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Türkei-Urlaub im Ramadan: Was müssen Urlauber beachten?

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Türkei-Urlaub im Ramadan: Was müssen Urlauber beachten?

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    Muslime brechen ihr Fasten in der Abenddämmerung vor der Großen Moschee Hagia Sofia am Sultanahmet-Platz. Während des Ramadans sollten sich Touristen auf einen veränderten Tagesablauf in der Türkei einstellen.
    Muslime brechen ihr Fasten in der Abenddämmerung vor der Großen Moschee Hagia Sofia am Sultanahmet-Platz. Während des Ramadans sollten sich Touristen auf einen veränderten Tagesablauf in der Türkei einstellen. Foto: Tolga Uluturk, dpa (Archivbild)

    Am 18. Februar 2026 begann der Ramadan – und damit nur einen Tag später als die christliche Fastenzeit. „Diese seltene Übereinstimmung lädt uns dazu ein, mit wachem Sinn all das wahrzunehmen, was uns miteinander verbindet“, schrieb der Limburger Bischof Georg Bätzing in einer Grußbotschaft zum Ramadan. Offenheit, Verständnis und Anpassungsfähigkeit sollten in dieser Zeit auch Menschen mitbringen, die in der Türkei Urlaub machen möchten. Was es in der Türkei während des Ramadans zu beachten gibt und wie sich Touristen an die Gegebenheiten anpassen können, erfahren Sie hier.

    Wie wird der Ramadan in der Türkei begangen?

    Der Ramadan wird auch als „Fastenmonat“ bezeichnet und stellt für Musliminnen und Muslime eine Zeit der inneren Einkehr dar, erklärt Islamic Network Groups in einem Informationsschreiben. Demnach soll in der Fastenzeit, in der die Offenbarung des Korans durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohamed gefeiert wird, auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Der Fastenmonat stellt den neunten Monat des islamischen Kalenders dar, der auf einem zwölfmonatigen Mondjahr beruht. Aufgrund der Unterschiede des islamischen Mondkalenders zum gregorianischen Kalender findet der Ramadan jedes Jahr zehn oder elf Tage früher statt. Im Jahr 2026 wird er zwischen dem 18. Februar und dem 20. März begangen.

    Während des Ramadans beginnen gläubige Musliminnen und Muslime das Fasten jeden Tag spätestens kurz vor dem Sonnenaufgang. Gebrochen wird es zum Sonnenuntergang. Je nach Jahreszeit liegt die tägliche Fastenzeit, während der nicht gegessen oder getrunken und auch auf Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichtet wird, dadurch zwischen elf und 16 Stunden, wie dem Beitrag von Islamic Network Groups zu entnehmen ist.

    Ramadan in der Türkei: Was ändert sich für Touristen?

    Für Reisende nicht muslimischen Glaubens herrscht in muslimischen Ländern keine Pflicht, sich während des Ramadans an die Fastenzeiten zu halten. Das ist laut Islamic Network Groups im Koran geregelt. Allerdings sollten sich Touristen in der Türkei während des Fastenmonats respektvoll verhalten – und ihre Reiseplanung auf die Veränderungen einstellen, die während des Ramadans allgegenwärtig sind.

    Laut der Bundeszentrale für politische Bildung sind rund 99 Prozent der türkischen Bevölkerung muslimischen Glaubens. Daher spielt sich das Leben während des Ramadans für fast alle Türkinnen und Türken vor allem nachts ab. Tagsüber steht das gesellschaftliche Leben größtenteils still, was Urlauberinnen und Urlauber in ihre Planung aufnehmen sollten. Es wird etwa in den meisten Regionen schwierig, vor dem Sonnenuntergang ein offenes Restaurant oder Café zu finden, wie Reisereporter berichtet. Ausnahmen stellen demnach Restaurants innerhalb von Hotelanlagen dar, die ihre normalen Betriebszeiten in der Regel beibehalten.

    Neben gastronomischen Betrieben ändern auch viele Geschäfte und touristische Einrichtungen zum Ramadan ihre Öffnungszeiten. Laut Reisereporter schließen einige Sehenswürdigkeiten und Museen früher, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig zum Fastenbrechen bei ihren Familien sein können. Der öffentliche Nahverkehr kann am Nachmittag ebenfalls eingeschränkt sein, was Türkei-Urlauberinnen und -Urlauber in ihrer Tagesplanung berücksichtigen sollten.

    Sobald die Sonne untergegangen ist, kann es vor allem in den türkischen Großstädten hektisch werden. Das Fastenbrechen wird in der Türkei häufig als gesellschaftliches Ereignis zelebriert. Die Restaurants öffnen ihre Türen und in Innenstädten werden Marktstände und gemeinsame Tafeln aufgebaut, wie Reisereporter berichtet. So entstehen Treffpunkte, wie beispielsweise rund um die Blaue Moschee in Istanbul. Der Ramadan ermöglicht Türkei-Touristen daher, das Land, die Menschen und ihre Alltagskultur zu erleben, wie es sonst nicht möglich ist. Besonders groß wird der Abschluss des Fastenmonats gefeiert, der Ramadan endet mit dem „Zuckerfest“.

    Worauf sollten Türkei-Urlauber während des Fastenmonats Ramadan achten?

    Auch wenn das Essen und Trinken für Touristen in der Türkei tagsüber nicht verboten ist, sollten sie sich während der Fastenzeit an die Lebensweise der Musliminnen und Muslime anpassen. Wir haben einige Tipps von den Plattformen Reisereporter und Urlaubspiraten zusammengetragen, durch die ein respektvoller Umgang im Türkei-Urlaub während des Fastenmonats gewährleistet werden kann.

    • Nicht an öffentlichen Plätzen essen und trinken: Um praktizierenden Musliminnen und Muslimen Respekt zu zollen, sollten Touristen während der Fastenzeit nicht in öffentlichen Räumen essen oder trinken. Auch das öffentliche Rauchen sollte unterlassen werden.
    • Konservative Kleidung: In der Türkei ist ein konservativer Kleidungsstil allgemein zu empfehlen, während des Ramadans ist eine dezente Kleidung allerdings besonders wichtig. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen, dass Schultern, Arme und Beine bedeckt sein sollten.
    • Keine laute Musik: Das Abspielen von lauter Musik im öffentlichen Raum sollte während der Fastenzeit unbedingt vermieden werden. In der Früh können sich Touristen allerdings auf den Klang von Musizierenden freuen, die durch die Straßen ziehen, um die Gläubigen vor dem Ruf des Muezzin wachzubekommen.
    • Keine öffentlichen Zärtlichkeiten: Auch auf öffentliche Zärtlichkeiten sollte während der Fastenzeit verzichtet werden, um den Respekt vor dem Ramadan zu zeigen.

    Auch interessant: Für Teile der Türkei gelten Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt ausgesprochen hat. Es handelt sich vor allem um Regionen nahe der syrischen Grenze.

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