Womöglich wäre es vor ein paar Jahren noch zu Demos auf dem Münchner Marienplatz gekommen. Oder zumindest zu einem öffentlichen Aufschrei. Doch die Stimmung hat sich geändert. Dass sich die bayerische Staatsregierung schrittweise und noch dazu heimlich von ihren Klimaversprechen verabschiedet, taugt kaum mehr als gesellschaftliches Aufregerthema. Wirtschaftsschwäche, Stellenabbau, Kriege: In der langen Liste der Probleme nimmt das Klima inzwischen einen der hinteren Plätze ein. Mit Schulterzucken werden die immer neuen Rekorde zur Kenntnis genommen, die immer lauter werdenden Warnungen von Wissenschaftlern.
Klimawandel: Die Politik muss handeln
Eine fatale Entwicklung. Denn anders, als Hubert Aiwanger meint, geht es nicht darum, „grün“ zu werden, sondern die Erde als lebenswerten Ort für kommende Generationen zu erhalten. Das ist keine politische Kür, sondern Pflicht. Natürlich taugt auch das schönste Klimaziel nichts, wenn es nicht erreichbar ist. Doch es ist die Aufgabe von Regierungsverantwortlichen, Wege zu finden, anstatt in die übliche Verharrungs-Logik zu flüchten. Auch Klimaschutz ist Heimatliebe, Herr Aiwanger!
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