Nach einigen Jahrzehnten endet nun das Kapitel „Kloster Maria Stern in Nördlingen“, denn dieses wird in den kommenden Monaten endgültig aufgelöst. Bereits seit 1868 sind die Franziskanerinnen in der Neubaugasse in Nördlingen dabei, Gutes zu tun: unter anderem die Versorgung von Bedürftigen im Ersten und Zweiten Weltkrieg oder die Gründung und das Unterrichten in der Fachakademie sowie der Realschule. Doch diese Ära nimmt nun ein Ende: altersbedingt müssen die Schwestern in das Schwesternheim in Augsburg umziehen. Doch bevor das Kloster seine Türen endgültig schließt, ist noch einmal jeder zum „Klosterflohmarkt“ eingeladen. Der Flohmarkt wird am Samstag, 12. Juli, von 10 bis 17 Uhr in der Neubaugasse 5 auf dem Klostergelände stattfinden. Die Schwestern, die das Kloster in den vergangenen Jahren bewohnten, hätten einiges hinterlassen, erzählt Schwester Ludowika Lenz. Sie selbst ist erst im Dezember 2024 von Augsburg nach Nördlingen gezogen, um das Kloster aufzulösen. Von Kleinmöbeln und Schallplatten, über Blumentöpfe und Bücher sei eine Menge zurückgeblieben, die sie nun zum Verkauf anbieten möchten, schildert Lenz. Der Erlös ginge an Missionsprojekte in Basilien oder Mosambik. „In Mosambik arbeiten einige Schwestern in einem Familienzentrum. Dort sind viele Menschen sehr arm und bedürftig oder können sich das Schulgeld nicht leisten“. Diese Einrichtungen seien es wert unterstützt zu werden - „und wenn es nur ein paar Euro sind, die beim Flohmarkt zusammenkommen, kann damit jemandem geholfen werden“.
Nördlingen
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren