Farbenfrohe Beete, duftende Rabatten und jede Menge Ideen für den eigenen Garten: Landesgartenschauen laden ab April nach Thüringen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ein. Dazu sind zwei Großevents in Planung.
Leinefelde-Worbis in Thüringen: Blumenschau im Plattenbau In Leinefelde-Worbis warten mehr als eine Million Blumenzwiebeln auf die wärmenden Strahlen der Frühlingssonne. Am 23. April öffnet die Landesgartenschau ihre Pforten und will „Stadt und Landschaft neu denken und nachhaltig verbinden“. Herzstück ist der zehn Hektar große Augarten mit einer Festwiese, dem Auwald am renaturierten Flüsschen Ohne und archäologischen Funden der Siedlung Kirrode.
Verschiedene Themengärten locken in Thüringen
Verschiedene Themengärten finden sich in der Gartenstadt – bis vor kurzem noch von Garagenhöfen geprägt, entsteht hier ein neues Wohnquartier. Der modernisierte Lunapark als grüne Lunge der Stadt bietet ein Wegenetz mit Sportgeräten und einem Waldspielplatz.
Spektakuläres Highlight ist der Blumenblock: Ein umgebauter Plattenbau beherbergt nicht nur zwölf wechselnde Blumenschauen, sondern verbindet als ungewöhnlicher Erlebnisraum Bildung, Kunst und Stadtgeschichte.
Weitere Informationen: Landesgartenschau Leinefelde-Worbis, Am Milchhof 1, 37327 Leinefelde-Worbis, Tel. 03605/200511, www.lgs-leinefelde-worbis.de, 23. April bis 11. Oktober, Tageskarte für Erwachsene ab 25 Jahren 22 Euro, junge Erwachsene bis 24 Jahre 20 Euro, Jugendliche bis 17 Jahre 10 Euro, Kinder bis 14 Jahre 8 Euro, Kinder bis 5 Jahre frei.
Früher Galopprennbahn, jetzt Blütenträume auf der Landesgartenschau
Nordrhein-Westfalen: Ein neues grünes Herz für Neuss Mehr als 2200 gepflanzte Bäume, große Wiesen, Teichterrassen und zahlreiche Biotope: Aus der ehemaligen Galopprennbahn in Neuss ist im Rahmen der Landesgartenschau ein 38 Hektar großer Park entstanden. Nur durch den Rhein von der Landeshauptstadt Düsseldorf getrennt, rechnet Neuss ab 16. April mit 650.000 Besuchern. Geplant sind rund 1000 Veranstaltungen, 50 Haus- und Themengärten zeigen ökologische und zeitgemäße Gartenkunst und liefern auch Inspirationen für den heimischen Garten.
Was von der Landesgartenschau bleiben wird
Der Hammfeldhof beherbergt das Zentrum der Nachhaltigkeit, die ehemalige Reithalle wurde zur Gartenremise und wird auch nach der Schau als Raum zur Begegnung, Kunst und Kultur dienen. Auch junge Gäste kommen auf ihre Kosten: So gibt es neben dem Römer- und dem Rennbahnspielplatz Sportflächen für Ballsportarten, Boule und Discgolf sowie einen Skateplatz, eine Dirtbikestrecke und Kletterwände.
Weitere Informationen: Landesgartenschau Neuss, An der Münze 7-9, 41460 Neuss, Tel. 0800/2026179, www.landesgartenschau-neuss.de, 16. April bis 11. Oktober, Tageskarte inkl. ÖPNV für Erwachsene 20 Euro, junge Erwachsene (18 bis 27 Jahre) 10 Euro, Kinder (vier bis 17 Jahre) fünf Euro.
Baden-Württemberg: Fluss Jagst als Erlebnisraum in Ellwangen Das fürstpröpstliche Schloss ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen Ellwangens. Während der Landesgartenschau, die am 24. April startet, gibt es für Besucher der Stadt inmitten der Wälder und Seen der Ostalb aber noch mehr zu entdecken: Neu gestaltete Parks – Jagstpark, Stadtpark, Auenpark und Brückenpark – bieten Erholung, Spiel und Begegnung. Ein besonderes Anliegen war die naturnahe Umgestaltung der Jagst: Der Fluss wurde mit Trittsteinen versehen, ein Wasserspiel für Kinder und Sitzmöglichkeiten bieten sich entlang der „Jagst-Promenade“ für eine Pause an.
In Ellwangen sind wechselnde Blumenschauen geplant
Wechselnde Blumenschauen sind in der Innenstadt zu bewundern. Zwischen Mai und Juni wird in der evangelischen Stadtkirche zudem die „Gaia” des britischen Künstlers Luke Jerram zu sehen sein: Eine beleuchtete Weltkugel mit begleitenden Informationen zu den Themen Umwelt und Ernährung. Die beste Übersicht über das insgesamt 26 Hektar große Gelände hat man vom Turm „Jagstblick“: Der Bau aus Holz und Metall erreicht eine Höhe von knapp 15 Metern. Im Inneren sind mehrere Kettennetze sowie eine Röhrenrutsche integriert.
Weitere Informationen: Landesgartenschau Ellwangen, Bahnhofstr. 6, 73479 Ellwangen, Tel. 07961/84674, www.ellwangen2026.de, 24. April bis 4. Oktober, Tageskarte inklusive ÖPNV-Nutzung für Erwachsene 24,90 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschl. 17 Jahre kostenfrei.
Ein Fresh-up für den Kurpark von Bad Nenndorf
Niedersachsen: Streifzug durch den Bad Nenndorfer Kurpark Bereit für ein blühendes Abenteuer? Das verspricht Bad Nenndorf vor den Toren Hannovers. Ab 29. April locken eine beeindruckende Pflanzenvielfalt und kreative Themengärten. Herzstück ist die 34 Hektar große historische Kurparkanlage, die bereits 1792 im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt wurde. Auf dem denkmalgeschützten Gelände mit Sonnengarten, Wiesengarten, klassizistischem Schlösschen und renovierter Liegehalle befinden sich Wissensstationen, Ruheorte und florale Inszenierungen. Gartenbauliche Akzente setzen das Borken-, das Knüppel- und das Birkenhaus. Das einst mit Rinde gedeckte Borkenhaus gibt etwa den Blick auf den bewaldeten Höhenzug Deister frei und wird durch eine Lichtkuppel gekrönt. Auf dem Gipfel des Galenbergs entsteht ein Waldtempel mit einer umlaufenden Steganlage. Und im Erlengrund laden Teiche zum Verweilen ein. Dazu stehen in der Kurstadt, die für ihre Moor-, Sole- und Schwefelbäder bekannt ist, mehr als 1500 Veranstaltungen auf dem Programm.
Weitere Informationen: Landesgartenschau Bad Nenndorf, Hauptstr. 4, 31542 Bad Nenndorf, Tel. 05723/704109, www.landesgartenschau-badnenndorf.de, 29. April bis 18. Oktober, Tageskarte inkl. ÖPNV für Erwachsene 24 Euro, junge Erwachsene (14 bis 24 Jahre) 20 Euro, Kinder (4 bis 13 Jahre) 1 Euro.
IGA 2027 und BUGA 2029: Vorbereitungen laufen an der Ruhr und am Rhein Weitere Großereignisse für Pflanzenfreunde sind bereits in Planung: Im kommenden Jahr findet vom 23. April bis zum 17. Oktober die nächste Internationale Gartenausstellung in der Metropolregion Rhein-Ruhr statt. Sie möchte unter dem Motto „Zukunft.Blüht.“ mit nachhaltigen und innovativen Projekten die grünen Highlights der Region in Szene setzen. Dezentrale „Zukunftsgärten“ sind in Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund, Lünen und Emscherland (am Wasserkreuz von Emscher und Rhein-Herne-Kanal an der Stadtgrenze von Recklinghausen und Castrop-Rauxel) geplant.
Die Bundesgartenschau 2029 wird in der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal und entlang einer Strecke von 67 Kilometern zwischen Koblenz im Norden und Bingen sowie Rüdesheim im Süden veranstaltet. Verbindendes Thema in den acht Hauptbereichen ist unter dem Motto „Was uns bewegt“ der Rhein. www.iga2027.ruhr, www.buga29.de.
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