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Meilen sammeln: Mit dieses Tipps können sie die Bonusprogramme am besten ausnützen

Airlines

Mit diesen Tipps kann sich das Meilensammeln nicht nur für Vielflieger lohnen

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    Die Airlines haben die Meilenprogramme weniger lukrativ für die Passagiere gemacht. Es gibt aber einige wissenswerte Tricks.
    Die Airlines haben die Meilenprogramme weniger lukrativ für die Passagiere gemacht. Es gibt aber einige wissenswerte Tricks. Foto: Lukas Gojda, stock.adobe.com

    Beim Meilensammeln geht es heute nicht nur um Instinkt. Wer erfolgreich sein will, der muss auch bei der Jagd auf die Prämienflüge mit System vorgehen. Wir haben dafür die besten Tipps zusammengefasst.

    1. Bei der richtigen Airline sammeln. Einsteiger sollten erst mal verschiedene Programme vergleichen. Wer beispielsweise gerade einen Lufthansa-Flug gebucht hat, der muss nicht unbedingt bei Miles & More sammeln. Attraktive andere Meilenprogramme, die ebenfalls LH-Tickets gutschreiben, sind die von Air Canada, United Airlines, Singapore Airlines und Turkish Airlines. Vor allem das United-Programm schreibt immer noch verhältnismäßig großzügig Billigtickets gut. 

    2. Kreditkarten einsetzen: Die meisten Prämienmeilen werden längst gesammelt, ohne zu fliegen. Neben Payback machen es vor allem Kreditkartenumsätze möglich, mit alltäglichen Ausgaben Meilen oder Punkte zu sammeln. Zur Miles & More-Kreditkarte bieten sich innerhalb der Star Alliance zwei Alternativen: zum einen die Kombination Singapore Airlines „KrisFlyer“ mit American Express. Oder neuerdings Turkish Airlines “Miles & Smiles“ mit Mastercard. Auch Turkish Airlines ist ja Star-Alliance-Mitglied. Einen Blick wert ist auch die Eurowings-Kreditkarte Premium.

    3. Das Marketingspiel mitspielen: Am liebsten ist es den Meilenprogrammen natürlich, wenn man auf ihre Werbeaktivitäten eingeht. Dann geht zusätzlicher Meilenregen über einen nieder. Dazu heißt es am besten, die App zu verwenden, bei Miles & More ist die voller „Challenges“. Wer bei Amazon einkauft, bei Sixt mietet oder ein Zeitschriftenabo abschließt, der wird mit Meilen überschüttet. Achtung: Wenn so etwas geplant ist, keinesfalls die Seiten mit Adblocker aufrufen und diesmal alle Cookies zulassen, sonst wird oft nicht getrackt und folglich auch nichts gutgeschrieben.

    4. Meilen poolen. Unter Meilenpooling versteht man, dass mehrere Personen zusammen Meilen sammeln und in einem „Meilenpool“ zusammenfügen. Das macht vor allem in der Familie Sinn, so kann man auch kleine Meilenbeträge von Kindern oder Partnern sinnvoll einsetzen und kommt schneller zur Wunschprämie. Miles & More und der British Airways Club verlangen eine gemeinsame Adresse, Air France Flying Blue ist das egal.

    5. Früh buchen. Der frühe Vogel fängt den Prämienflug. Wer frühzeitig plant, der hat bessere Chancen auf attraktive Meilenwerte und eine größere Verfügbarkeit. Ähnlich die Situation, wenn man sich mal ein Business-Klassen-Ticket leisten will: Bei Buchung ein Jahr im Voraus zahlte man neulich für ein Rückflugticket Frankfurt - New York um die 60.000 Meilen plus 170 Euro Aufpreis, bei kurzfristigem Flugtermin wurden daraus 130.000 bis 200.000 Meilen plus 250 Euro Aufpreis. 

    6. Unterschiedliche Reisedaten probieren. Es ist bei Prämientrips jetzt wie bei bezahlten Flügen: Es lohnt sich, unterschiedliche Reisedaten und Tarife zu vergleichen – besonders bei beliebten Strecken. Zwei Tage nach dem zuerst anvisierten Termin wird für den gewünschten Flug vielleicht nur noch die halbe Meilenzahl aufgerufen, und der Tarif mit Koffer ist manchmal genauso günstig wie der ohne am anderen Tag. 

    7. Abflugorte variieren. Sogenannte “Sweet Spots“ - besonders günstige Citypairs - gibt es jetzt deutlich häufiger als früher. Miles & More bietet solche vor allem im europäischen Ausland, Flying Blue von Air France und BA Club von British Airways locken damit auch abItalien und Österreich. Lufthansa-Prämientickets ab Warschau oder Budapest in die USA oder nach Asien bekommt man teilweise zum halben Preis. Meilenjunkies feiern es bereits, sich mit einem Neun-Euro-Ticket von Wizz Air nach Budapest zu begeben, um von da Firstclass z.B. nach Saudi-Arabien zu fliegen. Sinn macht das alles nicht mehr, aber ein Erlebnis wird es bleiben. 

    8. Auf Angebote achten. Sie heißen bei American Airlines „Low Season Deals“, bei Flying Blue “Promo Rewards” und beim BA “Club Award Sale“. Gemeint ist immer das gleiche: Prämien-Sonderangebote für verbilligte Meilenwerte. Oft werden sie am Monatsanfang publiziert. Miles & More macht es etwas kompliziert: Lufthansa hat die Meilenschnäpchen abgeschafft und verblüfft dafür mit „Award Flight Highlights“. Partner-Fluggesellschaften in Miles & More wie Brussels Airlines oder LOT setzen dagegen weiter auf die Original-Meilenschnäpchen, zuletzt gab es von LOT Business-Class-Return-Prämien nach USA und Asien für 55.000 Meilen. 

    9. Zuzahlungen im Auge behalten. Kürzlich gab es bei Miles & More Prämienflüge von Berlin und New York und zurück mit Lufthansa für ganze 1610 Meilen zu haben - allerdings im Tarif Basic Light, also ohne Koffer und mit mehr als 500 Euro Zuzahlung. Für das Geld findet man in der Nebensaison aber bereits Bezahlflüge. Es gilt also stets, die Zuzahlungen im Auge zu behalten. Die sind bei Miles & More in der Regel besonders heftig (400 bis 600 Euro). Niedrigere Zuzahlungen verlangt der British Airways Club, vor allem unter dem Motto “Reward Flight Saver“. Air France Flying Blue bewegt sich zuzahlungsmäßig in der Mitte zwischen Lufthansa und British Airways.

    10. Auf Meilenverfall achten. Der häufigste Fehler ist das Verfallenlassen von Meilen. Bei Miles & More verfallen die Gutschriften nach drei Jahren, wenn man keinen Status oder keine bestimmte Kreditkarten hat. Bei Flying Blue beträgt die Haltbarkeit nur zwei Jahre, der Verfall des gesamten Meilenvermögens verschiebt sich aber auf weitere zwei Jahre, sobald neue Meilen hinzukommen - allerdings werden da nur Gutschriften durch Flüge gezählt. Großzügiger ist der British Airways Club - dort verfallen Gutschriften erst nach 36 Monaten und verlängern ihre Gültigkeit durch jede Kontoaktivität: Sammeln, Einlösen und sogar Kauf.

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