Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Putin will am Freitag Annexion ukrainischer Gebiete offiziell machen
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: 2020 war ein schlechtes Jahr für Frauen

2020 war ein schlechtes Jahr für Frauen

Kommentar Von Christina Heller-Beschnitt
20.12.2020

Wenn Schulen und Kitas schließen, springen meistens Mütter ein. Damit sie nicht um Jahre zurückgeworfen werden, muss sich 2021 einiges ändern. Auch die Männer.

Krisen verschärfen Ungleichheiten. Das gilt auch für die Corona-Krise. Sie war von Anfang an eine Krise für Frauen. Schon im Frühjahr sagte die Soziologin Jutta Allmendinger, sie rechne damit, dass Frauen durch die Pandemie um 30 Jahre zurückgeworfen werden. Allmendinger sprach sogar davon, Frauen würden wieder zum Heimchen am Herd. Harte Worte, die jedoch zutreffen könnten – wenn sich 2021 nicht manches ändert.

Unter Gleichberechtigung wird oft verstanden, dass Frauen und Männer gleiche Chancen im Job haben. Doch diese Definition vergisst einen wichtigen Punkt: die unsichtbare, unbezahlte Arbeit. All jene Dinge, die es zu Hause zu tun gibt. Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, der Haushalt.

Im ersten Lockdown arbeiten vor allem Frauen weniger, um sich um die Kinder zu kümmern

Schon vor der Corona-Krise verbrachten Frauen damit im Schnitt 1,5 Stunden mehr am Tag als Männer. Die Corona-Pandemie hat dieses Ungleichgewicht verstärkt. Während im Frühjahr die Schulen, Kindergärten und Tagespflegeeinrichtungen geschlossen hatten, waren es zumeist Frauen, die einsprangen. Neben der Erwerbsarbeit, versteht sich. Sogar in Partnerschaften, die vor der Pandemie von sich sagten, dass sie diese Aufgaben gleichmäßig verteilen, reduzierten in einem Drittel der Fälle Frauen ihre bezahlte Arbeitszeit. Männer in zehn Prozent der Fälle.

Nun könnte man sagen: Die Pandemie wird irgendwann enden. Kinder können zurück in die Kitas und Schulen. Frauen können wieder mehr arbeiten. Theoretisch. Praktisch hinterlassen Einschnitte Lücken – auch finanzielle. Weil Männer in der gleichen Zeit weiter Karriere machen, an Frauen vorbeiziehen. Weil der Wiedereinstieg in den Job immer schwierig ist.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Datawrapper-Grafik anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Datawrapper GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.  –  Datenschutzerklärung

Vor allem Frauen arbeiten in unterbezahlten, aber systemrelevanten Berufen

Das verschärft das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen und es verschärft das Risiko der Altersarmut von Müttern. Schon jetzt verdient eine Mutter im Schnitt 1300 Euro weniger im Monat als eine Frau ohne Kinder.

Die Krise der Frauen lässt sich nicht nur an Karrierechancen festmachen, sondern auch am Gehalt. Das war schon vor der Corona-Pandemie ein Problem. Doch das Virus macht es noch sichtbarer. In systemrelevanten Berufen arbeiten überwiegend Frauen. Sie sorgen als Pflegerinnen und Erzieherinnen, als Kassiererinnen und Reinigungskräfte dafür, dass der Rest des Landes einigermaßen gut durch die Pandemie kommt.

In systemrelevanten Branchen arbeiten mehr Frauen als Männer.
Foto: dpa

Ihr Lohn: Applaus im Bundestag und eine Debatte darüber, wie schlecht bezahlt all diese Tätigkeiten sind. Im Schnitt liegt der Stundenlohn in systemrelevanten Berufen zwölf Prozent unter dem aller Berufe in Deutschland. Geändert hat sich daran bisher nichts. Und das, obwohl das Gehalt vieler Frauen – etwa von Erzieherinnen oder Pflegekräften – zumindest zum Teil durch Steuern finanziert wird.

Immerhin ist es 2020 gelungen, die Frauenquote einzuführen - aber wem nutzt sie?

Was sind die Lehren aus diesem Corona-Jahr? Systemrelevante Berufe müssen besser bezahlt werden. Viele Politiker haben das dieses Jahr gefordert. Aber im Wahljahr 2021 muss mehr drin sein als ein Lippenbekenntnis.

Immerhin etwas ist gelungen: Die Frauenquote für börsennotierte Unternehmen kommt. Nur: Im Berufsalltag der meisten Frauen wird sich wenig ändern, weil ein kleiner Teil der Unternehmen mehr Frauen an die Spitze holt. Dazu muss der Mittelstand nachziehen. Unternehmenskultur muss familienfreundlich werden. Nicht nur für Frauen, auch für Männer – und damit vor allem für die Kinder. Und dann gibt es etwas, das jeder tun kann: Vorbild sein. Es ist kein Naturgesetz, dass Mütter in Krisenzeiten die Arbeit zu Hause übernehmen und vor allem ihre Töchter einspannen. Wer sich bewusst wird, in welchem Rollenbild er gefangen ist, kann es ändern. Das gilt auch für Männer.

Lesen Sie dazu auch:

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.  –  Datenschutzerklärung

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

20.12.2020

2020 war definitiv auch ein schlechtes Jahr für Männer.

Permalink
20.12.2020

2020 war definitiv ein schlechtes Jahr für alle Menschen!

Man könnte ja auch mal die Familie als Einheit betrachten und sich die finanziellen Einbußen, z.B. ausbleibende Boni, und deren Auswirkungen anschauen oder wie Männer unter der Krise leiden.

Im Zweifelsfall ist eben der daheim geblieben, der in finanzieller Hinsicht weniger zum Familieneinkommen beiträgt. Gerne dürfte meine Frau das doppelte verdienen und ich reduziere dafür meine Arbeitszeit und übernehme mehr Aufgaben zuhause. Aber das ist ja dann nicht gewollt, weder bei uns noch in den anderen Haushalten die ich so kenne. Ist den Frauen zu viel Stress, zu viel Ellenbogenmentalität in höheren Positionen und zu viel Verantwortung am Ende des Tage s.
Daher finde ich die Debatte seit Jahren recht scheinheilig. War schon damals mit der Wehrpflicht so, da haben die Damen auch nicht die Hand gehoben und ihr Recht eingefordert doch bitte gleich behandelt zu werden und ebenfalls 1 Jahr Wehrdienst abzuleisten zu müssen.

So anstrengend Kinder und Haushalt auch sein mögen, so sollte man nicht vergessen das es auf der anderen Seite nicht weniger anstrengend ist. Jeder trägt zu Familie das bei, was er leisten will und kann!

Permalink