Zwar war Friedrich Merz gerade mit großer Delegation in China, um in der Rolle des Außenwirtschaftskanzlers dem vormaligen Export-Weltmeister Deutschland neue Möglichkeiten aufzutun, aber die hausgemachten Probleme bleiben. Auch unter Schwarz-Rot wächst die Wirtschaft nicht, wie sie könnte. Da hilft es, wenn in Fernost das ein oder andere Unternehmen Aufträge einsammeln konnte, aber das reicht natürlich nicht.
Mehr Schwung verspricht dagegen die frohe Kunde aus Brüssel: Das Mercosur-Abkommen wird trotz der noch ausstehenden Überprüfung durch den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) schon im Frühjahr – vorläufig – angewendet. Die deutschen Autobauer zum Beispiel, die schon lange nicht mehr so Gas geben können wie sie wollen, profitieren massiv von den abgesenkten Zöllen. Maschinenbauer und die Pharmabranche dürfen sich auch zu den Gewinnern zählen. Deutschland kann nach all den schwachen Jahren jedes Promille an Wachstum gut gebrauchen. Unabhängig von nationalen Interessen, setzt die EU-Kommission ein Zeichen europäischer Handlungsfähigkeit auf der Weltbühne.
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