Startseite
Icon Pfeil nach unten
Reise
Icon Pfeil nach unten

Türkei plant strenges Rauchverbot: Urlaubern drohen horrende Strafen

Reise

Türkei plant strenges Rauchverbot: Urlaubern drohen horrende Strafen

  • |
  • |
  • |
  • |
    Schilder dieser Art könnten Urlauberinnen und Urlauber in der Türkei bald an vielen Orten sehen.
    Schilder dieser Art könnten Urlauberinnen und Urlauber in der Türkei bald an vielen Orten sehen. Foto: irina, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Europäische Union (EU) hat dem Rauchen längst den Kampf angesagt. Eine „tabakfreie Generation“ bis zum Jahr 2040 ist das Ziel der EU-Kommission. Zwar ist die Zahl der Raucherinnen und Raucher in den letzten Jahren weltweit gesunken, allerdings sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr noch immer mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die Türkei ist zwar kein EU-Mitglied, scheint die Ziele des Staatenverbundes aber zumindest rund um das Rauchen zu teilen. Ein neuerlicher Gesetzentwurf geht sogar noch einen Schritt weiter. Er könnte zu einem flächendeckenden Rauchverbot führen, das auch Türkei-Urlauberinnen und Urlauber betrifft.

    Türkei plant Rauchverbot: Welche Regeln sollen gelten?

    Die Türkei soll rauchfrei werden – und zwar bis zum Jahr 2040. Dieses Ziel, welches sich an dem EU-Ansatz orientiert, hat nun die AKP-Fraktion in einem Gesetzesentwurf definiert, über den unter anderem die türkische Zeitung Hürriyet berichtet. Der wichtigste Punkt in dem Papier: Ab dem 1. Januar 2040 soll der Verkauf, die Herstellung und der Import von Tabakprodukten in der Türkei vollständig verboten sein.

    Um die Gesellschaft auf diese strikte Maßnahme vorzubereiten, plant die AKP, deren Vorsitzender der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist, bereits vorher einige Rauchverbote zu verhängen. So soll auf öffentlichen Plätzen, im Außenbereich von gastronomischen Betrieben, in Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Gotteshäusern schon bald nicht mehr geraucht werden dürfen. Die Einschränkungen sollen laut Gesetzentwurf schrittweise eintreten.

    Der Gesetzentwurf sieht laut Hürriyet auch eine neue Definition des Begriffs „Tabakprodukt“ vor. Unter diesen sollen in Zukunft neben klassischen Tabakwaren auch Produkte gehören, die organisches oder synthetisches Nikotin enthalten. Dadurch soll erreicht werden, dass das Verbot nicht nur für herkömmliche Zigaretten, sondern auch E-Zigaretten, E-Shishas, Wasserpfeifen, Tabakerhitzer und elektronische Systeme gilt, die den Tabakkonsum imitieren. Im Fokus dieser Regelung stehen Vapes, die in vielen Geschmacksrichtungen wie „Wassermelone“, „Traube“ oder „Apfel“ erhältlich sind.

    Tabakverbot in der Türkei: Welche Strafen drohen?

    Empfindliche Strafen sollen dafür sorgen, dass das Rauchverbot in der Türkei eingehalten wird. Hürriyet berichtet, dass bei einem Verstoß gegen das vollständige Tabakverbot Geldstrafen in Höhe von einer bis zehn Millionen Lira drohen. Umgerechnet sind das knapp 20.000 bis fast 200.000 Euro. Betrieben soll zudem schnell die Betriebsgenehmigung entzogen werden, wenn sie sich nicht an die Regeln halten.

    Rauchverbot im Türkei-Urlaub: Was müssen Touristen beachten?

    Das Rauchverbot wird vor allem die Raucherinnen und Raucher treffen. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi gibt es in der Türkei derzeit zwischen 18 und 19 Millionen Raucherinnen und Raucher. Demnach hat das Land einen der höchsten Raucheranteile weltweit. „In der Türkei raucht im Durchschnitt jeder zweite Mann. Auch jede vierte Frau über 18 raucht – das sind ziemlich hohe Zahlen“, zitiert die Agentur mit Prof. Dr. Bektaş Murat Yalçın den Leiter des Lehrstuhls für Familienmedizin an der Ondokuz Mayıs Universität (OMÜ).

    Türkei-Touristen wären von einem Rauchverbot ebenfalls betroffen. Schließlich müssen sich Urlauberinnen und Urlauber an die Regelungen halten, die in dem jeweiligen Land gelten. Für sie gilt, dass auch Besitz, Erwerb und Einfuhr von Tabakprodukten strafbar werden sollen. Der Gesetzentwurf sieht laut Hürriyet vor, dass in derartigen Fällen Verwaltungsstrafen von 50.000 bis 250.000 Lira fällig werden. Türkei-Urlauberinnen und -Urlaubern könnten demnach Strafen von umgerechnet fast 5000 Euro drohen.

    Auch interessant: Im Türkei-Urlaub kann es schon 2026 auch zu anderen Veränderungen kommen, die die beliebten „all you can eat“-Frühstücksbuffets betreffen. Außerdem kann es eine Zeitverschiebung geben, je nach Jahreszeit.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren