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Mehrzweckhalle: Karlshuld startet Sanierung dank Fördermittel-Zusage

Karlshuld

„Schönes Geschenk“: Karlshuld kann mit der Sanierung der Mehrzweckhalle starten

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    Das lange Warten hat ein Ende: Nach der Zusage der Fördermittel kann die Sanierung der Mehrzweckhalle in Karlshuld starten.
    Das lange Warten hat ein Ende: Nach der Zusage der Fördermittel kann die Sanierung der Mehrzweckhalle in Karlshuld starten. Foto: Andrea Hammerl

    Ein paar Tage sind es noch bis Weihnachten. Doch beim Karlshulder Gemeinderat schaute das Christkind schon am Montagabend mit einem vorzeitigen Geschenk vorbei. „Vor Kurzem kam der Förderbescheid der Regierung von Oberbayern, wir können also endlich mit der Sanierung der Mehrzweckhalle starten“, verkündete Bürgermeister Michael Lederer (FW) sichtlich erfreut in der letzten Sitzung des Gremiums in diesem Jahr. Bereits im Februar soll der Startschuss für die Arbeiten fallen. Warum es so lange gedauert hat und mit welcher Fördersumme die Donaumoosgemeinde für die Sanierung der Halle rechnen kann.

    Vor 30 Jahren wurde die Mehrzweckhalle im Herzen der Gemeinde gebaut und wird seither nicht nur von Schule und Sportvereinen fleißig genutzt, sondern beispielsweise auch von anderen Vereinen für Veranstaltungen. Doch nach drei Jahrzehnten entspricht die Halle nicht mehr dem Zeitgeist, den Anforderungen in Bezug auf Technik, Dämmung, Brandschutz oder auch der Barrierefreiheit. Hinzu kommt das Platzproblem mit Blick auf die Ganztagsbetreuung, auf die Eltern ab dem kommenden Jahr einen rechtlichen Anspruch haben. Hierfür hat die Schule nicht ausreichend Kapazitäten. Also bleibt nur der Weg der Sanierung, denn Neu- oder Anbau sind zu teuer, wie Bürgermeister Lederer bereits vor zwei Jahren im Gemeinderat erläuterte. Und genau für diesen Weg der Sanierung entscheid sich schließlich das Gremium und verabschiedete im Sommer dieses Jahres einen entsprechenden Bauantrag - und seither hieß es Warten, denn die Bearbeitung der Förderanträge stockte.

    Karlshuld erhält acht Millionen Euro Fördermittel für die Mehrzweckhalle

    Rund 10,8 Millionen Euro wird die Ertüchtigung der Halle kosten, eine Summe, die die Gemeinde nur mit entsprechenden Fördergeldern stemmen kann. Also wurden mehrere Töpfe von Freistaat und Bund angezapft, wie der Rathauschef erklärte. Die Zusagen seien längst im Rathaus eingetrudelt, nur auf die Bescheide habe man bislang vergeblich gewartet. Gebremst hätten den Vorgang unter anderem Kollisionen von Fördermitteln des Bundes und des Freistaats, „außerdem haben wir auch einmal alle Pläne über den Haufen geworden“, sagte Lederer. War zunächst nur die Sanierung der Halle der geplant, kam dann noch die Offene Ganztagsschule hinzu, „wofür entsprechend neue Unterlagen eingereicht werden mussten“. Nun seien aber alle Bremsen gelöst und die Gemeinde kann sich über eine „hübsche Summe an Fördergeldern in Höhe von rund acht Millionen Euro freuen“.

    Etwa zwei bis zweieinhalb Jahre wird die Sanierung der Halle dauern. „Im Februar 2026 wollen wir starten, bis dahin sollen nun intensive Gespräche und Abstimmungen, unter anderem mit dem Gemeinderat und den Architekten laufen“, so Lederer. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Sanierungs-Arbeiten im September 2028 abgeschlossen sein. Die Ganztagsbetreuung, die der Neuburg-Schrobenhausener BRK-Kreisverband übernimmt und die sich künftig im Obergeschoss der Halle befinden soll, „würden wir gerne zum 1. September 2026 mit einer Übergangslösung starten“. So soll die Mittagsbetreuung in die Offenen Ganztagsschule integriert werden und in der Schule stattfinden. „Nach Gesprächen mit dem Rektor der Maurus-Gerle-Schule werden entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt“, sagte Lederer und ergänzte: „Alle Mitarbeiterinnen werden auch vom BRK übernommen“, betonte Lederer.

    Hort-Aus in Karlshuld: Spätestens in vier Jahren nur noch Offene Ganztagsschule

    Parallel soll der Hort auslaufen. Wie der Bürgermeister weiter ausführte, sollen dort ab nächstem Jahr keine Kinder mehr aufgenommen werden. „Wir lassen den Hort, der tatsächlich die teuerste Form der Betreuung ist, auslaufen und spätestens in vier Jahren gibt es dann nur noch die Offenen Ganztagsschule.“ Reinhard Schläfer (FW) wollte hierbei wissen, ob es denn schon eine Kostenübersicht des BRK-Kreisverbands für die Übernahme der Ganztagsbetreuung gibt. „Es gibt noch keinen Vertrag, sondern bislang nur einen Grundschatzbeschluss, dass wir zusammenarbeiten möchten“, antwortete Lederer. Eine genaue Aufstellung der Kosten komme noch.

    „Das ist wirklich ein schönes Geschenk, dass wir hier vor Weihnachten bekommen haben“, sagte Vize-Bürgermeister Werner Hecht (FW). Dem stimmten auch die anderen Gemeinderäte sowie der Rathauschef zu. „Ich war ja oft kritisch, weil es doch so lange gedauert hat“, sagte Lederer. Doch das Warten habe sich nun mit Blick auf die Höhe der zugesagten Fördermittel „definitiv gelohnt“.

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