Neuburg: Homeschooling: Auf diese Mebis-Alternativen setzen Schulen in Neuburg
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Homeschooling: Auf diese Mebis-Alternativen setzen Schulen in Neuburg
Es muss nicht zwingend Mebis sein. Neuburger Einrichtungen benutzen vermehrt andere Lernplattformen, um ihre Schüler zu unterrichten. Allerdings können auch diese anfällig sein, wie der erste Schultag nach den Ferien zeigt
Von Elisa-Madeleine Glöckner|11.11.23 - aktualisiert:
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Wegen der anhaltenden Pandemie werden Schüler nur aus eine Notbetreuung findet statt. Foto: Caroline Seidel, dpa (Symbolfoto)
Wenn der Schulbesuch coronabedingt ausfällt, soll das Internetportal Mebis einspringen – wenn es denn funktioniert. Viele Lehrer haben indes Alternativen für ihre Schüler geschaffen. Doch auch die sind längst nicht immer zuverlässig. Das zeigt der erste Schultag nach den Winterferien.
Unterricht: Am Descartes-Gymnasium in Neuburg arbeiten Lehrkräfte mit dem Schulmanager
Am Descartes-Gymnasium in Neuburg verwenden nur einzelne Pädagogen die Lernplattform Mebis – und das auch nur sporadisch. Grundsätzlich setzt die Schule seit dem Frühjahr 2020 auf den sogenannten Schulmanager. Ein System, das ganz ordentlich funktioniere, sagt Direktor Peter Seyberth. Die Bedienung sei einfach, das System intuitiv. „Wir haben bisher gute Erfahrungen mit dem Schulmanager gemacht – sofern er denn einmal läuft.“
Das Descartes-Gymnasium setzt auf den Schulmanager, um Schüler digital zu unterrichten. Foto: Norbert Eibel (Archiv)
Denn zum Schulbeginn kam der Manager nur holprig in Gang. An solchen Tagen wie diesem, in Stoßzeiten, erklärt der Schulleiter, gehe der Server wohl in die Knie. Kurzfristig ausweichen auf andere Tools und Verkehrswege sei nicht praktikabel. Was also tun, wenn nichts funktioniert? „Warten“, meint der Schulleiter. „Normalerweise ist es nach ein paar Stunden getan.“ Und das System funktioniert.
Reibungsloser verlief der Schulbeginn für die Maria-Ward-Realschüler. Ebenfalls seit dem Frühjahr 2020 greift man hier auf die Software Microsoft Teams zurück, was damals vom Schulwerk empfohlen wurde. Das System vereine mehrere Applikationen, erzählt Schulleiter Heribert Kaiser. „Man kann den Unterricht zum Beispiel streamen, Aufgaben verteilen und diese Aufgaben korrigiert wieder zurückgeben.“ Mebis sei damals deshalb kaum Option gewesen. Zum Glück, so scheint es. Denn zur Mittagszeit am ersten Tag nach den Ferien habe es keine Unregelmäßigkeiten gegeben.
Wie Ilse Stork erzählt, könnten Lehrkräfte der Schulen im Gebiet des Schulamts Mebis technisch nutzen. Insgesamt klappe das gut, sagt die Schulamtsdirektorin. Doch sei die Vorgabe des Kultusministeriums am ersten Schultag nach Ferienende gewesen, dies eher zurückhaltend zu tun. Neben alternativen Plattformen wie BigBlueButton setzen die Schulen außerdem auf die Möglichkeit der Dienst-Emails, um Arbeitsaufträge an die Kinder und Jugendlichen zu verschicken. Von den Eltern sei dazu bisher positive Resonanz zurückgekommen.
Notbetreuung und Distanzunterricht: Neuburger Lehrer sind durch die Pandemie mehrfachbelastet
Gleichzeitig hatte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo die Einrichtungen aber angewiesen, den analogen Weg zu bedienen. Zumal einige Haushalte digital weniger gut aufgestellt seien als andere, sagt Ilse Stork. „Also packen unsere Lehrkräfte Lehrpakete zusammen, die dann von den Eltern abgeholt werden können.“
Lehrer sind es auch, die durch die aktuelle Lage ohnehin mehrfachbelastet sind. „Es ist eine große Herausforderung.“ Einige müssten an manchen Tagen neben dem Distanzunterricht auch die Notbetreuung stemmen. Ferien? Gab es wegen der Vorbereitungszeit kaum. „Sie leisten gerade wirklich viel.“