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  3. Polizeiruf 110 gestern - Kritik zu Frau Schrödingers Katze: Pressestimmen & Bewertung

Pressestimmen
21.06.2021

"Eigenwillig entschleunigt": Die Kritik zum "Polizeiruf 110"

Elisabeth Eyckhoff (Verena Altenberger) bringt Frau Schrödinger (Ilse Neubauer) von der Polizeiwache nach Hause: Szene aus dem Münchner "Polizeiruf 110" gestern.
Foto: Hendrik Heiden, BR/Geißendörfer Pictures

Mit "Frau Schrödingers Katze" ging der "Polizeiruf 110" in die Sommerpause. Ob es ein gelungener Abschied war, ist in den Pressestimmen umstritten. Die Polizeiruf-Kritik.

Im "Polizeiruf 110" gestern hatte es ein Ehepaar auf das Haus der alten Frau Schrödinger abgesehen - in München ein Millionenwert. Mit einer gefälschten Schenkungsurkunde wollten sie die Immobilie an sich reißen und auf den baldigen Tod der herzkranken Frau hoffen. Doch dann verschwand eines Tages die heiß geliebte Katze der alten Dame.

Die Folgen waren dramatisch, erst recht, weil es eine Tote gab. Ein verzwickter Fall, der Polizeioberkommissarin Elisabeth Eyckhoff (Verena Altenberger) keine Ruhe ließ - und dem Zuschauer einen ganz eigenwilligen Krimiabend bescherte. "Frau Schrödingers Katze" war sehr im Detail, hatte wenig Fahrt. In den Pressestimmen ist das Echo auf diesen "Slow-Krimi" sehr geteilt. Die Kritik zum Münchner "Polizeiruf 110" gestern.

Kritik zum "Polizeiruf 110" gestern: Wie ein Schmalspur-"Fargo"

Regisseur Oliver Haffner und Autor Clemens Maria Schönborn verhandeln in diesem ganz eigenwillig entschleunigten Fernsehfilm die Macht des Schicksals und, frei nach Heisenbergs Quantenmechanik, die These, dass eben doch alles mit allem verbunden ist. Der Tagesspiegel

"Frau Schrödingers Katze" wirkt nun über weite Strecken wie ein Schmalspur-"Fargo" mit viel zu viel Schwafelballast. Dann lieber 20 Minuten "Big Bang Theory". Und so schleppen wir uns leicht erschöpft in die große Sommerpause. Der Spiegel

Wer Spaß am Meta-Rätseln hat, kommt in "Frau Schrödingers Katze" schon auf seine Kosten. Der Rest bekommt von der Präzision, der Leichtigkeit und der Eleganz, (...) in einer schwarzen kriminellen Kettenreaktion Milieuporträt, Märchen, Physikphilosophie und Polizeifilm aufs Herrlichste leise ineinander verdreht werden, ein sagenhaftes Leuchten in die Augen. Welt

Elisabeth Eyckhoff (Verena Altenberger) hängt Katzensteckbriefe auf:
Foto: Hendrik Heiden, BR/Geißendörfer Pictures

Bewertung: "Spannend ist in diesem Polizeiruf nicht sehr viel"

Vor allem Altenberger und Neubauer trumpfen durch ein feingeistiges Schauspiel auf, das nuanciert und spannend wirkt. TV Spielfilm

Spannend ist in diesem Polizeiruf von Clemens Maria Schönborn (Drehbuch) und Oliver Haffner (Regie) nicht sehr viel, im Vergleich mit den ersten temporeichen Fällen mit Verena Altenberger ist er sehr entschleunigt, wirkt (...) wie ein Krimi aus den Achtzigern. Süddeutsche Zeitung

Drehbuchautor Clemens Maria Schönborn und Regisseur Oliver Haffner haben einen spannenden Krimi geschaffen, geradlinig erzählt, aber auch mit überraschenden Wendungen. dpa

 

Polizeiruf Kritik: "Frau Schrödingers Katze" als pausbäckige Boulevardkomödie

A bisserl mehr Tempo könnt' er haben, der "Polizeiruf" aus Minga, ansonsten aber passd's scho. ntv

Der Krimi hat offenbar den Anspruch eines Gemütsstücks. Doch wird er dabei zur pausbäckigen Boulevardkomödie. RedaktionsNetzwerk Deutschland

Ein sehr würdiger Saisonabschluss. Abendzeitung

Der "Polizeiruf 110" lockt regelmäßig Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese vier Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
6 Bilder
"Polizeiruf 110": Wer ermittelt wo?
Foto: Hendrik Heiden, BR/Geißendörfer Pictures

Kritik und Pressestimmen zu den letzten Polizeiruf-Folgen am Sonntag

Die Diskussion ist geschlossen.

21.06.2021

Hatte sich zu einer Milieu-Studie entwickelt und war trotz der "Entschleunigung" offenbar so interessant, dass meine Frau ihr sonstigen Lesen eingestellt hatte und stattdessen am Krimi hängen blieb.
Näher am Menschen und nachvollziehbarer wie viele anderen "Erzeugnisse" dieser Art, die oft eher Extreme darstellen, die es zwar gibt oder zumindest vorstellbar sind.
Dieser 110er scheint dennoch weit mehr Zuschauer fasziniert zu haben, gerade durch dieses Eintauchen in die Milieus.
Den meisten der Begeisterten dürfte die diversen Charaktere und deren Handlungen nur allzu bekannt vorgekommen sein, es könnte vorstellbar durchaus so in der eigenen Umgebung stattgefunden haben

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