrums, vermutet Singh. Und natürlich ziehe auch das Village an sich viele Gäste an – ein klein wenig mehr Frauen als Männer.
Dass sich das Ingolstadt Village so gut entwickelt, sieht Singh im kompletten Shopping-Erlebnis bergündet. Neben den Marken und Preisen käme auch das gastronomische Angebot sehr gut an. Im Ingolstadt Village gibt es zum Beispiel asiatische Fusionsküche, italienische Gerichte und einen Tee-Salon in einem der Pop-up-Stände. Wie Singh erzählt, seien sehr beliebt außerdem Dienstleistungen wie das "Personal Shopping" mit persönlicher Einkaufsberatung und das sogenannte "Hands-Free-Shopping", bei dem dem Kunden alle Einkaufstüten abgenommen und zum Auto gebracht werden.
Dabei muss man seine Einkaufstüten eigentlich gar nicht so weit tragen. Unmittelbar vor dem Ingolstadt Village befindet sich ein großer Parkplatz, der aktuell für die Besucherzahlen ausreiche, so der Manager. Für besonders starke Tage bestünde zusätzlich die Möglichkeit, große Parkplätze in der direkten Nachbarschaft an zu mieten.