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Türkei-Urlaub: Antalya verbietet Touristen jetzt diese Urlaubsfotos

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Türkei-Urlaub: Antalya verbietet Touristen jetzt diese Urlaubsfotos

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    Urlaubsfotos sind eine schöne Erinnerung. Aber je nach Region muss man die lokalen Vorschriften beachten.
    Urlaubsfotos sind eine schöne Erinnerung. Aber je nach Region muss man die lokalen Vorschriften beachten. Foto: Evaldas, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Antalya, im Südwesten der Türkei am Mittelmeer gelegen, ist ein beliebtes Reiseziel: Nach offiziellen Zahlen des türkischen Tourismusministeriums verzeichnete Antalya allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 14 Millionen internationale Gäste – vor allem bei Touristen aus Russland, Deutschland und Großbritannien ist die Region beliebt. Die Hoteliers berichten laut dem Reise-Branchenportal reisevor9.de von einer stabilen Buchungslage trotz geopolitischer Spannungen – auch weit über den Sommer hinaus. Das zeigt auch eine aktuelle Auswertung des Veranstalters TUI Deutschland: Demnach steht Antalya in den Herbstferien 2025 bei deutschen Urlauberinnen und Urlaubern auf Platz eins der beliebtesten Reiseziele – noch vor Mallorca und Kreta.

    Antalya steht wie kaum ein anderer Ort in der Türkei für das perfekte Urlaubsparadies: endlose Sandstrände, glasklares Wasser und Sonnenuntergänge, die wirken, als wären sie direkt einer Postkarte entsprungen. Doch nun sorgt eine neue Regelung in der beliebten Ferienregion für Gesprächsstoff – ein unerwartetes Fotoverbot, das so manchem Urlaubsschnappschuss ein Ende setzt.

    Fotoverbot im Urlaub in der Türkei – was steckt dahinter?

    Die beliebte Urlaubsregion Antalya hat ein neues Verbot eingeführt: Der Einsatz von Wildtieren – wie etwa Papageien – für Fotomotive mit Urlauberinnen und Urlaubern ist künftig untersagt. Das berichtet die Nachrichtenseite Hürriyet. Hintergrund war demnach ein Schreiben des Kultur- und Tourismusdirektors der Provinz Antalya, Candemir Zoroğlu. In dem Schreiben soll die Rede von einer zunehmenden Zahl an Beschwerden über den Einsatz von Wildtieren wie Papageien, Affen oder Leguanen zu touristischen Zwecken sein.

    Als Reaktion darauf hat die Generaldirektion für Naturschutz und Nationalparks im September 2025 beschlossen, die Nutzung sämtlicher Wildtiere für Foto-, Film- und Werbeaufnahmen zu verbieten. Das entsprechende Rundschreiben wurde an zahlreiche Hoteliers- und Tourismusverbände weitergeleitet.

    Die Behörden stützen das Verbot auf Berichte über Tierquälerei und illegale Tierhaltung. Zudem wird betont, dass Papageien, Affen und andere exotische Arten nach türkischem Recht als Wildtiere eingestuft sind und somit nicht zu kommerziellen Zwecken eingesetzt werden dürfen.

    Fotoverbot mit Wildtieren in Antalya: Kritik aus der Tourismusbranche

    Während Tierschützer das neue Verbot begrüßen, hagelt es Kritik aus der lokalen Wirtschafts- und Tourismusbranche. Laut dem Online-Reisemagazin Reisereporter waren über viele Jahre hinweg Fotos mit bunten Papageien fester Bestandteil des touristischen Alltags in Antalyas Ferienanlagen.

    In Antalya sind Urlaubsfotos mit Papageien, Affen und anderen Wildtieren jetzt verboten.
    In Antalya sind Urlaubsfotos mit Papageien, Affen und anderen Wildtieren jetzt verboten. Foto: Alinsa, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wie hurriyet.de berichtet, erklärte Halil Öztürk, Vorstandsmitglied der Handels- und Industriekammer von Antalya (ATSO), das neu eingeführte Verbot, Papageien für touristische Fotos in Hotelanlagen zu verwenden, könnte wirtschaftliche Verluste in Höhe von drei bis sechs Millionen Euro verursachen.

    Besonders betroffen seien dabei Fotografinnen und Fotografen, die sich auf Erinnerungsbilder innerhalb von Ferienresorts spezialisiert haben. „Das Verbot betrifft nicht nur einzelne Unternehmen – es trifft eine ganze Branche“, sagte Öztürk. Laut ihm kämpfe die Fotografiebranche ums Überleben. Der Einsatz von Papageien sei ein Mittel zum Beleben der Nachfrage gewesen, besonders bei Familien mit Kindern.

    Das Geschäftsmodell vieler Fotografinnen und Fotografen war bisher so, dass sie Flächen in Hotelanlagen mieteten und den Touristinnen und Touristen ihre Dienste mit Tiermotiven anboten. Den Tierschutz als Begründung für das Fotoverbot wies Öztürk laut hurriyet.de zurück: „Die Tiere werden nicht misshandelt. Sie stammen von Fachbetrieben, die sich um Pflege und Impfungen kümmern“, betonte Öztürk. „Es geht nicht um Wilderei oder Tierquälerei, sondern um Dienstleistung.“

    Was sollten Türkei-Urlauber in Antalya wegen des Fotoverbots beachten?

    Wer einen Urlaub in der Türkei – insbesondere in Antalya – plant, sollte beachten:

    • In Hotels oder Resorts sollten nach dem Verbot keine Fotoshootings mit Papageien oder ähnlichen Wildtieren mehr angeboten werden.
    • Wenn man vor Ort dennoch auf solche Fotoservices stößt, sollte man sich überlegen, ob man ein Angebot nutzen möchte, das gegen aktuelle Bestimmungen verstößt und bei dem Tiere möglicherweise nicht artgerecht gehalten werden.
    • Wer Fotos als Urlaubserinnerungen machen möchte, sollte auf klassische Motive zurückgreifen: Strand, Meer, Palmen, Blumen und Co.

    Unklar bleibt bislang, welche Konsequenzen drohen, wenn ein Anbieter dennoch dabei ertappt wird, entsprechende Fotos mit Papageien anzufertigen.

    Antalya verbietet Urlaubsfotos mit Papageien: Wie groß ist der Effekt?

    Auch, ob das neue Verbot letztlich den erhofften Effekt erzielt, bleibt abzuwarten, kommentiert das News-Portal watson.de. Für die bislang eingesetzten Tiere ändere sich durch die Regelung zunächst wenig – ihre Lebensumstände verbessern sich dadurch nicht automatisch. Dennoch könnte die Maßnahme langfristig zu einem Umdenken bei Touristen führen: Anstelle von inszenierten Tierfotos in der Hotelanlage greifen Familien künftig vielleicht lieber wieder zum klassischen Selfie am Strand.

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