Elfmal läuft „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ diesen Dezember im deutschen Fernsehen. Das zeigt, wie beliebt die deutsch-tschechische Filmproduktion mit der ikonischen Titelmelodie aus dem Jahr 1973 immer noch ist. Darum hat sich wohl Amazon Prime für eine Neuverfilmung entschlossen, die pünktlich zu Weihnachten ab 20. Dezember exklusiv auf der Streamingplattform zu sehen ist.
In die Fußstapfen der tschechischen Hauptdarstellerin Libuse Safrankova, die im Juni diesen Jahres mit 68 Jahren gestorben ist, tritt die Norwegerin Astrid Smeplass.
Astrid Smeplass wurde durch Castingshow "Norwegian Idol" bekannt
Als Popsängerin ist die 25-Jährige – besser bekannt als Astrid S. – in Norwegen ein Superstar. Bekannt wurde sie durch eine Castingshow: Mit nur 16 Jahren nahm Smeplass an „Norwegian Idol“ – eine Art norwegisches DSDS – teil und schaffte es auf den fünften Platz. Vor der Show habe sie nicht wirklich Musik gemacht, erzählte sie in einem Interview. Sie spielte lieber Fußball. Durch „Norwegian Idol“ entdeckte sie jedoch die Musik als Leidenschaft. Ein Jahr nach der Sendung schmiss sie die Schule hin und zog vom Land nach Oslo, um eine Musikkarriere zu starten. Sie habe zwar keinen Abschluss, was in Norwegen etwas verpönt sei, doch sie habe die Entscheidung nie bereut.
Immerhin ist sie musikalisch sehr erfolgreich. Astrid S., die Piano und Gitarre spielt, schreibt und produziert ihre Lieder selbst. In ihren Musikvideos führt sie selbst Regie. 2020 erschien ihr erstes Studioalbum „Leave it beautiful“. In ihrem Heimatland wurde sie kürzlich zum „Artist Of The Year“ gewählt. Die hübsche Blondine pflegt in den Sozialen Medien den Kontakt zu ihrer Fangemeinde: Auf TikTok unterhält sie regelmäßig mit Videos, auf Instagram informiert sie knapp 600.000 Menschen über ihr Leben.
Smeplass entdeckt durch "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" die Liebe zum Schauspielen
Die Hauptrolle in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ergatterte sie als Quereinsteigerin ohne Schauspielerfahrung. Regisseurin Cecilie Mosli habe sie per SMS zum Casting eingeladen, wo sie überzeugte. Der Originalfilm sei einer ihrer Lieblingsfilme und – wie in Deutschland – Kult in Norwegen. Da sie keine Erfahrung hatte, sei sie zu Beginn nervös gewesen. Während der Dreharbeiten habe sie die Liebe zum Schauspiel entdeckt, auch wenn ihre Leidenschaft weiterhin die Musik sei.
Der kultige Originalfilm sollte nicht kopiert werden. Die neue Version von Amazon Prime sei moderner, es gebe mehr Action und besondere Einblicke in Norwegens Kultur und Landschaft. Die ist Astrid S. bestens bekannt. Aufgewachsen ist sie im Dorf Berkak in den Bergen etwa 80 Kilometer nördlich von Trondheim, wo die Landschaft einen Großteil des Jahres mit Schnee bedeckt und Skifahren ein beliebter Sport ist. Da im Heimatdorf des Popstars nur 900 Menschen leben, kennt man sich. Weihnachten verbringe sie wieder mit ihren Großeltern, Eltern und ihrem Bruder. Es gebe norwegisches Essen und sie gehen gemeinsam in die Kirche, wo Astrid S. traditionell ein Lied singt.