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So könnte Ultraschall Millionen Igel vor dem Tod durch Autos oder Mähroboter retten

Oxford

Rettet die Igel: Wie Ultraschall Igel schützen kann

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    Der Braunbrustigel Max wurde von einem Rasenmähroboter aufgeschlitzt. Der Igelhilfeverein aus dem Landkreis Neu-Ulm pflegte ihn gesund.
    Der Braunbrustigel Max wurde von einem Rasenmähroboter aufgeschlitzt. Der Igelhilfeverein aus dem Landkreis Neu-Ulm pflegte ihn gesund. Foto: Dominik Thoma (Archivbild)

    Es gibt Hoffnung für die gefährdeten Igel. Allein in Deutschland sterben jährlich Hunderttausende im Straßenverkehr. Seit Oktober 2024 ist der Braunbrustigel auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Forschende der Universität Oxford haben nun das Gehör europäischer Igel untersucht. Sie wollten eine Möglichkeit finden, um die Tiere vor Autos und Mährobotern zu schützen. Die Studie, die im Fachjournal „Biology Letters“ erschienen ist, liefert Anlass für Zuversicht.

    Braunbrustigel hören höhere Töne als Katzen

    Der Lebensraum und das Nahrungsangebot der Igel schwinden. Als wäre das nicht genug, ist ihr Überlebensinstinkt gegen die menschengemachten Gefahren ungeeignet. Sich zu einer Stachelkugel zusammenzurollen, hilft den Tierchen nicht, wenn ein tonnenschweres Fahrzeug heranbraust oder sich im Garten ein rotierendes Messer auf Rädern nähert. Um unversehrt zu bleiben, müssten Igel die Gefahr rechtzeitig bemerken – und weglaufen anstatt sich einzuigeln.

    Die mögliche Lösung ist ein Abschrecksystem an Autos oder Mährobotern, das als eine Art „Ultraschall-Sirene“ funktioniert. Denn Igel können deutlich höhere Töne wahrnehmen als Menschen oder viele andere Tiere. Die Studie ergab: Braunbrustigel, die in Deutschland weitverbreitet sind, reagieren auf Töne bis zu 85 Kilohertz. Zum Vergleich: Menschen hören Frequenzen bis zu 20 Kilohertz. Katzen, die ein hervorragendes Gehör haben, bis zu 65 Kilohertz.

    Forschungen zur Entwicklung von „Igel-Sirenen“ sind derzeit geplant

    Die Studie zieht aus den Ergebnissen einen hoffnungsvollen Schluss: Es gebe Potenzial für die Entwicklung von Ultraschall-Abschrecksystemen, um Igel vor Gefahren auf der Straße oder im Garten fernzuhalten. Diese Geräte müssten an Autos oder Mährobotern angebracht werden und Töne erzeugen, die zwischen 65 und 85 Kilohertz liegen. Die Studie ist ein erster Schritt zum möglichen Schutz der bedrohten Art. Bislang ist ungeklärt, wie sich Igel in der Praxis verhalten würden, wenn sie die hohen Töne hören. Um das herauszufinden, sind weitere Forschungen und die Entwicklung solcher Ultraschall-Geräte geplant.

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