Ab September lässt Russland Schüler im Unterricht militärisch ausbilden. Im Fach „Militärische Grundausbildung“ lernen Schüler ab der zehnten Klasse laut russischem Aufklärungsministerium den Umgang mit Waffen und den Einsatz von Gasmasken. Das Auseinandernehmen und Zusammensetzen von Gewehren stehen ebenso auf dem Programm wie die Grundlagen des Schießens und das Werfen von Granaten. Auch die genaue Bauart von Drohnen und der Umgang mit ihnen sollen geübt werden. Zweimal die Woche gibt es Theorie, dazu kommen Versammlungen in Kasernen für praktische Übungen. Soldaten, die im Krieg gegen die Ukraine kämpfen, sollen dabei als „Dozenten“ auftreten. Mehr dazu lesen Sie in diesem Text unserer Moskau-Korrespondentin: Scharfe Munition für Putins Schulsoldaten
Der Tag: Im zweiten Kriegsjahr geht auch in der Ukraine die Schule wieder los. Dabei werden heuer wieder mehr Einschulungen registriert. Das teilte Vize-Bildungsminister Andrij Witrenko mit: "In diesem Jahr erwarten wir etwa 340.000 Erstklässler". Im Vorjahr waren es etwa 15.000 weniger. Die Hauptstadt Kiew hat mit rund 25.000 Erstklässlern dabei fast das Vorkriegsniveau erreicht. Mit Ausnahme der frontnahen Gebiete findet der Unterricht in den Schulen statt.
Währenddessen hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben im südlichen Gebiet Saporischschja weitere Erfolge gegen die russische Verteidigungslinie erzielt. Ukrainische Einheiten seien südlich des Dorfes Robotyne in Richtung der Nachbarsiedlung Nowoprokopiwka vorgerückt, teilte der Generalstab in Kiew mit. Zudem sind östlich davon ukrainische Truppen, unbestätigten Berichten zufolge, in Richtung der Ortschaft Werbowe vorgerückt. Der Generalstab sprach dort von erfolglosen russischen Gegenangriffen. Das US-Institut für Kriegsstudien ISW berichtete, gestützt auf Videoaufnahmen, dass zumindest ukrainische Aufklärungstrupps den Dorfrand von Werbowe erreicht haben könnten.
In der Ostukraine sind bei einem Absturz zweier ukrainischer Militärhubschrauber nach Armeeangaben alle sechs Männer an Bord getötet worden. Die Helikopter seien aus ungeklärter Ursache nahe Kramatorsk verunglückt, sagt ein Sprecher der ukrainischen Heeresflieger im Fernsehen. Die toten Männer seien in den Wracks der zerstörten Maschinen gefunden worden. Nach Angaben aus militärnahen Kreisen waren die Hubschrauber am Dienstag auf einem Einsatzflug gewesen.
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Die Lage: Die Ukraine steht in einem existenziellen Kampf - und bittet die EU-Staaten um weitere Waffen und Munition. In Deutschland geht es dabei immer wieder auch um mögliche Lieferungen von Marschflugkörpern des Typs Taurus und F16-Kampfjets. "Es gibt wirklich kein einziges objektives Argument gegen diese Entscheidung", sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Rande eines EU-Außenministertreffens. Er rufe "die deutsche Regierung konstruktiv, freundlich und ohne Druck" auf, diese Entscheidung zu treffen.
Wegen der schleppend verlaufenen Offensive fürchtet die Ukraine allerdings derzeit um die Unterstützung des Westens. Da ist es sinnvoll, derzeit unrealistische Kriegsziele abzuräumen, schreibt Simon Kaminski in seinem Kommentar.
Indes hat die Ukraine mit dem größten britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems einen Vertrag zur gemeinsamen Waffenproduktion unterzeichnet. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte bei einem Treffen mit der BAE-Fühung in Kiew, dass Waffen des Unternehmens bereits in der Ukraine im Einsatz seien.
Bild des Tages:
Der Ex-Kommandeur der Söldnerarmee Wagner, Dmitri Utkin, ist auf einem Militärfriedhof bei Moskau beerdigt worden. Der bei einem Flugzeugabsturz getötete Ex-Geheimdienstoffizier wurde mit militärischen Ehren verabschiedet.
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Weil er die Ermordung eines in Schwabmünchen lebenden tschetschenischen Regime-Kritikers geplant hat, muss Valid D., ein russischer Staatsbürger, für zehn Jahre ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht München verurteilte den Mann am Donnerstag unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Nach Mordplan im Auftrag von Kadyrows Machtapparat: Angeklagter zu zehn Jahren Haft verurteilt
(mit dpa)
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