Für Landwirtinnen und Landwirte ist die Mahd im Frühjahr eine wichtige und anstrengende Zeit. Doch für Rehkitze und andere Tiere kann sie geradezu lebensgefährlich sein, denn sie sind für die Landwirtinnen und Landwirte im hohen Gras oft nicht zu erkennen. Rehkitzretter suchen deshalb frühmorgens die Felder ab, um die jungen Tiere vor dem Tod durch den Mähdrescher zu retten. Seit einigen Jahren werden sie dabei durch Drohnen unterstützt, mit denen sie die Felder mit Wärmebildkameras absuchen. Im vergangenen Jahr wurden so mindestens 22.435 Rehkitze gerettet. Weil nicht alle Jagd- und Wildtierschutzvereine ihre Zahlen melden, könnten es sogar noch mehr sein.
Drohnen stellen bei der Rehkitzrettung die beste Methode dar, weil sie die jungen Tiere deutlich schneller und verlässlicher erkennen. Doch Drohnen sind teuer. Unter dem ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) wurde deshalb ein Förderprogramm ins Leben gerufen. In diesem Jahr setzt Alois Rainer (CSU) das Programm fort und stockt die Fördersummen von 1,5 auf 2,5 Millionen Euro auf.
Rettung durch Drohnen: Zehntausende Rehkitze konnten gerettet werden
„Jedes Jahr fallen Rehkitze und andere Wildtiere der Mahd zum Opfer – doch das muss nicht sein. Mit unserer Drohnenförderung ermöglichen wir effektive Hilfe. Neben Jäger- und Hegegemeinschaften sind es vor allem Ehrenamtliche, die in den frühen Morgenstunden Wildtiere retten“, sagte Rainer.
Rehkitze sind im Frühjahr besonders gefährdet, da ihre ersten Lebenswochen in die Mähperiode fällt. Weil die Tiere im hohen Gras vor Fressfeinden besonders gut geschützt sind, werden sie hier von ihren Müttern häufig in den dichten Wiesen auf landwirtschaftlichen Flächen versteckt. Wenn den Tieren Gefahr droht, bleiben sie reglos am Boden liegen. Neben Rehkitzen wurden mit den Wärmebildkameras weitere Tiere gerettet, darunter Junghasen, Vogelgelege, Hirschkälber und Igel.
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