Nach mehr als 25 Jahren steht das Mercosur-Abkommen – und mit ihm eine der größten Freihandelszonen der Welt. Ein Markt für 700 Millionen Menschen, wo Unternehmen regelbasiert wirtschaften, wo Zölle abgebaut werden und Exportquoten steigen können. Es ist in der Gesamtschau – auch wenn viele europäische Landwirte und Umweltschützer das anderes sehen – auf beiden Seiten des Atlantiks eine Win-Win-Situation.
Und die – noch zu unterzeichnende – Übereinkunft zwischen der EU, Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay kann auch als ein kleines Comeback der Europäischen Union begriffen werden. Man kann fragen, ob das gute Vierteljahrhundert Verhandlungszeit wirklich ein Zeichen von Souveränität und Handlungsfähigkeit ist, aber in diesen neoimperialistischen Tagen lohnt sich der Blick zurück nicht. Was zählt: Der Deal steht, die Wirtschaftsmacht Europa demonstriert Stärke. Gegenüber China und den USA.
Wann folgen die Abkommen mit Indien und Indonesien?
Wenn es gut geht, war das erst ein Anfang und es folgen schon bald Abkommen mit Indonesien und Indien. Es wären weitere Zeichen gegen wirtschaftliche Abschottung und das Faustrecht.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren