Die türkische Hafenstadt Alanya ist ein echter Touristenmagnet. Rund 4,5 Millionen Urlauber besuchten die Stadt laut Informationen des türkischen Fernsehsenders TRT Haber im Jahr 2023. Nun zeichnet sich aber eine Krise auf dem Tourismusmarkt ab. Rund 25 Hotels stehen in Alanya laut Informationen der türkischen Tageszeitung Hürriyet derzeit zum Verkauf. Was genau das für Türkei-Urlauber 2026 bedeutet, erfahren Sie hier.
Türkei-Urlaub: Warum verkaufen Betreiber aktuell ihre Hotels?
Die Gründe für den Hotel-Ausverkauf sind vor allem wirtschaftlich bedingt: stark gestiegene Energiepreise, höhere Personalkosten und zunehmende Ausgaben für Instandhaltung belasten die Branche massiv. Türkische Nachrichtenwebsites wie das Portal Büyük Alanya berichten zudem von Hotels, die zur Vermietung ausgeschrieben sind. Mehmet Dahaoğlu vom Alanya Tourismusverband ALTID bestätigt gegenüber Hürriyet, dass die Zahl solcher Angebote landesweit steigt. Er erklärt sich diese Entwicklung zum einen als eine Nachwirkung der COVID-19-Pandemie, sieht aber auch wirtschaftliche Schwankungen verantwortlich.
Die Situation treffe vor allem kleine und mittelgroße Hotels hart. Doch auch große Ketten versuchten durch Teilverkäufe liquide zu bleiben. Unter den angebotenen Betrieben finden sich auch Hotels, die bei europäischen Urlaubern besonders beliebt sind.
Übrigens: Auch Erdbeben haben in der Türkei zuletzt große Krisen ausgelöst.
Türkei im Jahr 2026: Worauf müssen Urlauber sich einstellen?
Was aber bedeutet diese Entwicklung konkret für Urlauber, die 2026 in die Türkei reisen wollen? Tatsächlich wird man sich auf einige Auswirkungen dieser Krise einstellen müssen:
- Die Inflation zwingt türkische Hoteliers dazu, ihre Preise anzuheben. Das Nachrichtenportal Turizm News berichtet, dass die Preise in Restaurants und Hotels im Juli 2025 rund 34 Prozent höher lagen als noch im Juli des Vorjahres. Touristen müssen sich womöglich auf höhere Reisekosten einstellen.
- Wenn Hotels den Besitzer wechseln oder geschlossen werden, können Reiseveranstalter gezwungen sein, Gäste umzubuchen. Es kann also passieren, dass man nicht in das Hotel kommt, in das man ursprünglich wollte.
- In beliebten Urlaubsregionen verringert sich wahrscheinlich die Auswahl an Hotels: Allein in der Provinz Antalya stehen nach Angaben von Büyük Alanya 172 Hotels zum Verkauf oder zur Vermietung. Das bedeutet: Manche Häuser könnten 2026 nicht öffnen oder während laufender Saison schließen. Frühbucher sollten daher besonders auf verlässliche Anbieter setzen, um im Falle einer Schließung das Geld zurückzubekommen.
- Die Krise kann laut Dahaoğlu für Urlauber tatsächlich sogar Vorteile bringen. Investoren kaufen momentan Hotels zu vergleichsweise niedrigen Preisen und investieren anschließend oft in Modernisierung. Wer sucht, könnte dadurch neu renovierte Anlagen entdecken, die früher nicht im eigenen Budget lagen.
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