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Neuburg: Ein neuer Besitzer für den alten Pulli: erste Kleidertauschparty in Neuburg

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Ein neuer Besitzer für den alten Pulli: erste Kleidertauschparty in Neuburg

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    Vivienne Kleinschmidt (links) und Lea Ederer (rechts) haben am Samstag die erste Kleidertauschparty an der THI in Neuburg organisiert.
    Vivienne Kleinschmidt (links) und Lea Ederer (rechts) haben am Samstag die erste Kleidertauschparty an der THI in Neuburg organisiert. Foto: Elisabeth Sutner

    Der Anbau von Baumwolle verbraucht eine große Menge an Wasser. Für die Herstellung eines T-Shirts werden zwischen 2000 und 20.000 Liter Wasser genutzt. Das entspricht etwa zehn bis 100 Badewannen voll. Der Verbrauch beginnt bereits mit dem Anbau, die meisten Baumwollplantagen sind in eher trockenen Regionen der Erde, daher muss häufig künstlich bewässert werden. Zusätzlich verschluckt der Färbe- und Bleichprozess ebenfalls eine große Menge an Wasser. Doch nicht nur der hohe Wasserverbrauch, sondern auch der Einsatz von Pestiziden und häufig von Kinderarbeit machen den Anbau von Baumwolle zu einem ressourcenintensiven Produkt.

    Um dem Überkonsum von Kleidung entgegenzuwirken und ein größeres Augenmerk auf Nachhaltigkeit zu legen, haben Vivienne Kleinschmidt und Lea Ederer die erste Kleidertauschparty in Neuburg organisiert. Beide studieren Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement an der THI in Neuburg

    THI Campus Neuburg: Erste Kleidertauschparty gefeiert

    Die Idee hatten die Studentinnen unabhängig voneinander und haben sich über die Fachschaft ihres Studiengangs kennengelernt. Nach ein bisschen Organisation und Unterstützung von den Vereinen Our Future und Zero Waste Neuburg konnte die erste Kleidertauschparty jüngst am Campus in Neuburg stattfinden.

    Kleinschmidt ist 23 Jahre alt und kommt gebürtig aus Münster, nach Neuburg habe es sie wegen des Studiengangs verschlagen. Sie ist im dritten Semester und Mitglied bei Our Future, dem Nachhaltigkeitsverein der THI. Der Verein hat bereits Kleidertauschpartys in Ingolstadt organisiert aber auch Müllsammelaktionen am Uni-Gelände. 

    Ederer ist 21 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Fürth und auch sie hat sich bewusst für den Studiengang in Neuburg entschieden. Sie wohnt zusammen mit ihrem Freund in Neuburg und ist Mitglied bei Zero Waste Neuburg. Sie erzählt, sie sei eher durch Zufall zum Verein gekommen, aber seit einiger Zeit Mitglied. Inzwischen verwaltet sie die Social-Media-Kanäle des Vereins. 

    Zwei Studentinnen aus Neuburg organisieren Kleidertauschparty

    Für die Organisation der Kleidertauschparty haben die beiden jungen Frauen auch Unterstützung von außen bekommen. Etwa 30 Kleiderspenden haben sie in den vergangenen Tagen entgegengenommen. Zero Waste hat ihnen Kleiderstangen und anderes Equipment geliehen und fleißig Kuchen gebacken und Kommilitonen und Freunde halfen beim Aufbau und auch mit Kleiderspenden. Eine besondere Zielgruppe gibt es für die Kleidertauchparty prinzipiell nicht, aber da vor allem Studierende Kleidung abgegeben haben, konnten viele junge Leute bei der Veranstaltung fündig werden. Die Kleider, die nicht weiter getauscht werden konnten, werden von Kleinschmidt und Ederer an die Caritas in Neuburg gespendet. So bekommen alle Stücke die Chance auf ein weiteres Leben bei jemand anderem. 

    Ziel der beiden Studentinnen ist es, künftig alle paar Monate eine Kleidertauschparty auszurichten. Denn so können immer passend zum Saisonwechsel ungetragene Kleidungsstücke einen neuen Besitzer finden. Durch den Tausch können viele Ressourcen eingespart werden und doch ändert sich die Garderobe. 

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