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Zum Start der neuen „Tatort“-Saison: Das müssen Fans nun wissen

Tatort

Bringt die neue „Tatort“-Saison Abschiede ohne Ende?

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    Die Neuen in Frankfurt: Edin Hasanovic und Melika Foroutan müssen sich in ihrem ersten Fall als Ermittlerduo mit einem Serienmörder aus den 70er-Jahren befassen.
    Die Neuen in Frankfurt: Edin Hasanovic und Melika Foroutan müssen sich in ihrem ersten Fall als Ermittlerduo mit einem Serienmörder aus den 70er-Jahren befassen. Foto: Boris Roessler, dpa

    Die beliebteste Krimireihe im deutschen Fernsehen kehrt aus der Sommerpause zurück: Wenn am Sonntag Fabian Hinrichs als Nürnberger Kommissar Felix Voss in der „Tatort“-Folge „Ich sehe dich“ den grausamen Tod eines Fahrradhändlers klären muss, ist die Zeit der Wiederholungen vorbei. Mitte Juni war im Ersten die letzte „Tatort“-Erstausstrahlung gesendet worden, ein geschlagenes Vierteljahr später geht es weiter – mit der ereignisreichsten „Tatort“-Saison seit Langem. Denn es gibt nicht nur ein Wiedersehen mit beliebten Kult-Figuren, vor allem gibt es viele Abschiede und neue Gesichter.

    Eine sehr beliebte Ermittlerin feiert ihr Comeback

    Gleich im Auftaktkrimi tut sich was: Nach dem Abgang von Dagmar Manzel ermittelt Hinrichs erstmals ohne diese. Manzels Nachfolgerin Rosalie Thomass wird ihr Debüt als Emilia Rathgeber erst 2026 haben. An den beiden folgenden Sonntagen im September laufen ein neuer „Polizeiruf 110“ mit Claudia Michelsen (21.9.) und ein „Tatort“ aus der Schweiz (28.9.).

    Es folgt der erste Paukenschlag des Krimi-Herbstes: Im „Tatort: Dunkelheit“ (5.10.) löst ein neues Duo das Gespann Janneke (Margarita Broich) und Brix (Wolfram Koch) in Frankfurt ab. Edin Hasanovic („Im Westen nichts Neues“) und Melika Foroutan („Die Kaiserin“) kümmern sich als Ermittler um Cold Cases, ihr erster Fall kreist um einen Serienmörder aus den 70er-Jahren und basiert auf einem wahren Verbrechen. Eine Personalie ist auch beim nächsten „Tatort“ zu vermelden: Im Dresden-Krimi „Siebenschläfer“ (12.10.) übernehmen Cornelia Gröschel und Martin Brambach nach dem Ausstieg von Karin Hanczewski als Ermittlerteam das Kommando.

    „Tatort“-Schauspielerin Mechthild Großmann verabschiedet sich aus der Kult-Krimireihe, in der sie auf unvergleichliche Weise die Münsteraner Staatsanwältin Wilhelmine Klemm spielte.
    „Tatort“-Schauspielerin Mechthild Großmann verabschiedet sich aus der Kult-Krimireihe, in der sie auf unvergleichliche Weise die Münsteraner Staatsanwältin Wilhelmine Klemm spielte. Foto: David Inderlied, dpa

    Im weiteren Saisonverlauf dürfen sich Fans auf ein Wiedersehen mit den Publikumslieblingen aus Münster und München freuen – doch beide Male dürfte das Krimiglück für viele getrübt sein: Der nächste Einsatz der Quotenkönige Jan Josef Liefers und Axel Prahl als kabbeligem Duo Boerne und Thiel („Tatort: Die Erfindung des Rades“, Ende des Jahres) wird der letzte Fall mit Mechthild Grossmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm mit der markant rauchigen Stimme sein.

    Das Ende einer Ära steht auch beim Münchner „Tatort“ bevor: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hören nach 35 Jahren und 100 Fällen als Bayern-Cops Batic und Leitmayr auf. Ihre Nachfolger sind Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer. Das Erfolgsduo Batic/Leitmayr ist dieses Jahr noch in der Episode „Das Verlangen“ zu sehen, die letzten Fälle der beiden laufen 2026 als Doppelfolge.

    Eigentlich waren Doppelfolgen in der Geschichte der Krimireihe bisher die Ausnahme. Doch das scheint sich zu ändern. So sind zwei weitere „Tatort“-Zweierpacks bereits produziert. Zum einen die zusammenhängenden Episoden „Ein guter Tag“ und „Schwarzer Schnee“, eine deutsch-niederländische Koproduktion mit Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke. Zum anderen gibt in Kiel Karoline Schuch ihren Einstand als Nachfolgerin von Axel Milberg alias Kommissar Borowski ebenfalls mit einer Doppelfolge. Die Filme sollen 2026 an zwei Sonntagen hintereinander zu sehen sein. Wie gut Schuch und die weiteren Nachrücker letztlich die Fußstapfen ihrer Vorgänger ausfüllen werden, zählt zu den großen Fragezeichen der nahen „Tatort“-Zukunft.

    Ende November wird der 1970 gestartete „Tatort“ 55 Jahre alt

    An den Sonntagabenden bis zum Jahresende werden gleichwohl noch einige altbekannte Gesichter zu sehen sein. So ermitteln Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser als Wien-Cops im „Tatort: Der Elektriker“ bald in einem Pflegeheim – 2026 werden dann beide ihren Hut nehmen. Das gilt auch für Corinna Harfouch, die im Herbst im Berlin-Krimi „Tatort: Erika Mustermann“ als Ermittlerin Susanne Bonard den Tod eines Fahrradkuriers klärt und im Frühjahr 2026 aufhört.

    Maria Furtwängler bei Dreharbeiten für einen neuen „Tatort“. Zuletzt war sie im Februar 2024 als Kommissarin Charlotte Lindholm zu sehen.
    Maria Furtwängler bei Dreharbeiten für einen neuen „Tatort“. Zuletzt war sie im Februar 2024 als Kommissarin Charlotte Lindholm zu sehen. Foto: Julian Stratenschulte, dpa

    Abschiede und kein Ende? Nein, eine sehr beliebte Ermittlerin feiert sogar ein Comeback. Maria Furtwängler, zuletzt im Februar 2024 als Kommissarin Charlotte Lindholm zu sehen, hat gleich zwei Folgen gedreht und kehrt dabei aus Göttingen nach Hannover zurück. Im „Tatort: Letzte Ernte“ muss sich Lindholm auf einem Bio-Hof umschauen, im „Tatort: Schützenfest“ auf einem – echten – Schützenfest.

    Und dann ist da ja noch das Sorgenkind aus dem Westen: Welche Zukunft hat das Dortmunder Team um Jörg Hartmann als Peter Faber? Seit 2020 sind Rick Okon, Anna Schudt und Aylin Tezel abgesprungen, nun will auch Stefanie Reinsperger weg. Anfang 2026 läuft der nächste Fall aus Dortmund, die Episode „Schmerz“ wird ihr Abschied als Rosa Herzog sein. Bei diesem Personalkarussell ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Und auch das Schnapszahl-Jubiläum der „Tatort“-Reihe droht bei derart viel Wirbel unter den Tisch zu fallen: Ende November wird der 1970 gestartete Krimiklassiker 55 Jahre alt.

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