Insekten kommen in allen möglichen Farben, Formen und Größen vor. Laut naturdetektive.bfn.de, einem Portal des Bundesamts für Naturschutz, sind Insekten die mit Abstand artenreichste Tiergruppe und machen insgesamt rund drei Viertel aller Lebewesen auf unserem Planeten aus. Bislang wurden schon über eine Million verschiedene Insektenarten entdeckt. Die tatsächliche Anzahl könnte jedoch weitaus höher liegen. Dem Portal zufolge wird geschätzt, dass auf der Erde mehr als sechs Millionen verschiedene Arten von Insekten leben. 33.000 davon sind allein in Deutschland heimisch. Trotz dieser enormen Artenvielfalt haben Insekten jedoch ein gemeinsames Erkennungsmerkmal, mit dem sie leicht von anderen Krabblern zu unterscheiden sind: die Anzahl ihrer Beine. Doch wie viele Beine haben Insekten?
Seit wann gibt es Insekten?
Laut naturdetektive.bfn.de existieren Insekten bereits seit 350 Millionen Jahren. Während dieser Zeit haben sie sich immer weiterentwickelt und an die sich verändernden Klimabedingungen angepasst, sodass sie heute fast überall auf dem Planeten zu finden sind. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erklärt, haben Insekten die Luft, den Boden und das Wasser als Lebensraum erobert und kommen bis auf die Polargebiete und das offene Meer in allen Biotopen vor.
In der Natur erfüllen Insekten viele wichtige Aufgaben. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sind sie ein wichtiger Baustein in der Nahrungskette, indem sie vielen anderen Arten als Nahrungsgrundlage dienen. Daneben spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Neben Wildbienen übernehmen auch viele Schwebfliegen, Schmetterlingsarten, Fliegen, Käfer und Wespen diese Funktion. Bodeninsekten sind außerdem für den Abbau von organischer Substanz wichtig. Wer einem der zahlreichen Krabbler begegnet und sich nicht sicher ist, ob es sich dabei tatsächlich um ein Insekt handelt, kann diese Frage schnell anhand der Anzahl der Beine beantworten.
Insekten: So viele Beine haben die kleinen Tiere
Obwohl Insekten oft so unterschiedlich aussehen, haben sie doch eine Sache gemeinsam – ihren Körperbau. Wie der NABU auf seiner Webseite erklärt, bestehen Insektenkörper immer aus drei Teilen: dem Kopf, der Brust und dem Hinterleib. Daneben ist auch die Anzahl der Beine identisch: Alle Insekten haben sechs Beine. Laut Experten ist die Anzahl der Beine ein sicheres Merkmal, um ein Insekt als solches zu erkennen. Zählt man an einem Tier mehr als sechs Beine, handelt es sich demnach um kein Insekt. Die Beinanzahl grenzt sie unter anderem auch von Spinnentieren ab, die typischerweise acht besitzen.
Der detaillierte Körperaufbau der Insekten sieht laut NABU wie folgt aus: Die drei Beinpaare sitzen an den Segmenten der Brust. Im Hinterleib befinden sich die wichtigen Organe für die Verdauung sowie die Geschlechtsorgane. Am Kopf findet man die Sinnesorgane, wie etwa Augen und Fühler. Insekten sind wirbellose Tiere. Anders als der Mensch haben sie also kein Skelett. Stattdessen werden sie von einer dünnen Chitin-Schicht geschützt, die auch als Außenskelett bezeichnet wird. Ein Großteil der Insekten besitzt außerdem Flügel, die sich wie die Beine am Brustsegment befinden.
Auch interessant: Zwar haben Insekten Blut, dieses fließt jedoch nicht durch Adern und Venen und hat in den meisten Fällen keine rote Farbe.
So viele Beine haben Insekten: Gibt es Ausnahmen?
Ausgewachsene Insekten haben nach Angaben der verschiedenen Informationsportale immer sechs Beine. Einige Insektenarten durchlaufen jedoch verschiedene Entwicklungsstadien, bevor sie ihr endgültiges Aussehen erreichen, erklärt naturdetektive.bfn.de. Während manche Insekten nach dem Schlüpfen aus dem Ei bereits ihren Eltern ähneln, beginnen andere ihr Leben als Larven. Zu diesen Arten gehören unter anderem Schmetterlinge und Käfer. Nach dem Schlüpfen wachsen sie zunächst als Larven heran – Maden, Raupen oder Engerlinge –, bevor sie sich verpuppen und sich anschließend zum fertigen Insekt entwickeln. Dieser Prozess wird auch als Metamorphose bezeichnet.
Im Vergleich zu ihrer ausgewachsenen Form, sehen die Tiere als Larven gänzlich anders aus. Das gilt auch für die Beine. Eine Studie von Forschern der National University of Singapore (NUS) widmete sich etwa der Frage, weshalb Raupen vor ihrer Verpuppung über die zahlreichen extra Beine verfügen, auch „Probeine“ genannt. Laut dem NABU unterscheiden sich die Larven jedoch nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrer Lebensweise. Demnach kommen sie in anderen Lebensräumen vor und bevorzugen zudem andere Futterquellen. Erst nach der abgeschlossenen Verwandlung weisen sie die insektentypischen Merkmale auf – zu denen etwa ihre sechs Beine gehören.
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