Startseite
Icon Pfeil nach unten
Politik
Icon Pfeil nach unten

Kommentar: Israel muss der Hamas den Unterschied zwischen Demokratie und Terror zeigen

Kommentar

Es geht in Gaza um ein Zeichen der Menschlichkeit

Michael Stifter
  • |
  • |
  • |
  • |
    Palästinenser versuchen, ihren täglichen Wasserbedarf zu decken, indem sie Kanister aus Wassertankwagen füllen, die in das Gebiet in Gaza-Stadt gebracht wurden.
    Palästinenser versuchen, ihren täglichen Wasserbedarf zu decken, indem sie Kanister aus Wassertankwagen füllen, die in das Gebiet in Gaza-Stadt gebracht wurden. Foto: Omar Ashtawy, dpa

    Der Krieg in Gaza, die zerstörten Häuser, der Hunger, die Verzweiflung, der Tod, all das ist keine Propaganda. Es ist Realität. Doch die Welt diskutiert mehr darüber, wer die Schuld trägt an all dem Leid, als darüber, wie man den Menschen vor Ort helfen kann. Das muss aufhören!

    Hilfe für Gaza: Hoffnung für Kinder und Familien inmitten von Zerstörung

    Es ist ein wichtiges Signal, dass sich am Wochenende endlich etwas bewegt hat. Dass es offensichtlich wieder möglich ist, Hilfsgüter in größerem Umfang den Gazastreifen zu bringen, um die Kinder, Frauen und Männer dort mit dem Nötigsten zu versorgen.

    Noch steht das alles auf wackeligen Beinen. Zu oft schon hat sich das Blatt im Nahen Osten wieder gewendet, zu viele Fragezeichen stehen hinter der Feuerpause. Doch alles ist besser als die Hoffnungslosigkeit der vergangenen Tage. Eine Hoffnungslosigkeit, aus der langfristig nur neuer Hass zu wachsen droht.

    Die Hamas hat das Leid gebracht – Israel kann dazu beitragen, es zu lindern

    Israels Regierung hat zum Glück auf die Kritik reagiert. Und ja: Es ist ohne jeden Zweifel richtig, dass es in erster Linie die Terroristen der Hamas waren, die das unsagbare Elend über Gaza gebracht haben. Aber es darf in diesen Tagen nicht allein um die Schuld gehen, sondern es muss nun darum gehen, Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. Zu zeigen, wo der Unterschied zwischen Terror und Demokratie liegt. Und dazu gehört der Umgang mit der Zivilbevölkerung. Mit all jenen, die im wahrsten Sinne in die Schusslinie geraten sind.

    Auch die Bundesregierung als enger Partner Israels spielt hier eine wichtige Rolle. Dass Kanzler Friedrich Merz Premier Benjamin Netanjahu immer wieder dazu drängt, die humanitäre Lage in Gaza nicht aus den Augen zu verlieren, ist kein Affront. Unter Freunden muss man sich so etwas sagen dürfen.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren