Wenn alles nach Plan verläuft, wird es voraussichtlich im Sommer 2027 ein drittes Ärztehaus vor den Toren Nördlingens geben. Am Mittwochnachmittag fand in der Würzburger Straße auf dem Gelände zwischen der Bahnlinie und dem Autozubehörhändler Heinzmann der Spatenstich für das neue Projekt statt.
Bauherrin ist die Fertl Vermögensverwaltung GmbH & Co KG mit Geschäftsführer Marcel Fertl als Investor an der Spitze. In das neue, nach modernsten Maßstäben gestaltete Gebäude werden als Hauptmieter neben der Hausarztpraxis Dr. Völkl, das Sanitätshaus Feix und die Ergotherapie Gantze einziehen.
Ärztehaus in der Würzburger Straße in Nördlingen soll runde Ecken haben
Architekt Wolfgang Stark vom Büro Stark & Schneider sprach von einer einzigartigen Bauweise des künftigen „Medicenters“, dessen Ecken rund sein werden, ganz dem Slogan der Stadt Nördlingen entsprechend. Groß geschrieben werde bei dem Projekt das Thema Nachhaltigkeit - sowohl in der Bauweise, als auch beim Energiekonzept für Heizung, Lüftung und Sanitär. Ebenso nachhaltig gestalte sich das Design des Bauwerkes. Einen besonderen Dank richtete der Architekt an die Stadt Nördlingen mit Oberbürgermeister David Wittner an der Spitze, der sich Stark zufolge persönlich in den langwierigen Prozess des Genehmigungs- und Bebauungsplanverfahrens eingebracht habe.
OB Wittner bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Baustein für die Zukunft der Stadt. Eine gute medizinische Versorgung gebe es nicht mehr von selbst. Sie müsse inzwischen aktiv gestaltet werden, weshalb der Spatenstich so wichtig sei. „Mit dem neuen Ärztehaus entsteht in der Würzburger Straße ein moderner Gesundheitsstandort.“ Das Konzept stehe auch für das, was heutzutage benötigt werde: barrierefreie Zugänge, kurze Wege und abgestimmte Abläufe. Für die Patientinnen und Patienten bedeute das gleichzeitig ein Mehr an Qualität.
Gemeinschaftspraxis Völkl zieht in Ärztehaus an der Würzburger Straße
Der OB ließ nicht unerwähnt, dass das Grundstück in einem Überschwemmungsgebiet liege. Es könne aber dennoch bebaut werden, weil eine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung vorliege sowie zusätzliche Ausgleichsflächen zur Verfügung stünden. Sebastian Völkl dankte Wittner ebenfalls für die Unterstützung der Stadt, „die uns von Anfang an nie Steine in den Weg gelegt hat“. Ihm und seiner Mutter sei es sehr wichtig, dass Menschen in der Region weiterhin gut medizinisch versorgt würden. Dr. Claudia Völkl verwies auf ihre mittlerweile 36-jährige Praxistätigkeit in Nördlingen. Sie habe nach wie vor viel Spaß an ihrer Arbeit, weshalb es für sie beruflich auch am neuen Standort weitergehe. Das Konzept des neuen Ärztehauses nannte sie einen „Hammer“. Es würden Arbeitsplätze geschaffen, an denen man sich wohlfühlen könne.
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