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Restaurant-Gebühr verunsichert Türkei-Urlauber: Verhindert eine Gesetzesänderung die Abzocke von Touristen?

Türkei-Urlaub

Restaurant-Gebühr verunsichert Türkei-Urlauber: Verhindert eine Gesetzesänderung die Abzocke von Touristen?

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    In türkischen Bars und Restaurants fällt oftmals eine Service- und Tischgebühr an. Das soll sich nun ändern.
    In türkischen Bars und Restaurants fällt oftmals eine Service- und Tischgebühr an. Das soll sich nun ändern. Foto: Anne Pollmann, dpa (Symbolbild)

    Das türkische Handelsministerium plant eine weitreichende Änderung in der Gastronomie, die vor allem Restaurants betreffen soll. Gastronomen wehren sich gegen die Pläne, für Türkei-Urlauberinnen und -Urlauber könnte ihre Umsetzung allerdings eine Erleichterung darstellen.

    Türkei: Servicegebühr in Restaurants soll abgeschafft werden

    Wer in der Türkei in ein Restaurant geht, muss beim Bezahlen mit einer Service- und Tischgebühr rechnen, die zwischen zehn und 15 Prozent liegt. Die Gebühr soll den Beschäftigten in den gastronomischen Betrieben zugutekommen. Sie wird auf der Rechnung auf den Gesamtbetrag aufgeschlagen, allerdings nicht immer transparent auf der Speisekarte angegeben, wie der Westfälische Anzeiger (WA) berichtet. So können versteckte Kosten entstehen, was immer wieder für Ärger sorgt – vor allem bei Touristen.

    Das türkische Handelsministerium will die Servicegebühr daher abschaffen, wie unter anderem das türkische Nachrichtenportal Fokus+ berichtet. Demnach soll eine vollständige Preis-Transparenz erreicht werden, Verbraucher sollen nur noch die Preise für die bestellten Produkte bezahlen, die auf der Speisekarte angegeben sind. Trinkgelder können auf freiwilliger Basis hinzugegeben werden, sind aber keine Pflicht. Da in türkischen Restaurants kein Trinkgeld bei Kartenzahlung möglich ist – und sich die Kartenzahlung zur bevorzugten Zahlungsmethode entwickelt hat –, wurde die Servicegebühr in den letzten Jahren bei fast allen Restaurants eingeführt, wird im Fokus+-Bericht erklärt.

    Der WA zitiert mehrere deutsche Türkei-Urlauberinnen und -Urlauber, die sich auf Facebook von den Plänen des Handelsministeriums angetan zeigen. „Finde ich gut, dann werde ich nicht ständig abgezockt“, lautet demnach einer der Kommentare. Ein anderer User befürchtet hingegen, dass die Essenspreise teurer werden könnten, wenn die Servicegebühr wegfallen sollte.

    Auch interessant: Um eine Familie aus Hamburg kam es im Türkei-Urlaub zu einer Tragödie. Der Fall lässt Parallelen zu einem Todesfall einer deutschen Studentin in Istanbul erkennen. Türkei-Reisende sollten wegen der Entwicklungen auf einige Dinge achten.

    Versteckte Kosten im Türkei-Urlaub: Verband wehrt sich gegen Pläne des Ministeriums

    Unterdessen sorgen die Pläne rund um die Servicegebühr in der Türkei für hitzige Diskussionen. Der türkische Gastronomieverband TURYİD wehrt sich gegen die Verordnung des Ministeriums und stellt klar, dass eine Gesetzesänderung nötig sei, um die Pläne durchzusetzen. Die Einnahmen, die durch die Service- und Tischgebühr eingefahren werden, würden insbesondere für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm wichtig sein, deren Gehalt sich am Rande des Mindestlohns bewegt. Der Mindestlohn liegt in der Türkei seit dem 1. Januar 2025 bei 22.104 Türkischen Lira netto im Monat, wie die Istanbuler Anwaltskanzlei Falke law.tax informiert. Umgerechnet entspricht das etwa 730 Euro.

    Als Alternative zur Abschaffung der Servicegebühr bringt TURYİD die Einführung eines Trinkgeldsystems per Kreditkarte ins Spiel. Die Argumentation: Wenn Verbraucher im Restaurant mit der Karte ein freiwilliges Trinkgeld geben könnten, würde die Servicegebühr ohnehin an Popularität verlieren. Kritiker halten laut Fokus+ dagegen, dass Barzahler dann weiterhin schlechter wegkommen würden. Die Gefahr von versteckten Kosten könnte zudem nicht gebannt werden.

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