Am Samstag vor dem 1. Advent präsentierte die Liselotte-Nold-Schule in ihren Räumen ihr Ausbildungsangebot von Kinderpflege über Generalistik und Pflegefachhilfe bis zu Ergotherapie. Anfang der 60er Jahre hatten Friedrun Meyer, die spätere Schulleiterin, und Frauen der Nördlinger Kirchengemeinde die Idee zu einer Kooperation entwickelt: Man wollte sich gemeinsam für soziale Projekte engagieren. Das Ergebnis war ein Basar, der immer zum 1. Advent stattfand. Zunächst ging der Erlös an die Lambarene-Station von Albert Schweitzer, später unterstützte man die Arbeit des Friedensdorfes Oberhausen. Heute dient der Tag der offenen Tür als Berufsmesse. In der adventlich gestalteten Cafeteria wurden die Besucher mit allerlei Back- und Kochwerk verwöhnt. Jeder, der durchs Haus wanderte, konnte die Vielfalt der Methoden und Inhalte erleben, die die angebotenen Ausbildungen vermitteln: Papier-Upcycling, Wollwerkstatt oder Geschmacksbildung für Kinder demonstrierten die handwerklichen Aspekte der Ausbildungen, Assessments und Testverfahren der Ergotherapie die intellektuellen. Wer sich in den Escaperoom der Pflege oder durch die Challenges der Kinderpflege wagte, durfte sich selbst testen. Auf der Bühne des Musiksaals wurde das Märchen vom Sterntaler erzählt. Das gibt sein letztes Hemd, ohne zu wissen, dass sich das lohnt. Selbstlos der Not der anderen zu begegnen, das ist Care-Arbeit nach evangelischem Profil. Und der Kreis zu den Anfängen dieses Tages schließt sich fast wunderbar.
Nördlingen
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