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Warum sollte man das Auto nicht zu voll tanken? Diese teuren Schäden drohen

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Warum sollte man das Auto nicht zu voll tanken? Diese teuren Schäden drohen

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    Die Spritpreise sind gerade besonders günstig? Wer jetzt den Tank zu voll macht, riskiert Schäden am Auto.
    Die Spritpreise sind gerade besonders günstig? Wer jetzt den Tank zu voll macht, riskiert Schäden am Auto. Foto: Aleksandr, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wenn der Tank fast leer ist, führt kein Weg an der Tankstelle vorbei. Wer jedoch noch etwas Spielraum hat, sollte besonders bei hohen Spritpreisen den richtigen Moment abpassen: Eine ADAC-Untersuchung zeigte, dass es sich zum Beispiel abends deutlich günstiger tanken lässt als morgens. Wenn die Benzin- und Dieselpreise gerade niedrig sind, zieht es viele Autofahrer an die Zapfsäulen. Manch einer ist dann vielleicht versucht, über das bekannte „Klick“ der Zapfpistole hinaus weiterzutanken. Warum das keine gute Idee ist.

    Abschaltautomatik an der Zapfpistole: Was sagt mir das – und kann man noch weiter tanken?

    Wenn man tankt und die Zapfpistole klickt, ist das laut einem Bericht von Bayern 1 ein Sicherheitsmechanismus, der sicherstellen soll, dass der Tank nicht überfüllt wird. Das funktioniert so: Neben dem großen Rohr der Zapfpistole gibt es ein dünnes Röhrchen, das Benzindämpfe aus dem Tank absaugt und wieder in den Treibstoffkreislauf zurückführt. Das schützt die Umwelt und sorgt für Druckausgleich. Wenn dieses Röhrchen durch Kraftstoff verstopft, entsteht im System ein Unterdruck, der den Kraftstofffluss stoppt und die Pumpe automatisch abschaltet, sobald der Tank voll ist.

    Dass die Abschaltautomatik greift, muss allerdings nicht immer heißen, dass der Tank voll ist, erklärt Bayern 1. Es kann auch an zu schnellem Durchdrücken des Hebels an der Zapfpistole hängen, wodurch zu viel Kraftstoff auf einmal in den Tank gedrückt wird und es schäumt und spritzt. Oder Kraftstoff-Tropfen hängen an dem Fühlröhrchen. Dann hilft etwas Hin- und Herrütteln.

    Wenn der Tank aber tatsächlich voll ist, sollte nach dem typischen Klicken der Zapfpistole auch nicht weiter getankt werden. Erstens wird dadurch ein Überlaufen verhindert, was nicht nur schlecht für den Geldbeutel und die Umwelt ist, sondern laut tsg-solutions.com auch gefährlich wäre, da Diesel und Benzin brennbare Substanzen sind, die Brände und Explosionen auslösen können. Und zweitens: Selbst wenn der Sprit innerhalb des Autos bleibt, kann ein Übertanken zu teuren Schäden führen.

    Teure Schäden drohen: Warum sollte man das Auto nicht zu voll tanken?

    Wie die Automobilzeitschrift Auto, Motor und Sport berichtet, gibt es ein spezielles System in modernen Autos, das verhindert, dass Diesel- und Benzindämpfe entweichen. Dieses System nennt sich EVAP.

    Was ist EVAP?

    EVAP steht für „Evaporative Emission Control System“, was auf Deutsch Verdunstungs-Emissions-Kontrollsystem bedeutet. Es sorgt dafür, dass Dämpfe, die durch verdunstenden Kraftstoff entstehen, nicht in die Luft gelangen.

    Diese Technik ist Teil der Umweltnormen, die seit 2019 in der EU mit der Euro-6d-TEMP-EVAP-Norm verpflichtend sind und darauf abzielen, die Emissionen von Autos zu reduzieren – die nicht nur durch den Motor, sondern eben auch verdunstenden Kraftstoff entstehen.

    Bei Autos mit dieser Technik werden Benzindämpfe nicht über den Tankdeckel, sondern über eine separate Leitung abgeleitet. Ein Aktivkohlefilter speichert die Dämpfe, und wenn der Motor läuft, wird der Dampf bei den richtigen Bedingungen verbrannt. Manchmal helfen zusätzliche Pumpen, um den nötigen Unterdruck zu erzeugen.

    Die Automobilzeitschrift warnt: Wird der Tank zu voll, können neben den Dämpfen auch Flüssigkeiten in die Abluftleitung und den Filter gelangen. Das kann den Filter beschädigen und dafür sorgen, dass die Gase nicht mehr richtig abgeführt werden. Das führt zu Fehlermeldungen und möglicherweise zu Motorproblemen. In diesem Fall muss der Filter ausgetauscht werden, was teuer werden kann – je nach Aufwand können mehrere Hundert bis über 1000 Euro an Kosten entstehen, so Auto, Motor und Sport.

    Im Sommer gibt es derweil einen weiteren Grund, warum Autofahrer nicht bis zum Maximum volltanken sollten: Benzin und Diesel dehnen sich bei Hitze aus. Steigen die Außentemperaturen, erwärmt sich laut einem weiteren Bericht von Bayern 1 der Kraftstoff schnell, wodurch der Tank überlaufen könnte – im schlimmsten Fall könnte dies zu einem Brand führen. Deshalb empfiehlt Carsten Graf vom ADAC, im Sommer unbedingt mit dem Tanken aufzuhören, wenn die Tankpistole erstmals abschaltet – besser noch etwas früher.

    Übrigens: Mit dem Tanken müssen sich E-Autofahrer nicht herumschlagen – dafür müssen sie immer im Blick haben, ob es genügend Lademöglichkeiten auf ihrem Weg gibt. Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2030 deutlich voranzutreiben, hat die Bundesregierung die Initiative „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ ins Leben gerufen. Ziel ist ein flächendeckendes, schnelles und einfach zugängliches Netzwerk von Ladesäulen.

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