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"Infektionsgeschehen aggressiver als gedacht": Karl Lauterbach rechnet mit weitergehenden Einschränkungen
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Bund und Länder sollten weniger anordnen und mehr abwägen

Kommentar Von Rudi Wais
30.10.2020

Bund und Länder haben sich erneut für einen pauschalen, harten Lockdown entschieden. Doch andere Länder zeigen, dass es auch anders geht.

Bismarck hat sich geirrt. Vom eisernen Kanzler stammt der schöne Satz, Politik sei die Kunst des Möglichen – ein ständiger Ausgleich der Interessen, der durch Kompromisse Akzeptanz schafft anstatt ins Extreme zu verfallen. In ihrem Bemühen, den Anstieg der Infektionen zu bremsen, macht die deutsche Politik nun allerdings schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres auch vermeintlich Unmögliches möglich: Obwohl die Zahlen noch weit unter denen anderer Länder liegen, zwingen Bund und Länder die Republik in den faktischen Stillstand.

Das kann man vorausschauend nennen, besonders vorsichtig oder der Situation geschuldet – erklärungsbedürftig ist es allemal. Dass der Zorn draußen, im Land, diesmal deutlich größer ist als beim ersten Lockdown im Frühjahr, liegt an den vielen Widersprüchen, die das am Mittwoch beschlossene Maßnahmenpaket in sich birgt. Warum, zum Beispiel, dürfen Kinder und Jugendliche vormittags zur Schule, nachmittags aber nicht ins Training ihres Fußballvereins? Warum kann ein Friseur seinen Salon offen lassen, während das Nagelstudio nebenan für vier Wochen schließen muss? Warum bleiben Restaurants und Gaststätten jetzt zu, obwohl das Robert-Koch-Institut mehrfach darauf hingewiesen hat, dass deren Hygienekonzepte funktionieren?

Corona-Regeln: In anderen Ländern sind die Regierungen viel lockerer

Andere Länder, die teilweise um einiges höhere Inzidenzen haben, gehen mit solchen Fragen gelassener um. Die Schweiz etwa schränkt die Freiheit ihrer Bürger mit Sperrstunden und Obergrenzen für die Teilnahme an Feiern und Veranstaltungen ebenfalls ein, lässt die Gastronomie aber (noch) offen. In Österreich wiederum hat die Regierung ihren Bürgern eine Art Ultimatum gestellt: Solange ein bestimmter Wert nicht übertroffen ist, in diesem Fall 6000 Neuinfektionen an einem Tag, geht das Leben mit den bisherigen Einschränkungen weiter. Damit haben es die Österreicher (noch) selbst in der Hand: Entweder sie verhalten sich vernünftig und diszipliniert – oder auch sie müssen in den Lockdown.

Obwohl Gerichte Sperrstunden, Alkoholverbote und ähnliche Einschränkungen reihenweise kassiert haben, haben sich Bund und Länder auch diesmal für ein ebenso hartes wie pauschales Herunterfahren des öffentlichen Lebens entschieden, ohne Gefühl für die Verhältnismäßigkeit einzelner Maßnahmen, dafür aber mit einem mahnend erhobenen Zeigefinger: Weihnachten ist in Gefahr! Wer aber kann heute schon verlässlich sagen, ob die Zahlen bis Weihnachten tatsächlich sinken oder ob der zweiten Welle und dem zweiten Lockdown nicht noch eine dritte Welle und ein dritter Lockdown folgen?

Wenn aus der Infektions- keine Vertrauenskrise werden soll, muss die Politik mehr abwägen

Umso wichtiger wäre es, vor jeder Einschränkung neu zu prüfen, ob der Zweck die Mittel heiligt oder ob sie am Ende nicht ins Gegenteil führt. Wenn Restaurants und Kneipen jetzt geschlossen werden: Steigt dann nicht das Risiko, dass sich mehr Menschen privat treffen, unkontrollierbar und ohne Abstand? Wenn Kindergärten und Schulen partout offen bleiben sollen: Tragen die Kinder einer Klasse das Virus dann im ungünstigsten Fall nicht in Dutzende von Familien hinein? Und warum müssen in Bundesländern mit niedrigeren Infektionszahlen um jeden Preis die gleichen Regeln gelten wie in Bayern, Berlin oder Nordrhein-Westfalen? Opfern wir mit unserer Freiheiten den Föderalismus gleich mit?

Wenn aus der Infektionskrise keine große Vertrauenskrise werden soll, muss die Politik künftig mehr abwägen und weniger anordnen. Die meisten Menschen in Deutschland passen ihr Verhalten den Erfordernissen auch freiwillig an. Gegen die, die sich aus Dummheit, aus Naivität oder aus Prinzip anders verhalten, helfen nur strenge Kontrollen und hohe Bußgelder.

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31.10.2020

>> Die meisten Menschen in Deutschland passen ihr Verhalten den Erfordernissen auch freiwillig an. <<

Die aktuelle Entwicklung beweist das Gegenteil.


>> Opfern wir mit unserer Freiheiten den Föderalismus gleich mit? <<

Bei einer Pandemie könnte echter Föderalismus nur mit Grenzkontrollen durch das jeweilige Bundesland realisiert werden; weil das Unfug ist, braucht es bundesweite Maßnahmen damit es z.B. auch in Ulm/Neu-Ulm funktioniert.

Der wesentliche Punkt bei einer Pandemie ist aber die Reduktion der Bewegungsfreiheit - am Ende läuft man sonst an der Wertach mit Maske, während Auto und Flugzeug das Virus frei durch Europa verbreiten. Und genau an der Stelle sind wir jetzt leider - es ist im Grunde ein komplettes Politikversagen, was in Deutschland nur durch den (dank Föderalismus) langsamen Bettenabbau kaschiert wird

https://www.aerzteblatt.de/app/print.asp?id=50038

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30.10.2020

Entschuldigung aber auch wir in Deutschland hatten es selbst in der Hand und das Ergebnis ist bekannt. Auch finde ich den Punkt mit dem Gerichten etwas oberflächlich abgetan. Hier fehlt der Vermerk warum die Gerichte so entschieden haben. Bei Artikel von Rudi Wais bekomme ich immer das Gefühl einen Artikel von einem FDP Politiker zu lesen. Es sind viele Wörter viel Kritik aber immer nur angeschnitten und nie richtig konkret. Und

Aber der entscheidende Punkt, der mich an diesem Artikel stört, es fehlen die Vorschläge. Aber dafür finden wir den Hinweis über Lügenhaftes verhalten anderer Länder.

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30.10.2020

Ich habe lange über diesen Kommentar nachgedacht und gebe zu, dass mir markante Punkte in ihm fehlen. Deshalb noch ein paar Gedanken hier zum Realitätsvergleich.
a) Corona-Zahlenvergleiche mit Ländern von denen bekannt ist, dass das Gesundheitssystem mit dem in Deutschland nicht vergleichbar ist, sind unglaubwürdig. Länder wie Italien, Spanien, Frankreich und vor allem die USA dienen nur der Panikmache und der Volksverdummung. Erfolgreichere Staaten wie Skandinavien werden fast nie zum Vergleich herangezogen.
b) Corona-Testergebnisse die in Labors nicht (aber mit Scheinergebnissen) oder nur unzuverlässig ausgeführt werden, sind für reelle Vergleichswerte unbrauchbar. Mehr dazu lesen Sie darüber in anderen seriösen Medien. Wo oder wie sind hier die Behörden aktiv? Wenn 70 + 6 positive Fälle bei einer Nachkontrolle 100%ig negativ ausfallen und vorher in die Fallzahlen als positiv eingerechnet wurden, werden diese dann korrigiert? Ich glaube das nicht. Sollte ich recht haben sind diese 76 genau 76 zu viel für einen glaubwürdigen Lockdown.
c) Wer erklärt mir warum in Augsburg die Lokale heute um 21 h schließen müssen, in Stadtbergen, Neusäß, Friedberg usw. aber erst am 02.11.2020?? Will man die Gäste auf diese Weise in die Nachbarorte schicken um dort die Pandemiezahlen zu erhöhen?? Ein Zynismus klarer wie ein Ouzo.
Intensivbetten fehlen? Bei der ersten Welle wurden Noteinrichtungen installiert und nicht vollständig gebraucht. Was ist heute anders??
d) An der frischen Luft, in geschlossenen Räumen der Geschäfte, in den Büros und in den Lokalen mit guten bis sehr guten Hygienemaßnahmen, im privaten hygienischem Wohnbereich usw Einschränkungen in unerklärbarem Umfang, dafür aber in den Straßenbahnen, in den Stadtbussen, in der Bahn und in den Flugzeugen zusammengepferchte Reisende?? Diese werden als wichtige Überträger nicht erwähnt oder gar reduziert?? Wer soll das noch verstehen?? Ältere Menschen und die Jugend in der Ausbildung werden zu psychologisch Erkrankten genötigt. Wer ist dafür verantwortlich?? Niemand will es später gewesen sein.
e) Daten von Verstorbenen mit schwersten Erkrankungen werden, teilweise mit Covid-19 infiziert, trotz „normalem“ Infarkt oder dem „unvermeidbaren natürlichen Tod“ den Corona-Verstorbenen zugerechnet. Erhöhen diese die Ausgleichsquote der EU-Leistungen für die jeweiligen Länder und verschärfen diese im Land absichtlich die Corona-Zahlen??
f) Wo blieben alle die heutigen Maßnahmen im Jahr 2018 bei der letzten großen Grippewelle? Wer vergleicht öffentlich die Kranken- und Todeszahlen von damals mit der heutigen Situation?? Das ist nicht erwünscht und wird verurteilt. Bis heute habe ich davon nichts in den vermeintlich seriösen Medien gelesen oder gehört. Die Massenimmunität und Impfung war damals „normal“. Wer erklärt den Unterschied von ca. 23.000 Verstorbenen in wenigen Monaten, trotz Impfung, im Jahr 2018 zu den heutigen tragischen (nicht geimpften) Todesfällen??
e) Warum haben immer mehr Menschen in Deutschland und in den europäischen Ländern verstärkt den Eindruck, dass die komplette Corona-Hysterie nur ein Deckmantel über weit aus schwerwiegendere Probleme in Europa und der gesamten Welt ist??
An dieser Stelle beende ich meine Fragen, denn es wären zu viele.

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30.10.2020

Herr Wais weiß zwar, dass er die Maßnahmen kritsieren will (oder muss), er weiß aber nicht warum und er weiß auch nicht, was stattdessen zu tun wäre. Das Ergebnis: Viele Worte um Nichts.

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30.10.2020

Herr Wais, ein großes Kompliment an Sie für diesen genialen Kommentar.

Sie hinterfragen Entscheidungen, was ich von meinen Vorredner leider nicht behaupten kann, weil sie nur diese Erklärungen nachplappern, was die Politiker uns vorsetzen.

@Heinz Peter W.

Ich finde es Klasse, dass ein Kommunalpolitiker den Mumm hat, sich dieser Diskussion zu stellen.
Trotzdem hält sich mein Mitleid Ihnen gegenüber sehr stark in Grenzen, weil Sie unter dem Politiker-Bashing leiden, was im Grunde genommen kein Bashing, sondern ein Hinterfragen einiger dubiosen Entscheidungen Ihrer Kolleginnen und Kollegen ist.

Noch etwas:

Wenn Sie so unter Ihrem Ehrenamt leiden, warum treten Sie nicht einfach zurück? Es hat Sie keiner gezwungen, sich aufstellen zu lassen.

Warum beantworten Sie nicht einfach die Fragen, die Herr Wais gestellt hat?

Erklären Sie mir mal bitte, warum Virenschleudern wie Kindergärten, Schulen und Kirchen geöffnet sein dürfen? Ausgerechnet diese Orte, die von den Kommunen kaputt gespart wurden und ein miserables Hygienekonzept vorweisen?

Hat man Angst vor überforderte Eltern, wenn Sie wieder auf ihren eigenen Nachwuchs aufpassen müssen und dann das Gejammer wieder groß ist?

Warum bleiben Kirchen geöffnet? Lässt Gott dort kein Corona zu oder muss der Opferstock stimmen?

Stattdessen ruiniert man die Gastronomie und Kinos, obwohl diese über ein hervorragendes Hygienekonzept verfügen.

Das nenne ich nachvollziehbare Politik.

Weiter so !!!

Zum Schluss bedanke ich mich nochmals bei den Jugendlichen und den Hochzeitsgesellschaften für den erneuten Lockdown. Ihr habt es richtig toll gemacht.

In diesem Sinne

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30.10.2020

Ein ehrenamtlicher Gemeinderat beispielsweise in Meitingen leistet viel für unsere Gemeinschaft.
Es ist nicht seine Aufgabe, Ihnen die Entscheidungen der Landes- und Bundesregierung zu erklären.

Engagieren Sie, Athanassios L., sich für unsere Gemeinschaft? Haben Sie sich schon mal zur Wahl gestellt,
um in unserem Gemeinwesen VERANTWORTUNG zu übernehmen?

Raimund Kamm

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30.10.2020

Wenn das Corona Virus durch Feinstaub und eine hohe Luftfeuchtigkeit übertragen werden kann, sind Kontaktbeschränkungen nur bedingt tauglich zur Eindämmung der Pandemie.

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30.10.2020

Woher haben Sie diese Informationen? Gerade bei höherer Luftfeuchtigkeit machen Kontaktbeschränkungen Sinn. Bei hoher Luftfeuchtigkeit, können die Aerosole, wo das Coronavirus Passagier sein kann, sich länger in der Luft halten und kommen auch weiter. Also kann das Virus längere Zeit in der Luft "fliegen" und kann längere Strecken zurücklegen. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit von einer Person zur anderen zu gelangen. Die Aerosole werden durch den MHS aufgehalten bzw. zumindest reduziert.

Es soll Hinweise geben, das Regionen mit hoher Luftverschmutzung (wie Madrid, ..) stärker von Corona betroffen sind wie andere. Vermute aber eher, dass das auf die wahrscheinlich dichtere Besiedelung in den Regionen geschuldet ist und damit zwnagsläufig mehr Kontake. Und weniger Feinstaub als mögliches Corona-Taxi.

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30.10.2020

Harald V.
apotheke adhoc
Feinstaub als Virus-Katapult?

Ich meine auch ohne direkten Kontakt wird das Virus übertragen

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30.10.2020

Dieses "Politiker-Bashing" ist nicht auszuhalten.

Ich bin selbst ehrenamtlicher Kommunalpolitiker einer mittelgroßen Gemeinde und muss mich auch mit diesen und vielen anderen Themen vor allem in der praktischen Umsetzung beschäftigen.
Ihr Kommentar unterstellt, das wir uns keine Gedanken machen, auf keine Ratschläge hören und nur nach Bauchgefühl das falsche machen.
Ich schlage vor, sie lassen sich von einer Partei ihrer Wahl aufstellen, überzeugen die Wähler und werden dann auch gewählt.
Dann dürfen Sie mitreden und mit entscheiden. ich wäre echt gespannt, zu welchen Entscheidungen Sie dann kommen würden.

P.S. das ganze natürlich in Ihrer Freizeit und bis auf ein paar Euro Aufwandsentschädigung auch ohne Entlohnung.

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30.10.2020

Seit Samstag 17. Oktober gelten verschärfte Corona Regeln in Bayern. Die Gastronomie in Augsburg darf seit diesem Datum nur bis 21 Uhr geöffnet haben. Seit diese verschärften Regeln gelten haben sich die Infektionszahlen drastisch erhöht. Die Ansteckungsgefahr im privaten Bereich zählt statistisch zu den Häufigsten, die Menschen sollen zu Hause bleiben. Die Maskenpflicht ohne FFP 2 oder FFP 3 Masken trägt auch nicht zur Eindämmung
der Pandemie bei. Nach 13 Tagen der verschärfen Regeln haben Söders Maßnahmen keinen Erfolg.

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30.10.2020

Da kann ich mich nur anschließen. Man braucht sich nur die wieder gestiegenen Infektionszahlen anschauen, dann kann sich jeder ausrechnen, wie das in einem Monat aussehen wird. Wer nicht rechtzeitig die Notbremse zieht, weil er sich mit den Mitreisenden zu lang über das Für und Wider und das Wie auseinandersetzt, wird fühlen müssen. So dumm kann es laufen. Sie verweisen nur auf die Länder, deren Maßnahmen Ihnen genehm sind, egal ob sie wirksam sind oder nicht – Sie haben vergessen, Frankreich, Spanien, Tschechien usw. zu erwähnen … Ja, bei diesem Kommentar stellen sich wirklich die Nackenhaare auf, aber in die andere Richtung.

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30.10.2020

Es ist gruselig diesen Kommentar zu lesen. Für jede getroffene Entscheidung gibt es gute und nachvollziehbare Gründe. Dieses Geschimpfe auf die Politiker ist unerträglich und unangebracht. Ich bin der festen Überzeugung das es sich kein einziger Politiker leicht macht solche Sachen zu entscheiden. Politik muss handeln, nachdem zu viele in der Gesellschaft erneut bewiesen haben sich nicht an die Regeln halten zu können.

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30.10.2020

Die erschreckende Perspektive, sollte es nicht gelingen, die fatale Entwicklung schnell zu stoppen:

https://www.zeit.de/wissen/2020-10/corona-infektionsgeschehen-alter-verlauf-intensivbetten

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30.10.2020

Gute und nachvollziehbare Gründe gäbe es auch dafür in jeder Privatwohnung Kameras zu installieren. Damit ließen sich die großen Privatfeiern effektiv unterbinden und Ansteckungsketten besser nachvollziehen. (Ironie aus).
Danke Hr. Wais für den Kommentar.

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30.10.2020

@Nik S.
Wieso erst installieren? Kameras und Wanzen haben doch schon viele sich selber im Haus installiert. Wenn jemand weiß, wo Parties gefeiert werden, dann Amazon, Google, ... ;-)

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30.10.2020

Die aktuellen Infektionszahlen von Deutschland (ca. 18.000) und den USA (ca. 90.000) sind pro Einwohner nicht so unterschiedlich.

Deutschland (der Rest der EU sowieso) ist viel näher am "Management" von Trump dran, als an einer vorsichtig nachhaltigen Entwicklung.

Das ist auch Resultat von Journalisten, die sich den Sommer über nur mit dem schlimmen Trump und Klimacamps beschäftigen wollten...

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30.10.2020

Was sind denn Infektionszahlen pro Einwohner?

Neu-Infektionen aktuell pro Tag, Stand 29. 10.:
USA ca. 91200, Deutschland ca. 18600.
Todesfälle neu pro Tag, Stand 29. 10.: USA 1004, Deutschland 52

Todesfälle bisher insgesamt, Stand 29. 10.: USA 228000, Deutschland 10300

Bevölkerung USA ca. 328 Mio., Deutschland ca. 83 Mio.

Deutschland also nahe am Trump-Corona-Management?


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30.10.2020

Sie müssen halt genau lesen Herr Kr.

>> Die aktuellen Infektionszahlen von Deutschland (ca. 18.000) und den USA (ca. 90.000) sind pro Einwohner nicht so unterschiedlich. <<

Das stimmt schon - die USA haben gut das 4-fache der Einwohnerzahl Deutschlands.

>> Deutschland (der Rest der EU sowieso) ist viel näher am "Management" von Trump dran, als an einer vorsichtig nachhaltigen Entwicklung. <<

Wir sind näher am Chaos der USA dran, als an umfassender Kontrolle der Pandemie wie in China.

Die aufsummierten Todeszahlen zeigen bei korrektem Reporting nur den Status des Gesundheitssystems des jeweiligen Landes. Die Kliniken Deutschlands putzen aktuell noch den Dreck weg, der durch dummes und unvorsichtiges Verhalten auf den Straßen entsteht.


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30.10.2020

"Die aufsummierten Todeszahlen zeigen bei korrektem Reporting nur den Status des Gesundheitssystems des jeweiligen Landes."

Wenn ich lese, dass die USA bei dem rund 4-fachen an Einwohner zu Deutschland aber auf ungefähr das 20-fache an Corona-Todesfällen hinnehmen muss, kann es wohl nicht an den Klimacamps liegen.
Ob es nun am miserablen Gesundheitssystem oder an faulen Einschätzungen durch Trump liegt, verantwortlich ist so oder so Donald Trump.


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31.10.2020

"Sie müssen halt genau lesen Herr Kr."

Bei Ihrer Ausdrucksweise hilft das häufig nicht weiter . . .
Genau gelesen hätte sich danach ein US-Amerikaner ca. 90000 mal und ein Deutscher ca. 18000 mal in einem ungenannten Zeitraum infiziert.

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29.10.2020

Herr Wais, Sie lesen wohl Ihre eigene Zeitung nicht ( Bericht über die Situation im ZK).
Sie erdreisten sich, die Schweiz als Vorbild für eine bessere Corona Vorsorge zu nennen, obwohl Sie genau wissen, dass die mit dem Coronavirus Befallenen in der Schweiz bezogen auf die Einwohnerzahl FÜNF mal so hoch ist wie in der BRD. Auch in Österreich sind die Zahlen höher wie bei uns.
Nennen Sie doch endlich konkrete Maßnahmen, die wirksamer sind als die von der Politik beschlossenen. Sind Sie dazu fähig?
Ich habe da meine Zweifel.

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