Der Nationalpark um den Teide ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Kanarischen Inseln. Zahlreiche Touristen reisen extra für Wanderungen in diesem Gebiet an. Das führt zu hohen Besucherzahlen. Um das Areal künftig stärker zu schützen, hat die Inselverwaltung von Teneriffa neue Maßnahmen angekündigt. Für Urlauber könnten diese Folgen haben. Muss der Teide-Besuch bald schon vor Urlaubsbeginn geplant werden? Das ändert sich beim Eintritt.
Nationalpark Teide: Welche Folgen haben die hohen Besucherzahlen?
Jedes Jahr zieht der Vulkan Teide laut Besucherwebsite mehr als 2,5 Millionen Besucher an. Dieser hohe Andrang hat in den vergangenen Jahren zunehmend Kritik ausgelöst. Die spanische Tageszeitung El Diario berichtete beispielsweise im Oktober 2025 von dem Naturraum, der durch Besucher, die abseits der Wege liefen, zerstört werde. Überfüllte Parkplätze und Verkehrschaos wegen geparkter Autos, die Straßengräben blockierten, seien ebenfalls ein Problem. Nun zieht die Inselregierung Konsequenzen.
Teneriffas Insel-Präsidentin Rosa Dávila stellte die neuen Pläne im Besucherzentrum Cañada Blanca vor und machte deutlich, dass künftig der Naturschutz Vorrang haben soll, berichtet die spanische Zeitung El Día. Herzstück des neuen Konzepts ist die drastische Reduzierung der täglichen Besucherzahlen: Diese sollen künftig um 50 Prozent sinken.
Teide auf Teneriffa: Was soll sich für Besucher des Nationalparks ändern?
Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Inselverwaltung laut El Día ein neues Nahverkehrssystem. Besucher sollen den Nationalpark künftig nicht mehr unbegrenzt mit dem eigenen Auto ansteuern können. Stattdessen sind Shuttlebusse und Rundstrecken vorgesehen, die den Verkehr bündeln und die Umwelt entlasten sollen. Dazu sollen 28 Busse von insgesamt vier Abfahrtsorten fahren: aus den Städten Puerto de la Cruz, La Laguna, Costa Adeje und Puerto de Santiago. Die Besucher steigen anschließend in die Rundfahrten-Busse um, die alle 20 Minuten fahren. Etwa sieben Euro soll dieser Service für Besucher kosten. Für Bewohner ist er kostenlos.
Darüber hinaus soll der Zutritt über feste Tageskontingente und Zeitfenster geregelt werden. Wer den Teide besuchen möchte, muss sich dann wahrscheinlich vorab anmelden oder ein Ticket reservieren. Bewohner der Insel Teneriffa haben Vorrang bei der Buchung.
Ökosteuer für Touristen: So will Teneriffa den Teide schützen
Für Touristen, die den Teide besuchen, soll laut El Día außerdem eine Ökosteuer eingeführt werden. Einwohner Teneriffas sollen den Nationalpark dagegen weiterhin kostenlos betreten können. Zusätzlich könnten weitere Gebühren für bestimmte Serviceleistungen innerhalb des Schutzgebietes anfallen. Konkrete Preise wurden bislang allerdings noch nicht genannt.
Auch bei der Verkehrsregelung geht die Inselregierung neue Wege. Bereits am 6. Mai 2026 wurde die Straße TF-21 zwischen Boca Tauce und El Portillo offiziell in das Schutzgebiet integriert. „Das ermöglicht es, Zugangsbeschränkungen einzuführen, sodass Ökoabgaben für den Zugang und die Nutzung der verschiedenen Dienstleistungen des Teide-Nationalparks erhoben werden können“, erklärte Politikerin Dávila laut El Día.
Änderungen am Teide: Was bedeutet das für Teneriffa-Urlauber?
Für Urlauber bedeutet das: Ein Besuch des Teide-Nationalparks muss künftig deutlich besser geplant werden. Und schon jetzt ist bei der Anfahrt Vorsicht geboten. Denn: Die Umweltbehörde kann ab sofort auf der Zufahrtsstraße, die jetzt zu dem Schutzgebiet zählt, falsch geparkte Fahrzeuge abschleppen und Bußgelder verhängen, berichtet El Día.
Das Zugangssystem mit den angekündigten Beschränkungen für den Nationalpark soll schrittweise kommen. Für Ende des Jahres 2026 ist die Einführung eines Zugangskontrollmechanismus an den Hauptzugängen zum Teide (La Esperanza, La Orotava und Vilaflor-Chío) geplant. Daher lohnt es sich, noch vor der Abreise nach Teneriffa zu prüfen, ob für den Besuch des Nationalparks das Reservieren von Zeitslots erforderlich ist. Aktuelle Informationen findet man auf der Website der Nationalparks von Spanien.
Übrigens: Immer wieder zeigt der Teide vulkanische Aktivität. Reisende sollten sich vorab über die Lage informieren. In Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife wurden bereits Schutzmaßnahmen getroffen.
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