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Energiewende

05.03.2021

Umweltministerin Schulze sieht Atomkraft weltweit als Auslaufmodell

Der Atomstrom hat nach Einschätzung von Umweltministerin Svenja Schulze seit der Katastrophe von Fukushima massiv an Bedeutung verloren.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbol)

Exklusiv SPD-Politikerin Svenja Schulze ist der Überzeugung, dass erneuerbare Energien dem Atomstrom zehn Jahre nach der Katastrophe von Fukushima den Rang abgelaufen haben.

Zehn Jahre nach Reaktorkatastrophe von Fukushima gibt Bundesumweltministerin Svenja Schulze der Atomkraft weltweit keine langfristige Zukunft mehr und hält ein Comeback für ausgeschlossen. „Schon heute kostet Atomstrom deutlich mehr als Strom aus erneuerbaren Quellen“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. Der Neubau von Atomkraftwerken verursache zudem gigantische Kosten. „Das sind richtige Kostenfallen: Frankreich, Großbritannien und Finnland müssen da gerade bittere Erfahrungen durchmachen“, betonte sie.

Zudem belaste der Klimawandel den Betrieb von Atomkraftwerken, wenn im Sommer bei großer Hitze das Kühlwasser fehle. „Wir mussten Frankreich aus diesem und anderen Gründen schon öfter mit Stromexporten helfen, damit es dort genügend Strom gibt“, sagte die Bundesumweltministerin. Dazu komme die ebenfalls teure Atommüllfrage: „Wir haben die Atomkraft in Deutschland für drei Generationen genutzt, 30.000 Generationen müssen sich mit den strahlenden Hinterlassenschaften beschäftigen“, sagte Schulze.

Lesen Sie auch das Interview mit Svenja Schulze: „Die Industrie geht hin, wo der saubere Strom ist“

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