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Die Deutsch-Israelin Yarden Roman ist von der Hamas verschleppt worden, ihr Mann Alon konnte, mit der Tochter Gefen auf dem Arm, den Terroristen entkommen. Das Gesicht des Mädchens soll zu seinem Schutz nicht gezeigt werden.

Yarden Roman, entführt von der Hamas: Das perfide Spiel mit den Geiseln

Foto: Alon Roman

Olaf Scholz trifft in Israel Angehörige der entführten Deutschen. Womöglich hört er auch von Yarden Roman. Ihr Bruder erzählt, warum er die Hoffnung nicht aufgibt.

Für einen Augenblick sieht es so aus, als könnte Yarden Roman den Terroristen entkommen. Kurz vor der Grenze zum Gazastreifen nutzen die junge Frau und ihr Mann Alon einen günstigen Moment, springen aus dem Fahrzeug ihrer Entführer und rennen, buchstäblich, um ihr Leben. Obwohl die Hamas-Leute sofort das Feuer eröffnen, kann Alon mit der dreijährigen Tochter Gefen auf dem Arm in den Wald fliehen. Dort versteckt er sich erst in einem Gebüsch, ehe er sich in einem 18-stündigen Gewaltmarsch zum Kibbuz Be’eri durchschlägt, wo die junge Familie am Tag zuvor entführt worden war.

Von seiner Frau Yarden, einer 36-jährigen Physiotherapeutin, aber fehlt bis heute jede Spur. Nach allem, was man weiß, scheiterte ihr Fluchtversuch, vermutlich ist sie unter den rund 200 Geiseln, die die Terroristen in ihrer Hochburg Gaza gefangen halten. 13 von ihnen haben nach Informationen unserer Redaktion deutsche Wurzeln, Yarden Roman ist eine von ihnen. Ihre Großmutter Lotte stammt aus Fürth, Großvater Hans aus Heidelberg. Die Familien der beiden waren 1938 vor den Nazis ins heutige Israel geflohen.

Die Deutsch-Israelin Yarden Roman ist von der Hamas verschleppt worden, ihr Mann Alon konnte, mit der Tochter Gefen auf dem Arm, den Terroristen entkommen. Das Gesicht des Mädchens soll zu seinem Schutz nicht gezeigt werden.
Foto: Alon Roman

 

Es ist auch das Schicksal von Menschen wie der jungen Frau, das Olaf Scholz an diesem Dienstag nach Israel führt. Der Kanzler will erfahren, wie die Pläne der israelischen Regierung für den Gazastreifen aussehen. Und er will herausfinden, wie es um die deutschen Geiseln steht, die von der Hamas gefangen gehalten werden.

Echte Hilfe für Israel hat Olaf Scholz nicht im Gepäck – es geht um Symbolik

Als er am Nachmittag aus dem Flieger aussteigt, wird er von israelischen Regierungsmitgliedern begrüßt. Das Zurschaustellen von großen Gefühlen ist Scholz’ Sache nicht. Doch zwischen seinen Augenbrauen hat sich eine tiefe Falte gebildet. Echte Hilfe hat er nicht im Gepäck, vieles dreht sich um Symbolik. Um Worte.

Gilad Roman, der Bruder von Yarden, setzt dennoch große Hoffungen in ihn. „Ich wünsche mir, dass er den Druck auf die Hamas deutlich erhöht, politisch, ökonomisch und am besten gemeinsam mit vielen anderen Ländern“, sagt er wenige Stunden vor Scholz’ Landung in einer Videoschalte. Seine Schwester hat er zuletzt am Vorabend der Hamas-Attacke gesehen. Beide waren aus einem Urlaub in Südafrika zurückgekommen, Yarden fuhr mit Mann und Tochter weiter nach Be’eri, um ihre Schwiegereltern zu besuchen. An den Ort, von dem sie entführt werden sollte.

Nun sitzt Gilad im Haus seines Vaters in der Nähe von Tel Aviv und erzählt Yardens Geschichte. „Es ist einfach nur schrecklich.“ Der 39-Jährige spricht zwar kein Deutsch, trotzdem fühlt er sich Deutschland verbunden. Seine Großmutter, so sagt er, habe immer von ihrer alten Heimat erzählt und regelmäßig ihren Bekannten dort geschrieben. „Sie war“, sagt Gilad, „eine sehr deutsche Großmutter.“

Die Hamas haben im Kibbuz Be’eri mehr als 100 Menschen ermordet

Wie es Yarden geht? „Wir wissen es nicht“, sagt der Bruder. „Wir haben keinerlei Information.“ Erst Anfang September ist sie aus Be’eri weggezogen, weil sie mit ihrer kleinen Familie in einer ruhigeren Umgebung leben und nicht ständig vor den Raketen der Hamas in die Schutzräume des Kibbuz fliehen wollte. Nun wird ihr ausgerechnet der kurze Besuch bei den Schwiegereltern zum Verhängnis.

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Mehr als 100 Menschen hat die Hamas in Be’eri ermordet, „barbarisch und unmenschlich,“ wie Gilad sagt. Umso sehnlicher hofft er auf ein Lebenszeichen von seiner Schwester – ein Video, zum Beispiel, wie das mit Mia Shem, einer jungen Israelin französischer Herkunft, das die Hamas am Montagabend ins Netz gestellt hat.

Tagelang hat Gilad entlang der Grenze zum Gazastreifen nach seiner Schwester gesucht. Vielleicht, so hatte er gedacht, hatte sie den Terroristen doch noch entkommen können. Vergebens. „Ich hoffe“, sagt er nun, „dass sie wohlauf ist.“

Yarden Romann mit ihrer dreijährigen Tochter Gefen.
Foto: Roni Romann, dpa

Ähnliche Schicksale bekommt Scholz mehrfach zu hören, als er sich am Abend mit Angehörigen der deutschstämmigen Geiseln trifft. Eine knappe Dreiviertelstunde sitzen sie zusammen, danach sagt Gilad Roman: „Er hat unsere Geschichten gehört und uns verstanden.“ Hannan Cohen, ein anderer Angehöriger, ergänzt: „Wir wollen nicht, dass Deutschland in den Krieg mit hineingezogen wird, aber der politische Druck muss da sein.“ Cohen, 85 Jahre alt, hat selbst zehn Jahre in der Nähe von Bonn gelebt und unterstreicht noch einmal: „Wir sprechen hier als Deutsche. Wir haben alle einen deutschen Pass – und unsere Angehörigen auch.“

Die 22-jährige Shani Louk war leblos auf der Ladefläche eines Pick-ups in einem Video der Hamas zu sehen

Wie Yarden leben alle deutschen Geiseln in Israel, weil sie dort verheiratet oder Nachfahren von ausgewanderten deutschen Juden sind. Besonders hart hat es die Familie des 65-jährigen Shoshan Aran getroffen, die ebenfalls aus Be’eri entführt wurde. Allein aus dieser Großfamilie sollen sich zehn Angehörige in der Gewalt der Hamas befinden, darunter mindestens vier mit deutschem Pass. Offiziell bestätigt ist dies nicht. Und wie Alon, der Mann von Yarden, bangt auch Yoni Asher um das Leben seiner Frau Doron, 34, und der beiden Kinder Aviv und Raz. Unter den Geiseln soll zudem die 22-jährige Shani Louk sein, die bei einem Musikfestival in der Negev-Wüste gefangen genommen wurde. Ein Video zeigt sie leblos auf der Ladefläche eines Pick-ups liegend, angeblich nur bewusstlos und nicht tot.

Freunde der 22-jährigen Deutschen Shani Louk, die von der Hamas entführt wurde, stehen mit Plakaten vor der deutschen Botschaft, um an Kanzler Scholz und das Rote Kreuz zu appellieren.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Die deutsche Regierung weiß nicht, wo sich die Geiseln aufhalten, wie ihr gesundheitlicher Zustand ist, und vor allem, wie groß die Chance ist, dass sie jemals lebend den Gazastreifen verlassen können. „Diese Geiseln sind für die Hamas ein Faustpfand“, sagt Stephan Stetter, Nahostkenner und Konfliktforscher an der Universität der Bundeswehr in München. Er verweist auf frühere Konflikte zwischen Israel und der Hamas. „Ihr ist es immer wieder gelungen, mit Geiselnahmen großen Druck auf die israelische Gesellschaft auszuüben“, warnt er. „Liberale Gesellschaften erscheinen terroristischen Gruppen oder autoritären Staaten erpressbar.“ Was aber sicher nicht gelinge, sei, die militärische Kampagne Israels aufzuhalten – der Schock über den pogromartigen Angriff der Hamas sitze zu tief. „Aber ich glaube, dass die Geiseln einer der Gründe sind, warum die militärische Strategie Israels bislang so unklar ist.“

Mit der Hamas verhandeln oder nicht? Eine quälende Frage

Wie perfide die Hamas vorgeht, beweist der Fall der 21-jährigen Mia Shem. Das Video von ihr ist das erste bekannte Lebenszeichen einer der Geiseln. Der knapp einminütige Clip zeigt eine blasse junge Frau mit müden Augen. „Hi, ich heiße Mia Shem“, sagt sie auf Hebräisch. „Gerade befinde ich mich in Gaza.“ Am Samstagmorgen sei sie von einer Party nahe der Stadt Sderot zurückgekehrt und habe sich „sehr stark am Arm verletzt“. Man habe sie in Gaza anschließend drei Stunden lang operiert. „Sie sorgen für mich, sie geben mir Medikamente, alles ist in Ordnung“, trägt sie mit schwacher Stimme einen Text vor, der ihr vermutlich vorgegeben wurde. „Ich bitte nur darum, dass man mich so schnell wie möglich nach Hause bringt.“

Verhandeln oder nicht verhandeln? Das ist eine der quälenden Fragen, die die israelische Gesellschaft sich in diesen Tagen stellen muss. Richard Hecht, einer der Sprecher der israelischen Armee, beschreibt das Video als „psychologische Kriegsführung“ im Stil der Terrororganisation Islamischer Staat, mit der die Hamas in Israel derzeit oft verglichen wird. Hamas will die Geiseln offenbar nutzen, um palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen freizupressen. Dass Israel sich auf eine solche Forderung einlassen könnte, ist indes nicht zu erwarten.

Angesichts der beispiellosen Gräueltaten dürfte die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kaum gewillt sein, den Terroristen einen weiteren Propagandasieg zu verschaffen. Sicherheitsberater Tzachi Hanegbi hat deshalb bereits jegliche Verhandlung mit der Hamas ausgeschlossen. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Ynet sollen sogar einige Angehörige der Geiseln Netanjahu gedrängt haben, den Krieg gegen die Hamas ohne Rücksicht auf das Schicksal der Gefangenen zu führen. Man habe die Regierung darin bestärkt, hieß es da, mit dem Krieg „nicht aufzuhören, bis wir siegen“.

Raum 0.5.30 im Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes. Hier werden Geiselnahmen verhandelt

In Deutschland laufen die Fäden im Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes zusammen. Im Keller des Gebäudes in Berlin-Mitte herrscht immer dann konzentrierte Anspannung, wenn irgendwo auf der Welt Deutsche in Gefahr sind. Der Putsch in Mali, die Evakuierungen aus Afghanistan, der islamistische Terror in Europa – es sind die harten Fälle, um die sich die Mitarbeiter hier kümmern. Eine meterdicke Tür schirmt die Gespräche ab, die in Raum 0.5.30 geführt werden. Er gleicht eher einem Tresor der Bundesbank. Reisewarnungen werden hier ausgetüftelt, Rettungsflüge – und eben Geiselnahmen verhandelt. Bisweilen übernachten die Mitarbeiter auf Feldbetten, wenn die Lage besonders ernst ist. Sechs Uhren zeigen die Zeit in den großen Hauptstädten der Welt.

Die Bundesrepublik hat in ihrer Geschichte immer wieder traumatische Erfahrung mit Geiselnahmen machen müssen. Im September 1972 etwa überfiel ein Kommando der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ das olympische Dorf in München und brachten neun Menschen in seine Gewalt. Und die Entführung der Lufthansa-Boeing „Landshut“ endete 1977 nach langem bangen mit einer spektakulären Befreiungsaktion auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Auch im Irak, in Afghanistan, im Iran kam es in den vergangenen Jahrzehnten zu Geiselnahmen.

„Wir dürfen das Bundeskriminalamt in dieser Frage also nicht unterschätzen“, sagt Experte Stetter. Der Kanzler habe mit seiner Reise auf der einen Seite den Angehörigen seine Solidarität zum Ausdruck gebracht – er habe aber auch die diplomatischen Möglichkeiten genutzt. Nicht umsonst empfing Scholz in der vergangenen Woche den Emir von Katar, obwohl er dafür verbale Prügel einstecken musste. Katar pflegt engste Beziehungen zur Hamas und hat sich als Vermittler angeboten.

Für einen israelischen Soldat tauschte Israel 2011 mehr als 1000 palästinensische Gefangene aus

Doch es gibt auch die Reisediplomatie der anderen Seite: Hamas-Vertreter treffen den iranischen Außenminister in Katar, der russische Präsident Wladimir Putin fliegt nach China, Palästinenserchef Mahmoud Abbas plant einen Besuch in Moskau. „Das macht die Frage nach den Geiseln auch so kompliziert: Die Hamas steht nicht allein da, sie hat politische Unterstützung“, sagt Nahost-Kenner Stetter. Womöglich werde die Organisation am Ende auch differenzieren zwischen den Geiseln: Geiseln mit ausländischer Staatsangehörigkeit, Geiseln mit allein israelischer Staatsangehörigkeit und Soldaten, von denen sich ebenfalls Dutzende in der Gewalt der Terroristen befinden.

Welchen „Wert“ ein israelischer Soldat für die Hamas hat, zeigt das Beispiel des ehemaligen Oberfeldwebels Gilad Shalit: Er wurde nach mehr als fünf Jahren in der Gewalt der Terroristen in Gaza im Oktober 2011 im Austausch für mehr als 1000 palästinensische Gefangene in Israel wieder freigelassen.

Gilad Roman, der Bruder von Yarden, hat wie alle jungen Israelis in der Armee gedient. Heute ist er Pädagoge von Beruf, er nennt sich Friedensaktivist. Ob er Angst hat, dass ein israelischer Einmarsch in Gaza das Leben seiner Schwester erst recht gefährden könnte?

Ihm falle es schwer, einer Militäraktion das Wort zu reden, entgegnet er. Ja, so eine Offensive sei sehr riskant, räumt er ein, sie könne aber auch eine Chance sein, die Geiseln zu befreien. „Ich denke“, sagt Gilad, „dass unsere Armee weiß, was sie tut.“

Von Mareike Enghusen, ,