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Michael Schumacher: Schumis Zustand: Das sind die gesicherten Fakten

Michael Schumacher

Schumis Zustand: Das sind die gesicherten Fakten

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    Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher liegt seit Ende Dezember 2013 im künstlichen Koma.
    Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher liegt seit Ende Dezember 2013 im künstlichen Koma. Foto: Jens Büttner (dpa)

    29. Dezember 2013 An diesem Tag wird bekannt, dass Michael Schumacher bei einem Skiunfall in den französischen Alpen schwer verunglückt ist. Er sei auf den Kopf gestürzt, bestätigt dessen Managerin Sabine Kehm am Nachmittag. Ihr zufolge war Schumacher bei seinem Unfall in Begleitung seines Sohnes und trug einen Helm.

    Schumacher schwebt  in Lebensgefahr

    Stichwort: Schädelhirntrauma

    Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat bei einem Skiunfall in Frankreich ein Schädelhirntrauma erlitten.

    Mit diesem Begriff bezeichnen Ärzte Schädelverletzungen, bei denen auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

    Häufig gehen damit eine Prellung oder Verletzung der Kopfschwarte und des knöchernen Schädels einher.

    Mediziner unterscheiden die drei Schweregrade «leicht», «mittelschwer» und «schwer».

    Folgen können beispielsweise Koma, Bewusstseinstrübung, Krampfanfälle oder Erbrechen sein.

    Kurz nach einem Schädelhirntrauma können auch geübte Mediziner die Folgen nur mit großer Ungenauigkeit abschätzen, heißt es in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie. Röntgen- und CT(Computer-Tomographie)-Aufnahmen des Patienten zeigen, ob und welche Regionen des Schädelinneren betroffen sind.

    Bei bewusstlosen Patienten müssen Blutungen im Schädel unterstellt werden, was die Sauerstoffversorgung des empfindlichen Hirns gefährdet - in solchen Fällen droht das Risiko bleibender Schäden.

    30. Dezember Vier Tage vor dem 45. Geburtstag des langjährigen Rennfahrers erklären die behandelnden Ärzte der Uniklinik Grenoble, der Zustand ihres Patienten habe sich verschlechtert und müsse als "sehr kritisch" und "außerordentlich ernst" bezeichnet werden. Schumacher habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und liegt im künstlichen Koma.

    Laut den Medizinern wäre er wohl noch am Unfallort gestorben, hätte er keinen Helm getragen. Der Leiter der Intensivstation der Uniklinik Grenoble, Jean-François Payen sagt, Schumacher habe im Gehirn "weitverbreitete Verletzungen" durch Blutergüsse und Prellungen erlitten. Die französischen Mediziner erklären, es sei noch zu früh, über die Chancen einer Genesung zu sprechen. Die französische Staatsanwaltschaft eröffnet ein Ermittlungsverfahren.

    1. Januar Nach 48 Stunden hat sich der Zustand von Schumacher zumindest stabilisiert. "Das ist für den Moment eine gute Nachricht. Ich betone: für den Moment", sagt Managerin Sabine Kehm. Der Familie gehe es sehr schlecht.

    6. Januar

    Reaktionen auf Schumachers schweren Unfall

    Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel: "Ich bin schockiert und ich hoffe, dass es ihm so schnell wie möglich wieder besser geht."

    Lukas Podolski, Fußball-Nationalspieler: "Werd bitte schnell wieder gesund...Nur das Beste, mein Freund."

    Boris Becker, Ex-Tennis-Champion: "Lasst uns alle beten für Michael Schumacher für eine vollständige und schnelle Genesung!!!"

    Dirk Nowitzki, NBA-Basketballstar: "Meine Gedanken sind bei Schumi."

    Sebastien Loeb, Rallye-Rekordweltmeister: "Jeder wünscht Michael Schumacher eine schnelle Genesung, ich bin mir sicher: Die Motorsportwelt wird heute Nacht schlecht schlafen."

    Martin Brundle, Ex-Formel-1-Pilot: "Komm Michael, gib uns eines deiner Rennen mit purem Quali-Speed, so wie du es immer gemacht hast. Du kannst es schaffen."

    Felipe Massa, Ex-Formel-1-Pilot: "Ich bete für dich, mein Bruder... Ich hoffe, Du erholst dich schnell!! Gott segne dich, Michael."

    Gut eine Woche nach dem schweren Skiunfall zeigt der siebenmalige Formel-1-Weltmeister leichte Zeichen der Besserung. Die Ärzte des Krankenhauses im französischen Grenoble gehen erstmals von einem geringfügig verbesserten Gesundheitszustand aus. Nach wie vor könne jedoch alles passieren, Schumacher schwebe weiterhin in Lebensgefahr. Die Ärzte und Schumachers Managerin Sabine Kehm unterstreichen, dass der Zustand des 45-Jährigen "nach wie vor als kritisch beurteilt" werde. Schumacher werde "kontinuierlich überwacht".

    8. Januar:

    Die französischen Ermittler präsentieren ihre Erkenntnisse nach dem schweren Skiunfall von Schumacher. Dabei können sie auch auf Bilder aus Schumis Helmkamera zurückgreifen. Erstmals wird offiziell bestätigt, dass der Helm, den Schumacher trug, beim Aufprall auf den Felsen zerbrach. Das zweiminütige Video aus seiner Helmkamera zeigt laut Staatsanwaltschaft, dass Schumacher in ganz normaler, nicht erhöhter Geschwindigkeit gefahren sei.

    30. Januar:

    Gut einen Monat liegt der siebenfache Champion Schumacher mittlerweile im Universitätsklinikum von Grenoble im künstlichen Koma. Seit kurzem, so bestätigt Managerin Sabine Kehm, würden die Narkosemittel reduziert, "um ihn in einen
    AufwachprozessManagerin: Schumacher wird aus künstlichem Koma geholt Skiunfall
    zu überführen, der sehr lange dauern kann".

    17. Februar:

    Der Rekord-Rennfahrer war laut Staatsanwaltschaft selbst schuld an seinem Sturz. Es war einfach "nur" ein tragischer Unfall, ohne jedes Fremdverschulden. Die Untersuchungen werden eingestellt.

    Seine Frau Corinna glaubt fest daran, dass er diesen Kampf gewinnen wird

    24. Februar:

    Fast zwei Monate nach seinem schweren Skiunfall in Frankreich wird Michael Schumacher nach wie vor langsam aus dem künstlichen Koma geholt. Die Aufwachphase werde "unverändert" durchgeführt, bestätigt Managerin Kehm. "Diese Phase kann lange dauern, was zu unserem Bedauern offenbar zu vielen Fehlinterpretationen führt", kommentiert sie.

    12. März:

    "Es gibt immer wieder kleine Anzeichen, die uns Mut machen", lässt Ehefrau Corinna durch Kehm mitteilen. "Aber wir wissen auch, dass wir geduldig sein müssen." Die Familie - Schumacher hat auch eine Tochter und einen Sohn - versuche, "alle Energien, die wir haben, Michael zukommen zu lassen". Sie glaubt fest daran, dass ihm das hilft und "er auch diesen Kampf gewinnen wird". Wie lange dieser Kampf dauert, spiele keine Rolle.

    3. April:

    Knapp 100 Tage nach seinem Skiunfall gibt es positive Signale von Schumacher. Demnach soll es sich um "merkliche Verbesserungen" bei Schumacher handeln, wie Managerin Kehm bestätigt.

    4. April:

    Michael Schumacher "zeigt Momente des Bewusstseins und des Erwachens". Das teilt seine Managerin Sabine Kehm in einer schriftlichen Stellungnahme mit. (AZ)

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