Die jüngsten Veröffentlichungen rund um die Epstein-Akten sorgen erneut für erhebliche Unruhe innerhalb der britischen Monarchie. Millionen Seiten an Dokumenten aus den USA haben neue Vorwürfe und politische Diskussionen ausgelöst. Der Skandal überschattet seit Wochen öffentliche Termine der Royals. Erst Anfang Februar hatte der jüngste Bruder von König Charles III., Prinz Edward, betont, es sei „äußerst wichtig“, dass die Opfer nicht vergessen werden. Zur Überraschung der Royal-Fans haben sich nun auch Prinz William und Prinzessin Kate geäußert – wenn auch über ihren Sprecher.
Erstes Statement im Epstein-Skandal: William und Kate zeigen sich „zutiefst besorgt“
Ein Sprecher des Kensington Palasts erklärte laut der internationalen Nachrichtenagentur Reuters am 9. Februar, William und Kate seien „zutiefst besorgt über die anhaltenden Enthüllungen“. Ihre Gedanken blieben auf die Opfer des Skandals fokussiert. Es ist das erste offizielle Statement des Paares zu dem Komplex, der durch die Veröffentlichung umfangreicher US-Unterlagen erneut an Dynamik gewonnen hat.
Die Erklärung erfolgte unmittelbar vor Beginn von Williams dreitägiger Reise nach Saudi-Arabien. Laut dem People Magazine wurde die Positionierung offenbar bewusst vor dem diplomatischen Besuch bekannt gemacht.
Epstein-Skandal erschüttert die Royals: Titelverlust und Umzug für Ex-Prinz Andrew
Im Zentrum der erneuten Debatte steht weiterhin Andrew Mountbatten-Windsor, Williams Onkel und zweitältester Sohn der verstorbenen Königin Elizabeth II.. In den neu veröffentlichten Dokumenten finden sich laut Guardian weitere Vorwürfe im Kontext seiner früheren Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Unter anderem geht es dem Bericht zufolge um zusätzliche Anschuldigungen zu angeblichen Begegnungen sowie um Vorwürfe, vertrauliche Berichte aus seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter weitergegeben zu haben. Andrew Mountbatten-Windsor bestreitet allerdings jegliches Fehlverhalten.
Der frühere Herzog von York hatte sich bereits 2019 aus seinen öffentlichen Aufgaben zurückgezogen, nachdem ein BBC-Interview über seine Beziehung zu Epstein massive Kritik ausgelöst hatte. Im Januar 2022 entzog Königin Elizabeth II. ihm militärische Titel und Schirmherrschaften, nachdem ein US-Gericht seine Bemühungen abgelehnt hatte, eine Klage von Virginia Giuffre abweisen zu lassen. 2022 einigte sich Andrew außergerichtlich mit Giuffre. Im vergangenen Jahr verlor er zudem seine verbliebenen Titel und Ehrenrechte. Auch aus seinem Anwesen, der Royal Lodge, musste der frühere Herzog ausziehen.
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