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Streaming-Highlights
02.12.2021

Serien-Highlights im Dezember: Sisi wird abgründig – und Lisi will sich rächen

Dominique Devenport und Jannik Schümann in der Neuauflage von Sisi.
Foto: RTL

Für Couch-Abende in der Corona-Zeit: Diese sechs Serien-Highlights starten im Dezember auf den Streamingdiensten und im Bezahlfernsehen.

Corona und kein Ende: Die Pandemie schränkt das öffentliche Leben wieder stark ein – immerhin sorgen neue Serien für Abwechslung und Unterhaltung im Advent: Wir stellen die interessantesten Neuerscheinungen vor, die im Dezember bei Streaminganbietern oder im Bezahlfernsehen starten.

Die Wespe (ab 3. Dezember, Sky):

Spitze kleine Pfeile und ein rundes Brett: Darts ist zum Trendsport geworden. In dem tragikomischen Sechsteiler spielt Florian Lukas einen Dartprofi auf der Verliererspur, den trägen Eddie, der eines Tages seine Frau (Lisa Wagner), seinen Ruhm und seine Lizenz verliert. Der Underdog im speckigen Trainingsanzug zieht bei seinem Kumpel Nobbe (Ulrich Noethen) ein und will zurück an die Spitze, um seinem Kampfnamen „Die Wespe“ wieder Ehre zu machen. Mit genauem Blick fürs Kneipensport-Milieu inszeniert, ist die Serie zwar etwas überdeutlich auf Kultcharakter getrimmt, gleichwohl aber unterhaltsam.

And Just Like That… (ab 9. Dezember, Sky):

Die TV-Branche verwendet Superlative oft inflationär, hier jedoch handelt es sich tatsächlich um das Seriencomeback des Jahres: „Sex and the City“, die witzige und pikante US-Serie über die Abenteuer der New Yorker Kolumnistin Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) und ihrer Clique, kehrt unter neuem Namen auf den Bildschirm zurück. Die Fortsetzung des 2004 beendeten Erfolgsformats konzentriert sich auf Carrie, Charlotte und Miranda – nur Kim Cattrall als Erotomanin Samantha spielt nicht mehr mit. Über den Inhalt wurde im Vorfeld nichts bekannt, Fakt ist: Die Heldinnen sind um die 50 und haben andere Probleme als einst. Gerüchten zufolge haben sich Carrie und Mr. Big (Chris Noth) getrennt und stecken im Scheidungschaos.

Sisi (ab 12. Dezember, RTL+):

Viel geschmäht, viel geliebt: Die Sissi-Filme mit Romy Schneider sind bekannt für ihren opulenten Kitsch und ihr biederes Frauenbild. Nun gibt es eine neue Serie über Kaiserin Elisabeth von Österreich, und die will anders sein – gleich in der ersten Szene liegt die junge Heldin (Dominique Devenport) im Bett und befriedigt sich selbst. Solche Brüche mit dem süßlichen Filmklassiker gibt es etliche, neben nackten Brüsten wird nackte Gewalt gezeigt, etwa die blutige Niederwerfung ungarischer Revolutionäre. Doch auch wenn Elisabeth in dem Sechsteiler moderner und Kaiser Franz Josef (Jannik Schümann) abgründiger ist als in den Filmen der 50er Jahre, zweierlei bleibt: Die Bilder schwelgen in Roben, Rössern und Rubinen, und mit großen Emotionen wird nicht gegeizt.

American Rust (ab 15. Dezember, Sky):

Mit seinem Roman „American Rust“ sorgte Philipp Meyer 2009 für eine literarische Sensation: Das Buch beschreibt den Abstieg der amerikanischen Mittelschicht im „Rust Belt“ der USA, wo früher die Stahlindustrie blühte. Düster wie die Vorlage ist die Serienadaption, die in einer Kleinstadt in Pennsylvania spielt. Entlaubte Bäume säumen windige Straßen, Teenager trinken Dosenbier im Trailerpark, verhärmte Frauen schuften für wenig Geld. Jeff Daniels spielt den vom Schicksal gebeutelten Polizeichef Del Harris – als der Sohn seiner Freundin des Mordes an einem Ex-Polizisten bezichtigt wird, gerät er in einen Loyalitätskonflikt. Pluspunkt der Serie ist aber vor allem die Atmosphäre, weniger die Spannung.

The Discounter (ab 17. Dezember, Amazon Prime Video):

Ein schäbiger Billig-Supermarkt im Irgendwo: Im Mittelpunkt dieser erfrischend schrägen Mockumentary mit ihren 15 Minuten kurzen Folgen stehen die Mitarbeiter eines Discounters. Einige hangeln sich lustlos von einer Zigarettenpause zur nächsten, andere beklauen die Kunden, und der hektische Filialleiter (erinnert an den gestressten Bürochef Stromberg: Marc Hosemann) ist notorisch überfordert. Der unkonventionelle Arbeitsplatz-Spaß setzt mehr auf skurrile Szenen als auf pointierte Gags und ist gutes Futter für Fans der frechen Serie „jerks.“ mit Fahri Yardim und Christian Ulmen.

Kitz (ab 30. Dezember, Netflix):

Der Skiort Kitzbühel wird gerne auch das Aspen der Alpen genannt. Jeden Winter fallen Scharen betuchter Gäste hier ein, um in einer Riesensause viel Geld zu verprassen – so will es zumindest das Klischee, und so will es auch diese Thrillerserie, in der die Dekadenz der feierwütigen Besucher auf die bodenständige Welt der Einheimischen trifft. Im Mittelpunkt steht die junge Lisi (Sofie Eifertinger) aus Kitzbühel, deren Bruder ein Jahr zuvor bei einem Unfall gestorben ist – sie gibt der Münchner Clique die Schuld, mit der er Kontakt hatte. Als das Partyvolk zu Silvester wieder nach Kitz kommt, will sich Lisi rächen, doch ihr Plan eskaliert.

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