Die Schlangenplage auf den Balearischen Inseln hat jetzt den Ballermann erreicht: Am berühmten Strand Playa de Palma auf Mallorca sorgte kürzlich eine Hufeisennatter für Aufregung. Hufeisennattern sind zwar nicht giftig, wer sie allerdings bedrängt, kann gebissen werden. Was durchaus unangenehm ist. Die wichtigste Regel lautet deshalb: nicht anfassen, nicht für ein Selfie näher ran. Sondern: Die Behörden alarmieren.
Manche Exemplare werden bis zu zwei Meter lang
Auf den Nachbarinseln Ibiza und Formentera breiten sich eingeschleppte Nattern bereits seit Jahren bedenklich aus. Von Ibiza, wo sich vor allem die Hufeisennatter breitgemacht hat, berichten Forscher von Exemplaren, die eine Länge von bis zu zwei Metern haben. Auf Formentera macht den Behörden die Treppennatter zu schaffen. Die Reptilien werden besonders den Pityusen-Eidechsen zum Verhängnis. Für Biologen sind diese ein Schatz, für die Inseln ein Symbol – für die Schlangen Futter. Das Problem: Die Pityusen-Eidechse lebte nahezu ohne natürliche Feinde. Durch die Nattern erlitt die Population einen drastischen Rückgang. Die Pityusen-Eidechse könne bald vollständig von Ibiza verschwinden, warnt das Forschungszentrum Creaf.
Sie frisst Insekten, verbreitet Samen, hilft bei der Bestäubung: Damit übernimmt sie für das Ökosystem eine wichtige Rolle. Verschwindet sie, kann sich das Gleichgewicht verschieben. Die balearische Regionalregierung spricht von einer Katastrophe. Mit Fallen versucht man nun, die Ausbreitung der Nattern zu bremsen.
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