Wintersportfans zieht es in den Faschingsferien auf die Pisten - und somit auf die Autobahnen. Vor allem bei den Hauptrouten in die und aus den Wintersportgebieten der Alpen ist laut ADAC mit einem Ansturm und langen Staus zu rechnen. Die Narren hingegen bevölkern zwar die Innenstädte der Karnevalshochburgen wie Köln oder Düsseldorf, dorthin zu fahren dürfte jedoch ohne Verkehrsprobleme gelingen. Das ist die Einschätzung von ADAC-Sprecher Otto Saalmann. Für den schnellen Start in den Urlaub hat der Fachmann Tipps parat.
Saalmann rät, die Reise nicht Freitagnachmittag oder Samstagvormittag anzutreten. Von Augsburg aus habe man Freitag gegen Mittag allerdings noch recht gute Chancen vor der Masse Richtung Berge zu fahren. Zwei Möglichkeiten sieht der ADAC-Sprecher für ein schnelleres Vorankommen am Samstag: „Entweder sehr früh fahren oder erst am späten Nachmittag dem Stau hinterherfahren.“ Er warnt davor, gegen acht Uhr oder neun Uhr zu starten, „denn da treffe ich mich mit vielen Urlaubern auf der Autobahn“.
Skifahrer nutzen die Faschingsferien gerne
Die Faschingsferien sind klassische Skiferien, daher wird es vor allem auf der A7 von Würzburg über Ulm nach Füssen Staus geben. Dort müssen sich die Urlauber laut Saalmann am Grenztunnel auf Wartezeiten einstellen. Ebenfalls stark befahren werde die A8 Stuttgart – München – Salzburg. Als weitere problematische Strecken im Süden nennt der ADAC in seiner Stauprognose die A3 Frankfurt – Würzburg – Nürnberg und die A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel und die A9 Nürnberg – München. Voll werden wird es außerdem auf der A 93 Inntaldreieck – Kufstein , der A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen sowie auf der A99 Umfahrung München.
Neben Bayern und Teilen Baden-Württembergs beginnen am Samstag auch in den Bundesländern Saarland und Hamburg die Ferien. Auch von dort werden sich die Skifahrer gen Süden aufmachen, sagt Saalmann. Im Ausland ist nach ADAC-Angaben ebenfalls mit längeren Fahrtzeiten in die und aus den Skigebieten zu rechnen. In Italien, Frankreich, Belgien und der Schweiz sind Ferien.
Bahnfahrt als Alternative - drohen Streiks?
Wer nicht im Stau stehen will, sollte die Bahn nutzen. Ein Streik der Lokführergewerkschaft GDL ist zwar noch nicht vom Tisch, aber die Deutsche Bahn will mit der GDL ab Montag wieder verhandeln. Sie forderte die GDL auf, sich einer Wiederaufnahme von Tarifverhandlungen nicht länger zu entziehen.
Zu Fasching erwartet die Wintersportler laut ADAC nur noch in den höheren Lagen der deutschen Alpen und Mittelgebirge sowie in den österreichischen Alpen ausreichend Schnee. In Frankreich und der Schweiz rechnet der ADAC ebenfalls mit guten Bedingungen.
Schneeketten nicht vergessen
Auch wenn kaum noch Schnee fällt, rät Saalman zur passenden Auto-Ausrüstung für die Berge: "Schneeketten sollten im Winter auf jeden Fall dabei sein." Allen, die spontan über Fasching wegfahren und Staus umgehen wollen, empfiehlt der ADAC-Sprecher Naherholungsgebiete. (mit dpa)