Der Landkreis Donau-Ries hat eine Bilanz für die Ukrainer auf dem Arbeitsmarkt in der Region gezogen. Trotz der Krisen in den vergangenen Jahren wie der Flüchtlingskrise, der Corona-Pandemie und nun dem Ukrainekrieg ist der Landkreis Spitzenreiter in Sachen Stabilität in Deutschland. Die Arbeitslosenquote sank in den vergangenen zwei Monaten um 0,5 Prozent, obwohl in der Region hunderte Kriegsflüchtlinge leben.
Man habe die Hoffnung, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer, die in den nächsten Monaten verstärkt aus den Integrationskursen kommen, vermitteln zu können und damit die Unternehmen zu unterstützen, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, Richard Paul. Inzwischen sei die Zahl von Ukrainern in Arbeit von 48 im September 2021 auf 129 gestiegen. Die Zahl sei nicht unerheblich, erklärt Paul, zumal "überwiegend Frauen mit Kindern" aus den Kriegsgebieten geflohen seien, dazu ältere Menschen im Rentenalter." Die meisten der Ukrainer arbeiten in den Branchen Metallbau, Lebensmittelverarbeitung und Logistik.
Der Tag: Russische Truppen rücken in der umkämpften ukrainischen Stadt Bachmutin den vergangenen Tagen weiter vor. Das melden britische Geheimdienste. Die Russen seien nun mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Stadtzentrum der ostukrainischen Stadt vorgedrungen, heißt es im Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Für die Ukrainer sei damit wohl ein wichtiger Transportwegfür die Versorgung erheblich gefährdet. Nachdem die russischen Truppen seit Ende März kaum vorangekommen seien, habe Moskau seine Präsenz in dem betroffenen Gebiet deutlich verstärkt und setzte wieder mehr Artillerie ein, so die Briten. Auch sei es möglich, dass sich Spannungen zwischen regulären russischen Streitkräften und den Wagner-Söldnerngelegt haben und beide Seiten wieder erfolgreicher kooperieren.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow droht mit einem Ende des internationalen Abkommens zur Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine. Ohne Erleichterungen für eigene Agrarexporte werde Russland die Vereinbarung nicht verlängern, sagte Lawrow bei einem Besuch in der Türkei. Sollte der Westen nicht einlenken, könne Russland die Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen wieder aufnehmen. Bei einem Treffen mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu in Ankara richtete Lawrow sich an den Westen: "Sollen sie doch weiter die entsprechenden Güter der Ukraine über den Landweg mit der Eisenbahn oder über Flüsse verfrachten." Russland werde dann mit der Türkei und Katar zusammenarbeiten, um seine Agrargüter auf dem Weltmarkt abzusetzen. Die Pläne dazu seien schon besprochen worden.
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Die Lage: SPD-Chefin Saskia Esken sieht die Ostermärsche an diesem Wochenende angesichts des Kriegs in der Ukraine mit keiner einfachen Friedensbotschaft konfrontiert. „Die Ukraine hat ein Recht darauf, ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und auch ihre Demokratie zu verteidigen“, sagte die SPD-Vorsitzende unserer Redaktion. Es sei nicht ganz leicht, dies mit einer Friedensbotschaft zu verbinden, aber es gehe ganz klar darum, den Frieden und die Ordnung in Europa wiederherzustellen, betonte Esken. „Und es ist unsere Aufgabe, dabei mitzuhelfen“, fügte sie hinzu.
Früher habe die SPD-Chefin regelmäßig an Ostermärschen teilgenommen. Doch mit dem Überfall Putins auf die Ukraine erlebe man einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Europa. „Putins Aggression darf keinen Erfolg haben, denn das würde Nachahmung provozieren und fatale Folgen für unsere Zukunft haben“, warnte Esken.
Bild des Tages:
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt heute seinen dreitägigen Staatsbesuch in China fort. Bislang gibt es keine Anzeichen, dass China von seiner politischen Rückendeckung für Russland im Ukraine-Konflikt abrücken würde.
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Straftaten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg richteten sich in den ersten Kriegswochen laut Bundeskriminalamt zum Großteil gegen Russland. Anders in den vergangenen Monaten: Da überwogen Straftaten mit "anti-ukrainischer Intention".
BKA: Rund 6000 Straftaten im Zusammenhang mit Ukraine-Krieg
(mit dpa)
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