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Warum Hunde am Schritt schnüffeln – was steckt hinter diesem Verhalten und wie gehen Sie damit um?

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Warum Hunde am Schritt schnüffeln – was steckt hinter diesem Verhalten und wie gehen Sie damit um?

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    Hunde haben einen ausgeprägten Geruchssinn, der sie manchmal an – für Menschen – ungewöhnliche Orte führt.
    Hunde haben einen ausgeprägten Geruchssinn, der sie manchmal an – für Menschen – ungewöhnliche Orte führt. Foto: URESCHKE, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Manche Hunde begrüßen Besuch recht stürmisch – etwa mittels Anspringen, Gesicht- und Händeablecken oder mit freudigem Bellen. Besonders unangenehm ist es Hundehaltern jedoch, wenn ihre Hunde anderen Menschen im Schritt herumschnüffeln. Warum das aber ein völlig natürliches Verhalten für Hunde ist und was Hundehalter trotzdem machen können, wenn es sie stört, erfahren Sie hier.

    Warum ist Schnüffeln für Hunde so wichtig?

    Hunde verlassen sich bei der Wahrnehmung ihrer Umgebung vor allem auf ihre Nase. Das ist kein Wunder: Wie das Ein Herz für Tiere Magazin erklärt, haben sie etwa 220 Millionen Riechzellen und können nach wissenschaftlichen Schätzungen etwa eine Million verschiedene Gerüche unterscheiden. Zum Vergleich: Laut der Ärzte Zeitung können Menschen etwa 10.000 unterschiedliche Gerüche wahrnehmen.

    Schnüffeln und Beschnuppern sind laut dem Ein Herz für Tiere Magazin ein Grundbedürfnis für Hunde. Aus den Düften ihrer Artgenossen können sie wichtige Informationen herausfiltern, etwa Geschlecht, Alter, Gemüt, Gesundheitszustand und Paarungsbereitschaft. So können sie feststellen, ob ein anderer Hund eine Bedrohung darstellt oder zur Fortpflanzung geeignet ist. Das Schnüffeln ist demnach ein natürlicher Teil der Begrüßung und Kommunikation. Besonders von den Analdrüsen der Hunde gehen laut dem Magazin geo.de viele Duftstoffe aus – deshalb beschnüffeln sie einander besonders gerne am Hinterteil.

    Hundetrainerin Katharina Schlegl-Kofler informiert in ihrem Ratgeberbuch „So einfach geht Hundeerziehung“, dass Hunde während der Pubertät damit anfangen, ihre Artgenossen zu umkreisen und zu „umschnüffeln“ – vor allem das andere Geschlecht ist dann interessant.

    Warum riechen Hunde am Schritt von Menschen?

    Nicht nur andere Hunde, sondern auch Menschen geben laut der Agila Haustierversicherung Pheromone, also bestimmte Duftstoffe, ab. Viele Drüsen, die diese Duftstoffe produzieren, liegen bei Menschen unter den Achseln und im Genitalbereich. Und das erklärt schon, warum Hunde so gerne am Schritt riechen: An diesen Bereich kommen sie beim Schnüffeln leicht heran und können so mehr über den Duft und damit über den Menschen, der vor ihnen steht, erfahren. Deshalb werden vor allem fremde Menschen ausgiebig beschnüffelt, deren Gerüche einem Hund noch nicht so vertraut sind, informiert das Deine Tierwelt Magazin.

    Besonders interessant sind für schnüffelnde Hunde laut dem Ein Herz für Tiere Magazin Frauen, die gerade ihren Eisprung oder ihre Periode haben. Während dieser Zeit verändern sich die Pheromone bei Frauen – Hunde nehmen das wahr und schnüffeln noch intensiver.

    Was können Hundehalter tun, um ihrem Hund das Schnüffeln zwischen den Beinen abzugewöhnen?

    Auch wenn man weiß, dass das Verhalten des Hundes ganz natürlich ist: Sowohl für den Beschnüffelten als auch den Hundehalter könnte es etwas peinlich sein. Was also tun? Zunächst empfiehlt die Agila Haustierversicherung Hundehaltern, wegen des Schnüffelns zwischen den Beinen nicht mit dem Hund zu schimpfen. Er geht schließlich nur seinem Instinkt nach und versucht, mehr über einen Menschen herauszufinden. Um den peinlichen Schnüffelmoment zu vermeiden, gibt das Ein Herz für Tiere Magazin folgende Tipps:

    • Anleinen: Nehmen Sie den Hund an die Leine, wenn Besuch kommt oder Sie unterwegs fremden Menschen begegnen.
    • Alternative: Bieten Sie dem Hund Alternativen an. Der Gast kann zum Beispiel dem Hund seine Hand zum Beschnuppern und damit zum Kennenlernen anbieten. Laut dem Deine Tierwelt Magazin befinden sich auch auf der Handfläche viele Schweißdrüsen, die dem Hund Informationen liefern.
    • Training: Ein gut erzogener Hund sollte auf die Freigabe warten, ob er Besucher begrüßen darf und aufhören, an Menschen herumzuschnuppern, wenn sein Halter ihn zurückruft.

    Übrigens: Manch ein Hundebesitzer, dessen Vierbeiner schnell aufgeregt ist, fragt sich vielleicht: „Hat mein Hund ADHS?“. Die ADHS-Diagnostik bei Hunden steckt noch in den Kinderschuhen. Tatsächlich gibt es aber ADHS-ähnliche Symptome wie Hyperaktivität und Impulsivität, die durch genetische Faktoren und die Umwelt verursacht werden.

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