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"Nicht vergriechen": Arbeitgeber warnen vor Steuerentlastung

"Nicht vergriechen"

Arbeitgeber warnen vor Steuerentlastung

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    Die Steuersenkung ist wieder Thema.
    Die Steuersenkung ist wieder Thema. Foto: DPA

    Augsburg Metallarbeitgeber-Präsident Martin Kannegiesser mahnt die Bundesregierung zur Zurückhaltung in der Debatte um Steuerentlastungen. „Wir dürfen die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate nicht so in die Zukunft fortschreiben“, sagte er unserer Zeitung. Die Haushaltskonsolidierung müsse absolute Priorität vor Steuersenkungen haben. „Deutschland darf, was die Staatsverschuldung betrifft, nicht vergriechen“, betonte Kannegiesser. „Die nächste Krise kommt bestimmt, wenn sie auch hoffentlich nicht so stark wie die letzte ausfällt.“

    Der Metallarbeitgeber-Präsident warnte vor erheblichen Risiken der gegenwärtigen Schuldenkrise. „Unsere Industrie ist unmittelbar von der Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängig“, sagte Kannegiesser. Und er fügte hinzu: „80 Prozent unserer Produkte sind Investitionsgüter, diese Projekte kommen nur zustande, wenn sich die Käufer auf für sie passende Finanzierungskonditionen stützen können.“

    Kannegiesser verwies darauf, dass die Metallindustrie in diesem Jahr insgesamt 120 000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen werde. Dabei sei zu beobachten, dass die Zahl der Zeitarbeiter abnimmt. „Firmen übernehmen Zeitarbeiter in größerem Umfang, das zeigt, welches Grundvertrauen wir in die Zukunft haben.“

    FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat sich derweil erneut für deutliche Steuerentlastungen noch in dieser Legislaturperiode ausgesprochen. Steuersenkungen in einer Größenordnung von sechs Milliarden Euro halte er für eine gute Ausgangsbasis, allerdings wünsche er sich noch mehr. Die kleinen und mittleren Einkommen sollten an der Aufschwungdividende beteiligt werden, sagte Brüderle.

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zuvor schrittweise Steuersenkungen in einem Umfang von fünf Milliarden Euro ab 2013 angeregt. (mit dapd)

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