Ein Leben ohne Schmerzen führen - das ist etwas, das sich wohl alle Menschen wünschen. Doch in der Realität ist das eben häufig nicht der Fall. Während mancher vielleicht nur von gelegentlichen Kopfschmerzen geplagt ist, hat eine andere chronische Schmerzen. Genau jene Personen möchte die Deutsche Schmerzgesellschaft anlässlich des Aktionstags gegen den Schmerz ansprechen, der am 2. Juni stattfindet. Beraten wird dabei auch Dr. Dirk Boujong, der die Schmerztagesklinik am Nördlinger Stiftungskrankenhaus leitet.
Seit 15 Jahren findet die Aktion statt, immer am ersten Dienstag im Juni. Für Boujong ist sie von großer Bedeutung, um das Problem chronischer Schmerzen mehr in den Fokus zu rücken: „Es betrifft viele Menschen, aber sie kennen die Therapiemöglichkeiten nicht ausreichend.“ Genau darauf wolle man aufmerksam machen und deshalb beteiligt sich Boujong als Gesprächspartner an der telefonischen Experten-Hotline. Dabei werde auch auf die Region des Anrufers geachtet - wer aus Bayern anruft, bekomme auch einen bayerischen Gesprächspartner, so Boujong. Denn man kenne sich im eigenen Bundesland ja besser aus und könne entsprechend auch besser weiterhelfen und schildern, an wen man sich wenden könne.
Zur Tagesklinik nach Nördlingen kämen die Menschen am häufigsten mit Rückenschmerzen, schildert Boujong, das sei zusammen mit Kopfschmerzen der häufigste Schmerz überhaupt. Andere hätten etwa mit andauernden Schmerzen nach Unfällen Probleme, die die Lebensqualität einschränken. Nicht nur hier solle der Schmerztag ansetzen und auf die chronischen Probleme aufmerksam machen. Patientinnen und Patienten können zwischen 9 und 18 Uhr unter 0800/1818120 bei der Hotline anrufen. (jltr)
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